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Shohreh Bayat

Affront gegen den Ajatollah – und nebenbei ein WM-Match

Vorläufige Endstation London

Schach-Schiedsrichterin Shohreh Bayat will in Großbritannien bleiben

Nicht einzuschüchtern: ein Preis von der First Lady für Shohreh Bayat

Weltschach-Chef stellt Schiedsrichterin ins Abseits

Im Gespräch bei Chessbase:

https://en.chessbase.com/post/interview-with-ia-wfm-shohreh-bayat

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Zusammenfassung (AI):

Shohreh Bayat ist sehr glücklich, im Vereinigten Königreich zu leben. Besonders schätzt sie die "bemerkenswerte Vielfalt", die es Menschen ermöglicht, ihre Identitäten frei auszudrücken, sei es in Bezug auf Religion, Geschlecht, Neurodiversität oder politische Ansichten. Sie beschreibt das Vereinigte Königreich als einen Ort, an dem "Menschen aus allen Hintergründen harmonisch zusammenleben" und sie diese "reiche Vielfalt an Kulturen und Perspektiven" besonders liebt.

Als internationale Schiedsrichterin arbeitet Bayat nicht in Vollzeit, sondern auch für "Chess in Schools and Communities", um Schach unter Grundschulkindern zu fördern. In ihrer Rolle als Schiedsrichterin leitet sie verschiedene Turniere auf allen Ebenen und betont die Bedeutung von kontinuierlichem Lernen: "Ich muss alles auswendig kennen und die Regel hinter jedem Artikel verstehen."

Ein besonders bedeutendes Erlebnis war für Bayat die Teilnahme am Turnier "Chess to Change", das von GM Pontus Carlson organisiert wird. Dieses Turnier hat eine transformative Wirkung auf das Leben der Menschen, da die Teilnahmegebühren von Geschäftsleuten zur Unterstützung bedürftiger afrikanischer Kinder verwendet werden. Sie beschreibt es als "unglaublich berührend zu sehen, wie dieses Turnier sofort positive Veränderungen im Leben dieser Menschen bewirkt."

Bayat begann im Alter von neun Jahren mit dem Schachspiel und entwickelte früh ein Interesse an der Rolle der Schiedsrichterin. Sie erwarb ihre Schiedsrichterlizenz mit 18 Jahren und kombinierte dies mit ihrem Studium und ihrer Teilnahme an Schachturnieren. Während ihrer Universitätsjahre erkannte sie die Bedeutung der englischen Sprache für ihre Forschung und ihre internationale Karriere als Schiedsrichterin: "Das Erlangen eines IELTS-Zertifikats eröffnete mir Türen, um Verbindungen zu internationalen Kollegen herzustellen."

Der Vorfall bei der Frauen-Schachweltmeisterschaft 2020 in Shanghai, bei dem sie fälschlicherweise beschuldigt wurde, den Hijab falsch getragen zu haben, hatte erhebliche Auswirkungen auf ihr Leben. Nach diesem Vorfall musste sie nach Großbritannien auswandern und Asyl beantragen, was zu einem Jahr ohne Reisemöglichkeit führte. Sie beschreibt diese Phase als eine Zeit des Übergangs, in der sie sich an die "kulturellen Unterschiede in den Schiedsrichteransätzen" anpassen musste.

Bayat erhielt 2021 den International Women of Courage Award, den sie als Symbol für die Tapferkeit und Entschlossenheit der iranischen Frauen betrachtet: "Dieses Preis symbolisierte ihre unerschütterliche Tapferkeit und Entschlossenheit angesichts der Widrigkeiten."

In ihrer Karriere als Schachspielerin und Schiedsrichterin hat Bayat viele Erfolge erzielt, darunter den Gewinn der iranischen U12-Schachmeisterschaft und die Vertretung sowohl des iranischen als auch des englischen Nationalteams. Sie wurde als "beste europäische Schiedsrichterin" von der FIDE ausgezeichnet und hat zahlreiche hochkarätige internationale Turniere geleitet.

Bayat sieht die Schachwelt in einem raschen Entwicklungsprozess, insbesondere durch die zunehmende Zugänglichkeit von Online-Schachplattformen während der COVID-19-Pandemie. Sie befürwortet die Integration von Schach in Schulcurricula weltweit: "Mein Wunsch ist es, dass mehr Länder Schach als Pflichtfach in Schulen einführen, um die Bildungsangebote für Kinder weltweit zu bereichern."