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SV Werder Bremen

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Nicht das Programm trägt die Freundschaft, sondern der Wattwurm in Kinderhand

Quelle: SV Werder Bremen – „Der Besuch von Bayern - oder die Rätsel vom Watt und den Wattwürmern", 15. September 2026, Dr. Oliver Höpfner

Über den Erfolg eines Vereinsbesuchs entscheidet nicht der abgespulte Terminplan, sondern die Zahl der persönlichen Begegnungen. Der Besuch der Schachabteilung des FC Bayern München in Bremen vom 6. bis 10. August 2026 war deshalb ein voller Erfolg. Das kommentiert Oliver Höpfner.

Als Gegenstück zum Ausflug nach Garmisch-Partenkirchen im Vorjahr sollte etwas typisch Norddeutsches her: eine Wattwanderung an der Wurster Nordseeküste bei Wremen. Einigen Gästen sei erst dort klar geworden, dass das Watt der Meeresboden der Nordsee ist – was auch Ängste auslöste. Der gebuchte Wattführer „Wattenpeter" habe die Sorgen vor dem Wattwurm schnell ausgeräumt und ihn als harmlosen, für das Ökosystem wichtigen Bewohner erklärt. Höhepunkt war ein gefundener Wurm, den die Kinder anfassen durften.

Getragen habe das Programm vor allem das private Engagement: ein Spielabend mit Pizza in den Clubräumen, der Besuch im Bremer Geschichtenhaus, ein Gartennachmittag mit Grillen bei Familie Weidenhöfer. Ohne Eltern, Trainer und Helfer wäre das alles nicht möglich gewesen.

Turnier bewusst geöffnet

Das abschließende Schnellschachturnier fand nicht in den Clubräumen statt, sondern in der Gutsscheune von Gut Varrel – auch, um Spielern anderer Vereine Partien gegen die Münchner zu ermöglichen. 78 Teilnehmer kamen, gewonnen hat der Werder-Neuzugang Nazar Tarasenko. Inzwischen seien Freundschaften entstanden, die weit über das Schachliche hinausgehen. Der Gegenbesuch in München ist für Anfang Juli 2027 fest geplant.

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Mehr Preisgeld, gleiches Startgeld: Werder rüstet das Silvester Open auf

Quelle: Landesschachbund Bremen – „8. Bremer Silvester Open", 21. September 2026, Jens Kardoeus

Der SV Werder Bremen hat den Preisfonds für das 8. Bremer Silvester Open auf 3.525 Euro angehoben, ohne die Startgelder zu erhöhen. Das Turnier beginnt am 27. Dezember und umfasst sieben Runden an vier Tagen zwischen Weihnachten und Silvester. Gespielt wird ein A- und ein B-Open, beide werden nach ELO und DWZ gewertet.

Spielort ist erneut das ATLANTIC Hotel Galopprennbahn im Bremer Stadtteil Vahr, das Teilnehmerinnen und Teilnehmern Sonderkonditionen für Übernachtungen einräumt. Einzelheiten zur Anmeldung stehen auf der Turnierseite des Veranstalters.

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Knappe Niederlage trotz starker Vorlagen: Werder III lässt Chancen liegen

Quelle: Vegane Schachkatzen – „Werderdrei: Auf nach Hannover", 28. September 2026, Olaf Steffens

Ein 3:5 gegen Hannovers Lister Türme verhindert für Werder III den ersten Mannschaftspunkt der Oberliga-Saison, obwohl in fast jeder Partie zeitweise klare Vorteile standen. Das kommentiert Olaf Steffens. Kurz vor dem Spiel musste die Aufstellung neu geordnet werden, weil Daniel Chitsatzian erkrankte; Henry Engelhaupt wurde eigens aus Bremen herangefahren und bestritt sein Oberliga-Debüt gegen den deutschen U16-Vizemeister Tim Sauer.

Vorteile ohne Ertrag

Mehrere Partien liefen zunächst vielversprechend, endeten aber glücklos für Werder. Nikita Nechitaylo erspielte gegen Stefan Walter einen soliden Mehrbauern, verlor die Kontrolle jedoch in der sechsten Stunde und musste sich mit Remis begnügen. Auch Gennadiy und Edward Bundan hatten aussichtsreiche Stellungen, entschieden sich angesichts gegnerischer Gegenchancen aber jeweils für ein sicheres Unentschieden. Henry stand kurz vor einem Remis, ehe ein vermeintlich klärender Turmtausch sich als Falle erwies und Hannover den Punkt sicherte.

Entscheidung an der Spitze

Den Ausschlag gaben die Niederlagen von Peter Lichman gegen den gut vorbereiteten IM Dennes Abel sowie von Max, der gegen den niedersächsischen Meister Felix Hampel trotz zwischenzeitlichem Bauernvorteil in Zeitnot geriet und verlor. Der eigene Sieg gegen Christian Polster reichte damit nicht mehr für einen Mannschaftspunkt. Trotz der Niederlage überwiegt der Eindruck, den favorisierten Bundesliga-Absteiger ernsthaft gefordert zu haben.

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„Schachspieler sind keine Nerds“ – zwei Teenager aus Delmenhorst kämpfen gegen ein Klischee

Quelle: Deutscher Schachbund – „Liz und Luc: Junges Ehrenamt und Botschafter des Schachsports.", 15. Oktober 2026

Luc Eitel ist überzeugt: Das Bild vom introvertierten Stubenhocker am Schachbrett stimmt nicht. Gemeinsam mit seiner Schwester Liz Eitel will der 18-Jährige zeigen, dass Schach modern und jung sein kann. Das schreibt der Deutsche Schachbund. Auf Youtube und TikTok geben die beiden Geschwister vom SV Werder Bremen Einblicke in Partien und Alltag, jede Woche entstehen neue Beiträge. Beim Schachgipfel moderierten sie Interviews, unter anderem mit DSB-Präsident Paul Meyer-Dunker, und scheuen dabei auch kritische Themen nicht.

Engagement über das Brett hinaus

Luc arbeitet ehrenamtlich im Vorstand von Werder Bremen in der Öffentlichkeitsarbeit, schreibt Artikel und fotografiert. Liz organisiert am Willms-Gymnasium in Delmenhorst eine Schach-AG, zuvor hat sie bereits eine weitere ins Leben gerufen. „Ich will mithelfen, dass mehr Mädchen zum Schach finden“, sagt sie. Damit stehen die beiden gegen einen Trend: Laut Sportentwicklungsbericht engagieren sich immer weniger Jugendliche ehrenamtlich in Vereinen, viele Clubs beklagen einen bedrohlichen Mangel an Nachwuchs.

Partner statt Konkurrenten

Sportlich sind beide ambitioniert: Liz holte in diesem Jahr drei Landesmeistertitel und bezwang bei der U18-Landesmeisterschaft sogar ihren Bruder. Rivalität empfindet sie dabei nicht. „Wir sind keine Gegner am Brett, sondern Partner“, sagt sie. Luc sieht in den kommenden Turnieren, etwa dem Herbstopen in Deizisau Ende Oktober, seine letzte Chance, mit 18 Jahren noch in die Jugend-Elite aufzusteigen.

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