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SV 23 Böckingen

Böckinger Schachspieler berichtet vom Kandidatenturnier auf Zypern

Quelle: SV 23 Böckingen – „Unser Spion auf Zypern", veröffentlicht am 9. April 2026

Vor Ort beim Kandidatenturnier für die Schachweltmeisterschaft im zyprischen Pegeia: Ein Mitglied des Schachvereins SV 23 Böckingen hat das Turnier als Zuschauer besucht und seine Eindrücke festgehalten. Das berichtet SV 23 Böckingen. Autor des Beitrags ist Jürgen Kleinert, der über Spielatmosphäre, Organisation und prominente Begegnungen am Rande des Turniers schreibt.

Das Turnier findet in einem Luxushotel an der Westküste Zyperns statt, das als Treffpunkt einer wohlhabenden Klientel gilt. Der Spielsaal ist ein fensterloser Schlauchraum mit 24 Sitzplätzen, die ausschließlich VIP-Ticketkäufern vorbehalten sind. Stehplatzkarten für das übrige Publikum kosten demnach so viel wie ein Bundesliga-Sitzplatzticket. Wer den Saal vorzeitig verlässt, muss bis zu zwei Stunden auf Wiedereinlass warten. Kopfhörer mit Livekommentaren gibt es nicht, Mobiltelefone müssen abgegeben werden.

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Russischer Einfluss und politische Spannung

Kleinert beschreibt den Organisationsstab als fest in russischer Hand. Besucheransagen vor dem Spielsaal erfolgten ausschließlich auf Englisch und Russisch, nicht auf Griechisch. Besonderes Augenmerk legt er auf den Zweikampf zwischen der ukrainischen Spielerin Anna Musytschuk und Kateryna Lagno, die 2014 zur russischen Nationalmannschaft wechselte. Nach einer Partie, die Musytschuk gewann, verweigerte Lagno den üblichen Händedruck. Sanktionen seitens der FIDE blieben aus.

Als auffälligste Persönlichkeit unter den Spielern beschreibt Kleinert den 20-jährigen Usbeken Sindarov, den er als wahrscheinlichen künftigen Herausforderer von Weltmeister Gukesh einschätzt. Sindarov absolviere die meisten Laufeinheiten aller Teilnehmer und nehme sich nach Partien ausgiebig Zeit für Autogramme und Fotos mit Fans. Der deutsche Spieler Matthias Blübaum falle durch eine trockene, selbstironische Art in Pressekonferenzen auf. Am Rande des Turniers gaben unter anderem Gelfand und Anand öffentlich zugängliche Simultanveranstaltungen.

Automatisch KI-generierter Beitrag

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