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The Life and Games of Vasily Smyslov

Ein Maßstab für Schachbiografien

Quelle: Chessreads – Rezension von Stjepan Tomić zu „The Life and Games of Vasily Smyslov, Volume 1: The Early Years 1921–1948“ von Andrey Terekhov, 3. Januar 2026

Die Rezension würdigt den ersten Band von Vasily Smyslov als außergewöhnliche Verbindung aus Biografie und kommentierter Partiensammlung. Smyslov erscheint als stiller, sachlicher Spieler ohne Pose, dessen Stärke im konsequent besten Zug lag. Genau dieses Bild arbeitet Andrey Terekhov laut Rezensent mit großer Sorgfalt heraus.

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The Life and Games of Vasily Smyslov deckt Smyslovs frühe Jahre von 1921 bis 1948 ab, enthält 49 vollständig kommentierte Partien sowie zahlreiche analysierte Schlüsselstellungen. Besonders hervorgehoben werden die Tiefe der historischen Recherche, der breite Einsatz von Quellen – Briefe, Zeitungszitate, Anmerkungen von Zeitgenossen – und die Einbettung von Smyslovs Laufbahn in den Kontext des sowjetischen Schachs der 1930er- und 1940er-Jahre.

Eigenständige Kapitel über Smyslovs Privatleben, vor allem über seine Frau Nadezhda Andreevna, sowie zwei Anhänge runden das Werk ab: einer zur Smyslov-Variante im Grünfeld und ein Endspielteil von Karsten Müller, der Smyslovs frühe Endspielstärke belegt.

Das Fazit der Rezension ist eindeutig: Dieses Buch gehört zur Spitzenklasse der Schachliteratur, vergleichbar nur mit den besten historischen Spiel- und Lebensdarstellungen. Der angekündigte zweite Band wird ausdrücklich erwartet – sein Erscheinen ist jedoch offen.

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