Teresa von Ávila, Schutzpatronin des Schachs
Zitat von Conrad Schormann am 3. Januar 2026, 10:51 UhrWorld Chess verschafft dem Schach eine offizielle Schutzpatronin
Ein börsennotiertes Unternehmen holt die katholische Kirche ins Spiel – und sorgt für IrritationenQuelle: World Chess – „Chess Now Has a Patron Saint. A Company Made It Happen. Is That… Allowed?“, 20. Dezember 2025
World Chess hat erreicht, was es bisher nicht gab: eine offizielle Schutzpatronin für das Schach. In Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche wurde Teresa von Ávila erneut als Patronin anerkannt – gestützt auf eine fast vergessene Entscheidung des Bischofs von Madrid aus dem Jahr 1944. Eine Ikone wurde beauftragt, kirchlich genehmigt und öffentlich vorgestellt.
Initiator war World-Chess-CEO Ilya Merenzon. Teresa von Ávila hatte in ihren Schriften selbst über Schach geschrieben und das Spiel als Bild für den geistigen Weg genutzt. Genau diesen historischen Bezug griff das Unternehmen auf und brachte ihn zur formalen Anerkennung zurück.
Der Schritt ist ungewöhnlich, weil nicht Kirche oder Verband handelten, sondern ein kommerzielles Unternehmen. Schach gilt als globales, religionsunabhängiges Kulturgut. Viele Spielerinnen und Spieler sind nicht katholisch. Für sie wirkt die neue Schutzpatronin fremd oder übergriffig. Merenzon betont, niemand müsse sie verehren. Es gehe um ein zusätzliches kulturelles Angebot, nicht um Ausschluss.
Brisant ist der Bruch mit der bisherigen Symbolik. Über Jahrzehnte nutzte die FIDE die mythologische Figur Caissa als neutrale Schutzgestalt. Nun steht ihr eine reale, konfessionell gebundene Person gegenüber. Die FIDE reagierte zurückhaltend und ohne klare Position.
World Chess sieht den Schritt als Mischung aus Kulturprojekt und Markenarbeit. Die Ikone soll verbreitet werden, taucht auf Merch auf und wird bereits von Verbänden nachgefragt. Kritiker sprechen von Grenzverwischung zwischen Glaube, Geschäft und Weltsport. Fest steht: Schach kam 1.500 Jahre ohne Heilige aus. Jetzt hat es eine – ob gewollt oder nicht.
World Chess verschafft dem Schach eine offizielle Schutzpatronin
Ein börsennotiertes Unternehmen holt die katholische Kirche ins Spiel – und sorgt für Irritationen
Quelle: World Chess – „Chess Now Has a Patron Saint. A Company Made It Happen. Is That… Allowed?“, 20. Dezember 2025
World Chess hat erreicht, was es bisher nicht gab: eine offizielle Schutzpatronin für das Schach. In Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche wurde Teresa von Ávila erneut als Patronin anerkannt – gestützt auf eine fast vergessene Entscheidung des Bischofs von Madrid aus dem Jahr 1944. Eine Ikone wurde beauftragt, kirchlich genehmigt und öffentlich vorgestellt.
Initiator war World-Chess-CEO Ilya Merenzon. Teresa von Ávila hatte in ihren Schriften selbst über Schach geschrieben und das Spiel als Bild für den geistigen Weg genutzt. Genau diesen historischen Bezug griff das Unternehmen auf und brachte ihn zur formalen Anerkennung zurück.
Der Schritt ist ungewöhnlich, weil nicht Kirche oder Verband handelten, sondern ein kommerzielles Unternehmen. Schach gilt als globales, religionsunabhängiges Kulturgut. Viele Spielerinnen und Spieler sind nicht katholisch. Für sie wirkt die neue Schutzpatronin fremd oder übergriffig. Merenzon betont, niemand müsse sie verehren. Es gehe um ein zusätzliches kulturelles Angebot, nicht um Ausschluss.
Brisant ist der Bruch mit der bisherigen Symbolik. Über Jahrzehnte nutzte die FIDE die mythologische Figur Caissa als neutrale Schutzgestalt. Nun steht ihr eine reale, konfessionell gebundene Person gegenüber. Die FIDE reagierte zurückhaltend und ohne klare Position.
World Chess sieht den Schritt als Mischung aus Kulturprojekt und Markenarbeit. Die Ikone soll verbreitet werden, taucht auf Merch auf und wird bereits von Verbänden nachgefragt. Kritiker sprechen von Grenzverwischung zwischen Glaube, Geschäft und Weltsport. Fest steht: Schach kam 1.500 Jahre ohne Heilige aus. Jetzt hat es eine – ob gewollt oder nicht.