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Thomas Thomsen (1934-2026)

Dr. Thomas Thomsen gestorben

Emanuel Lasker Gesellschaft, April 2026 / Chess History & Literature Society, 3. April 2026, Michael Negele

Dr. Thomas Thomsen, geboren am 23. Juli 1934, ist am 2. April 2026 im Alter von 91 Jahren unerwartet gestorben. Die Schachwelt verliert mit ihm eine ihrer markantesten Sammlerpersönlichkeiten und einen unermüdlichen Förderer der Schachkultur.

Thomsen war Gründungs- und Ehrenmitglied der Emanuel Lasker Gesellschaft und über Jahrzehnte eine treibende Kraft der Chess Collectors International. Seiner Leidenschaft für historische Schachutensilien galt sein besonderes Engagement: Seine Sammlung von Brettern und Figuren galt in Fachkreisen als legendär. Das Magazin KARL porträtierte ihn 2003 ausführlich. Im Herbst 2025 ehrte ihn die ELG mit dem Lasker-Preis – eine Auszeichnung, die seiner langjährigen Verdienste würdig war.

Noch am 14. März 2026 sprach Michael Negele von der CH&LS mit Thomsen; er klang zuversichtlich, eine Erkrankung nach einer Gallenoperation zu überstehen, und dachte bereits an die CCI-Tagung in Lissabon. Auf der letzten CCI-Sitzung hatte er sich aktiv in die Planungen für das Jubiläumsjahr eingebracht. Die Berliner ELG-Feier Ende April wollte er noch besuchen.

Die ELG und die CH&LS haben mit ihm einen Freund und Förderer verloren, dessen Wissen über die materielle Schachgeschichte nicht zu ersetzen ist.

Schachsammler und Kulturmäzen Thomas Thomsen gestorben

Quelle: karlonline.org – „Nachruf auf Dr. Thomas Thomsen", veröffentlicht am 2. April 2026

Dr. Thomas Thomsen, Aufbauer der bedeutendsten Schachspielsammlung der Welt, ist am 2. April 2026 im Alter von 91 Jahren gestorben. Das berichtet karlonline.org. Der promovierte Maschinenbau-Ingenieur war in Spanien aufgewachsen und hatte als Manager bei Brown und Gillette in den USA, England und Berlin gearbeitet. Auf einem Londoner Flohmarkt entdeckte er ein kunstvoll gearbeitetes Schachset, das eine lebenslange Leidenschaft auslöste.

Nach seiner Pensionierung engagierte sich Thomsen intensiv für das schachliche Kunsthandwerk und seine Geschichte. Als Mitgründer der Chess Collectors International (CCI) trieb er die Erschließung schachlicher Schätze aus Museumsarchiven voran und organisierte Ausstellungen mit begleitenden Katalogen. Gemeinsam mit seinem Freund Edzard Reuter, dem ehemaligen CEO der Daimler-Benz AG, hatte er ein Schachmuseum in Berlin weit vorangebracht, bevor das Projekt scheiterte.

Verdienste und Ehrungen

1991 gründete Thomsen die Initiativgruppe Königstein, die führende Schachhistoriker zur Erforschung der Frühgeschichte des Spiels zusammenbrachte. Der Weltschachverband FIDE verlieh ihm 2022 den Ehrenpreis „Freund der FIDE". Thomsen war zudem Mitgründer der Emanuel Lasker Gesellschaft und deren Ehrenmitglied.

Bis kurz vor seinem Tod blieb er aktiv. Noch Ende Oktober hatte er das jährliche CCI-Treffen in Nürnberg organisiert, und wenige Tage vor seinem Tod führte er Gespräche über eine Ausstellung in Lissabon. Die Trauerfeier fand am 8. Mai in der Villa Abs in seinem Wohnort Königstein statt, zu der zahlreiche CCI-Mitglieder und Schachhistoriker erschienen.

Automatisch KI-generierter Beitrag