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Wadim Rosenstein

Wadim Rosenstein sponsert die afrikanische Kontinentalmeisterschaft:

Viel los auf Rosensteins Twitter:

Rosenstein im Visier der FIDE-Präsidentschaft

Quelle: World Chess – „Everything Wadim Rosenstein Is Doing Suggests He Wants To Be FIDE President. Here's Why", veröffentlicht am 27. April 2026

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Wadim Rosenstein, ein in Russland aufgewachsener deutsch-ukrainischer Milliardär und Unternehmer, ist seit 2022 eine der einflussreichsten und zugleich rätselhaftesten Figuren im Weltschach. Das berichtet World Chess. Sein Auftreten fiel in eine Phase, in der der Schach-Weltverband FIDE infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine russische Sponsoren wie Aeroflot und Russian Railways fallen ließ – und Rosenstein mit großem Kapital und weitreichenden Plänen in dieses Vakuum vorstieß.

Über seine WR Group finanzierte und organisierte er hochkarätige Turniere, darunter die WR Chess Masters in Düsseldorf und zuletzt die FIDE World Teams, die im Juni 2026 in Hongkong stattfinden sollen. Zu den angekündigten Teilnehmern zählen Weltranglistenerster Magnus Carlsen und Weltmeisterschaftsherausforderer Javokhir Sindarov. Rosenstein selbst will als Amateurspieler in einem von ihm finanzierten Team antreten.

Präsidentschaftsrennen rückt näher

In fünf Monaten findet die FIDE-Generalversammlung statt, bei der über 200 nationale Verbände einen neuen Präsidenten wählen. Amtsinhaber Arkady Dvorkovich hat seine Kandidatur für eine dritte Amtszeit angedeutet. Auch Englands FIDE-Delegierter Malcolm Pein und der frühere FIDE-Präsident Kirsan Iljumschinow haben Interesse signalisiert.

Rosensteins jüngste Aktivitäten – darunter ein ungewöhnliches öffentliches Statement auf der Plattform X zur Klärung seiner Herkunft und russischen Verbindungen, ein Angebot zur kostenlosen Ausrichtung des FIDE-Kandidatenturniers sowie die Ausweitung seiner Schachveranstaltungen auf nicht-traditionelle Schachregionen wie Japan – werden von Beobachtern als mögliche politische Positionierung gewertet. Die FIDE lehnte das Turnierangebot ab und hielt an Zypern als Ausrichtungsort fest.

„Geld ist nicht die Vision. Geld ist ein Werkzeug."

Wadim Rosenstein im Gespräch mit ChessBase India, 12. Mai 2026

Der Schachveranstalter Wadim Rosenstein will Schach nicht nur als Wettkampfsport verstehen, sondern als Bildungsformat, Kulturgut und kommerzielle Plattform zugleich. Das sagte Rosenstein im Gespräch mit ChessBase India. Seinen Projekten liegt eine klare Überzeugung zugrunde: „Für mich ist Geld nicht die Vision. Geld ist ein Werkzeug."

Von Düsseldorf zur FIDE-Kandidatur

Rosenstein wurde bekannt mit dem WR Chess Masters 2023 in Düsseldorf – einem Turnier, das er bewusst klein und spielerzentriert hielt. Keine Massenveranstaltung, sondern ein Umfeld, das Spielern Konzentration, Austausch und Atmosphäre ermöglichen sollte. Aus dieser Haltung entstand auch das Konzept der World Rapid and Blitz Team Championships, die heute fester Bestandteil des FIDE-Kalenders sind. Dass eine von ihm initiierte und finanzierte Idee institutionell verstetigt wurde, bewertet er als Beleg für eine strukturelle Lücke, die er schließen wollte: „Viele Spieler lieben die Teamatmosphäre. Sie bringt eine andere Art von Emotion, Verantwortung und Verbindung."

Auf die Frage, ob er für das FIDE-Präsidentenamt kandidiere, antwortet Rosenstein mit einem klaren Vorbehalt: „Ich habe keine formelle öffentliche Ankündigung gemacht, für das FIDE-Präsidentenamt zu kandidieren." Gleichzeitig beschreibt er ausführlich, was er unter Führung im Schach versteht: Transparenz, Aufbau tragfähiger Strukturen und langfristige Investition. Ob er kandidiert, lässt er offen.

