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Thorsten Cmiel: Der deutsche Frauenkader braucht einen mutigen Schnitt - und ein Konzept
Zitat von Conrad Schormann am 30. September 2026, 21:57 UhrDer deutsche Frauenkader braucht einen Schnitt, keine Kosmetik
Quelle: Chess Ecosystem – „Was bei den deutschen Frauen jetzt ansteht", Thorsten Cmiel
Thorsten Cmiel hält die Nominierungspraxis für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft für überholt. Der aktuelle Kader habe keine Perspektive, bei kommenden Aufgaben wesentlich erfolgreicher zu sein. Statt weiter allein auf Elozahlen zu setzen, brauche es jetzt mutige Entscheidungen des Präsidenten Paul Meyer-Dunker. Das kommentiert Thorsten Cmiel.
Ein Tiefpunkt mit Ansage
In Samarkand verlor das Frauenteam in Summe rund 59 Elo-Punkte gegenüber den Erwartungen und blieb deutlich unter dem Setzlistenplatz zehn. Der frühere Leistungssportreferent Gerald Hertneck spreche selbst von einem Tiefpunkt und räume das Scheitern seines eigenen Förderkonzepts ein. Genau darin liege das grundsätzliche Problem: eine strukturelle Kurzsichtigkeit, die sich in Elozahlen erschöpft statt in Konzepten zu denken.
Zu viele Köche
Mit Bundestrainer, Leistungssportreferent, Kommission, Sportdirektor, Vizepräsident Sport, Frauenreferentin, Aktivensprecherin und nun auch dem Präsidenten selbst fehle dem Verband die Kraft für harte Entscheidungen bei der Kaderaufstellung. Als Vorbild dient das englische Verfahren, bei dem die elfjährige Bodhana Siwanandan bereits am ersten Brett Olympiaerfahrung sammelt. Ein ähnlicher Wettlauf um Plätze, bei dem Ratingkriterien zugunsten junger Talente ausgesetzt würden, sei auch für Deutschland denkbar – verbunden mit der Hoffnung, die jetzige Generation als Mentorinnen dauerhaft einzubinden.
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Der deutsche Frauenkader braucht einen Schnitt, keine Kosmetik
Quelle: Chess Ecosystem – „Was bei den deutschen Frauen jetzt ansteht", Thorsten Cmiel
Thorsten Cmiel hält die Nominierungspraxis für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft für überholt. Der aktuelle Kader habe keine Perspektive, bei kommenden Aufgaben wesentlich erfolgreicher zu sein. Statt weiter allein auf Elozahlen zu setzen, brauche es jetzt mutige Entscheidungen des Präsidenten Paul Meyer-Dunker. Das kommentiert Thorsten Cmiel.
Ein Tiefpunkt mit Ansage
In Samarkand verlor das Frauenteam in Summe rund 59 Elo-Punkte gegenüber den Erwartungen und blieb deutlich unter dem Setzlistenplatz zehn. Der frühere Leistungssportreferent Gerald Hertneck spreche selbst von einem Tiefpunkt und räume das Scheitern seines eigenen Förderkonzepts ein. Genau darin liege das grundsätzliche Problem: eine strukturelle Kurzsichtigkeit, die sich in Elozahlen erschöpft statt in Konzepten zu denken.
Zu viele Köche
Mit Bundestrainer, Leistungssportreferent, Kommission, Sportdirektor, Vizepräsident Sport, Frauenreferentin, Aktivensprecherin und nun auch dem Präsidenten selbst fehle dem Verband die Kraft für harte Entscheidungen bei der Kaderaufstellung. Als Vorbild dient das englische Verfahren, bei dem die elfjährige Bodhana Siwanandan bereits am ersten Brett Olympiaerfahrung sammelt. Ein ähnlicher Wettlauf um Plätze, bei dem Ratingkriterien zugunsten junger Talente ausgesetzt würden, sei auch für Deutschland denkbar – verbunden mit der Hoffnung, die jetzige Generation als Mentorinnen dauerhaft einzubinden.