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Laufende und geplante Projekte

Rosenstein finanziert seine Projekte über eigene Geschäftsmittel und die WR Group, in Einzelfällen mit Partnern. Zu den Vorhaben der nächsten Monate gehören eine WR Bughouse Championship in Manila (1.–2. Juni), die erste Etappe der WR Women's Chess Tour in Tokio (6.–7. Juni), ein USA-gegen-Usbekistan-Mannschaftskampf in Miami (27.–28. Juli) sowie weitere Tour-Stationen in der Dominikanischen Republik, Mosambik und Saint-Tropez.

Den USA-Usbekistan-Match begründet er mit der aktuellen Dynamik im Schach: Die USA verfügten über starke Infrastruktur und Medienpotenzial, Usbekistan stehe für einen der bemerkenswertesten Aufstiege der jüngeren Schachgeschichte. „Das Match ist nicht nur über zwei Teams. Es geht um zwei Schachgeschichten, die aufeinandertreffen."

Fünf Baustellen

Auf die Frage, was er im Schach verbessern wolle, nennt Rosenstein fünf Bereiche: bessere Bedingungen für Profispieler, stärkere Kommerzialisierung des vorhandenen Publikumspotenzials, Schach als Schulfach, mehr Sichtbarkeit und Strukturen für Frauen und Nachwuchs sowie Transparenz in der Verbandsverwaltung. Zum Thema Kommerzialisierung sagt er: „Schach hat ein riesiges Publikum, aber es ist noch nicht auf dem Niveau vermarktet, das möglich wäre."

Pro-Am-Formate aus Tennis und Golf nennt er als Modell: Sie schaffen eine Brücke zwischen Profis und Sponsoren, stärken die Bindung ans Spiel und machen Stars zugänglicher – für Rosenstein alles Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum.

Rosenstein wird neuer FIDE-Delegierter des DSB

Quelle: Deutscher Schachbund – „Wadim Rosenstein wird neuer FIDE-Delegierter des DSB.", veröffentlicht am 22. Mai 2026

Wadim Rosenstein, Düsseldorfer Unternehmer und Initiator zahlreicher Schachprojekte unter dem Label WR Chess, wird neuer Delegierter des Deutschen Schachbundes (DSB) bei der Fédération Internationale des Échecs (FIDE). Das berichtet Deutscher Schachbund. Das Präsidium des DSB fasste den entsprechenden Beschluss. Traditionell nehme der Verbandspräsident diese Funktion wahr, hieß es. Der Delegierte eines FIDE-Mitgliedsverbandes besitzt Einfluss und Stimmrecht bei den Mitgliederversammlungen des Weltverbandes.

DSB-Präsident Paul Meyer-Dunker bezeichnete den Schritt als sportpolitische Entscheidung: Man wolle, dass Deutschland durch den im internationalen Schach am besten vernetzten Deutschen repräsentiert werde. Zugleich äußerte er sich kritisch zur aktuellen Lage im Weltverband: Es brauche eine FIDE ohne den extremen Einfluss Russlands, der dem Schachsport nicht guttue.

Vielfältiges Engagement im deutschen und internationalen Schach

Rosenstein engagiert sich seit Jahren finanziell im Schachsport. 2023 gründete er mit WR Chess eines der stärksten Schachteams der Welt und etablierte das WR Chess Masters in Düsseldorf als international beachtetes Turnier. Er finanzierte zudem die Ausrichtung der FIDE Rapid- und Blitz-Weltmeisterschaft in Düsseldorf und unterstützte die deutsche Nationalmannschaft bei der Rapid- und Blitz-WM in London. Darüber hinaus förderte er Frauen- und Mädchenschachprojekte in Deutschland und initiierte die WR Women's Chess Tour. Ein großes Finale dieser Tour ist für Ende des Jahres in Deutschland geplant, begleitet von Workshops, Trainingsprogrammen und Schachcamps. An diesen Formaten sind unter anderem Elisabeth Pähtz, Boris Gelfand, Sebastian Siebrecht und Anna Endress beteiligt.

Auch die Teilnahme von Hussain Besou an der Europameisterschaft 2026 unterstützte Rosenstein finanziell. Als weiteres Nachwuchsprojekt befinden sich die geplanten „WR Chess Young Masters" in Vorbereitung. Für das 150-jährige Jubiläum des Deutschen Schachbundes plant Rosenstein zudem einen Schachmarathon nach internationalem Vorbild. Zu seiner Berufung erklärte er, es sei ihm eine große Ehre, Deutschland bei der FIDE zu vertreten. Ziel sei es, Deutschland im internationalen Schach als Paradebeispiel für Struktur, Professionalität und nachhaltige Entwicklung zu positionieren.

Automatisch KI-generierter Beitrag

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