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Zitat von Conrad Schormann am 2. Oktober 2026, 11:56 UhrEin beispielhafter Aspekt in Cmiels Meinungsbeitrag: 1000 Wörter über Frauen im Schach, und es kommt nicht einmal „Frauenschach" vor. Darum war ich kurz versucht zu fragen, ob die Perlen das Werk republizieren dürfen. Leider ist es inhaltlich dünn.
https://twitter.com/Bodenseeperlen/status/2105949606601183639
Im Wesentlichen ist es ein Abarbeiten an Paul und an einer Zuständigkeitsproblematik, die es nicht gibt. Das lässt sich ja an dem schon vor Monaten (und vor der DSB-Wahl) angeschobenen, auf Leistung abgestellten Mädchenprojekt sehen. Gezielte Initiativen sind leicht machbar.
Für das Frauenteam in zehn Jahren oder so ist der Weg eigentlich längst bereitet. Alles steht und fällt damit, die besten, ambitioniertesten Talente frühzeitig zu finden, zu fordern und zu fördern. Genau das passiert gerade. Ob uns dadurch ein Ausnahmetalent in den Schoß fällt oder ob vielleicht eine Mannschaft entsteht, in der alle stabil mindestens über 2300 liegen, das ist Glück. Aber die richtigen Hebel sind längst gesehen und die Bedingungen geschaffen.
Irgendein Durchgreifen irgendeines Präsidenten zu fordern, solche eingängigen Parolen finden Cmiels Senioren sicher super, sie gehen aber an der Sache vorbei.
Nebenbei fehlt die wichtigste Nachfrage in diesem Kontext. Da waren ja mal zwei gesponserte Schachjahre der potenziell herausragenden Nationalspielerin verkündet, in Verbindung mit großen Zielen. Die zwei Jahre sind am 1.10.2026 abgelaufen. Bleibt es wirklich wieder an den Perlen hängen zu fragen, wie die Bilanz nach diesen zwei Jahren und der Stand ist? Im Frauenkontext ist das gerade die wichtigste Geschichte, und wie so oft sieht und schreibt sie niemand.
Ein beispielhafter Aspekt in Cmiels Meinungsbeitrag: 1000 Wörter über Frauen im Schach, und es kommt nicht einmal „Frauenschach" vor. Darum war ich kurz versucht zu fragen, ob die Perlen das Werk republizieren dürfen. Leider ist es inhaltlich dünn.
Ein beispielhafter Aspekt in Cmiels Meinungsbeitrag: 1000 Wörter über Frauen im Schach, und es kommt nicht einmal "Frauenschach" vor 🙏 Darum war ich kurz versucht zu fragen, ob die Perlen das Werk republishen dürfen.
Leider ist es inhaltlich dünn. (1/x) https://t.co/9A7jmOU9Wj
— Perlen vom Bodensee (@Bodenseeperlen) October 2, 2026
Im Wesentlichen ist es ein Abarbeiten an Paul und an einer Zuständigkeitsproblematik, die es nicht gibt. Das lässt sich ja an dem schon vor Monaten (und vor der DSB-Wahl) angeschobenen, auf Leistung abgestellten Mädchenprojekt sehen. Gezielte Initiativen sind leicht machbar.
Für das Frauenteam in zehn Jahren oder so ist der Weg eigentlich längst bereitet. Alles steht und fällt damit, die besten, ambitioniertesten Talente frühzeitig zu finden, zu fordern und zu fördern. Genau das passiert gerade. Ob uns dadurch ein Ausnahmetalent in den Schoß fällt oder ob vielleicht eine Mannschaft entsteht, in der alle stabil mindestens über 2300 liegen, das ist Glück. Aber die richtigen Hebel sind längst gesehen und die Bedingungen geschaffen.
Irgendein Durchgreifen irgendeines Präsidenten zu fordern, solche eingängigen Parolen finden Cmiels Senioren sicher super, sie gehen aber an der Sache vorbei.
Nebenbei fehlt die wichtigste Nachfrage in diesem Kontext. Da waren ja mal zwei gesponserte Schachjahre der potenziell herausragenden Nationalspielerin verkündet, in Verbindung mit großen Zielen. Die zwei Jahre sind am 1.10.2026 abgelaufen. Bleibt es wirklich wieder an den Perlen hängen zu fragen, wie die Bilanz nach diesen zwei Jahren und der Stand ist? Im Frauenkontext ist das gerade die wichtigste Geschichte, und wie so oft sieht und schreibt sie niemand.



