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Schachclub in Kherson ausgebombt
Zitat von Conrad Schormann am 25. Juli 2026, 19:34 UhrSchachjugendschule in Cherson durch Angriff zerstört
Quelle: Sport.ua – „ФОТО. Оккупанты разрушили шахматно-шашечный клуб в Херсоне", veröffentlicht am 25. Juli 2026
In der Nacht zum 25. Juli 2026 hat ein russischer Luftangriff auf die ukrainische Stadt Cherson das Gebäude einer Kinder- und Jugend-Sportschule für Schach und Dame vollständig zerstört. Das berichtet Sport.ua. Auf Twitter zeigte sich Peter Heine Nielsen betroffen. Seine Frau Viktoria hat den Club unterstützt.
https://twitter.com/PHChess/status/2081016079820689531
https://twitter.com/PHChess/status/2081016115954667993
Durch den Einschlag brach ein Feuer aus, das das gesamte Gebäude vernichtete. In den Räumen hatten über viele Jahre Trainingseinheiten und Wettkämpfe stattgefunden. Die Einrichtung hatte mehrere Generationen von Schach- und Damespielern ausgebildet.
Weitere Schäden an ziviler Infrastruktur
Der Angriff reiht sich in eine Serie von Beschüssen ein, die wiederholt zivile Infrastruktur in Cherson treffen. Durch die Zerstörung der Sportschule verlieren Kinder und Jugendliche einen weiteren Ort für Ausbildung und sportliche Entwicklung.
https://twitter.com/JanHBuettner/status/2081067218947756115
Schachjugendschule in Cherson durch Angriff zerstört
Quelle: Sport.ua – „ФОТО. Оккупанты разрушили шахматно-шашечный клуб в Херсоне", veröffentlicht am 25. Juli 2026
In der Nacht zum 25. Juli 2026 hat ein russischer Luftangriff auf die ukrainische Stadt Cherson das Gebäude einer Kinder- und Jugend-Sportschule für Schach und Dame vollständig zerstört. Das berichtet Sport.ua. Auf Twitter zeigte sich Peter Heine Nielsen betroffen. Seine Frau Viktoria hat den Club unterstützt.
This is from the visit in 2021, playing a simul in the club.
2/4 pic.twitter.com/BuLIPmc3Ss
— Peter Heine Nielsen (@PHChess) July 25, 2026
The tables are extra solid, and have the chess board directly on the surface.
But as Russian 🇷🇺 attacks intensified, childrens activities had to be moved further away from the front.
And Yesterday the club was severely hit.4/4 pic.twitter.com/OkWaTlPmxi
— Peter Heine Nielsen (@PHChess) July 25, 2026
Durch den Einschlag brach ein Feuer aus, das das gesamte Gebäude vernichtete. In den Räumen hatten über viele Jahre Trainingseinheiten und Wettkämpfe stattgefunden. Die Einrichtung hatte mehrere Generationen von Schach- und Damespielern ausgebildet.
Weitere Schäden an ziviler Infrastruktur
Der Angriff reiht sich in eine Serie von Beschüssen ein, die wiederholt zivile Infrastruktur in Cherson treffen. Durch die Zerstörung der Sportschule verlieren Kinder und Jugendliche einen weiteren Ort für Ausbildung und sportliche Entwicklung.
Statement on the Attack on the Kherson Chess Club
I am deeply saddened by the news that the chess club in Kherson was struck in yesterday's attack.
Chess clubs are places where children and adults come together in peace—to learn, to think, to compete with respect, and to build…
— Jan Henric Buettner (@JanHBuettner) July 25, 2026
Zitat von Conrad Schormann am 30. Juli 2026, 18:30 UhrRussischer Angriff zerstört historische Schachschule in Cherson und ihre 5.000-Bücher-Bibliothek
Quelle: Chess.com, 30. Juli 2026, Tarjei Svensen
Ein russischer Artillerieangriff hat das 121 Jahre alte Gebäude der Kinder- und Jugendsportschule für Schach und Dame in Cherson in der Nacht auf Samstag, den 25. Juli, in Brand gesetzt und zerstört. Das berichtet Chess.com. Zurück blieben nur die verkohlten Außenmauern – und mit ihnen eine über Generationen aufgebaute Bibliothek von mehr als 5.000 Schachbüchern. Der Angriff war Teil eines breiteren Bombardements von Wohngebieten, bei dem ein 47-jähriger Mann getötet und sieben weitere Menschen verletzt wurden.
Ein Ort mit Geschichte
Vereinspräsident Vitaly Bogdanov, der die Regionalföderation seit 2005 leitet, sprach von einer "schwarzen Nacht" für den Chersoner Sport. Vor der russischen Vollinvasion 2022 organisierte der Verein jährlich rund 100 Turniere und brachte namhafte Spieler hervor, darunter Großmeisterin Natalia Zhukova. Seit Kriegsbeginn seien viele Schüler und Trainer abgewandert, Turniere fänden nur noch selten und im Untergrund statt. Bemerkenswert: Eine alte Eiche im Innenhof des Gebäudes überstand den Brand.
Empörung in der Schachwelt
Ex-Weltmeister Garry Kasparov und FIDE-Präsidentschaftskandidat Jan Henric Buettner verurteilten den Angriff öffentlich als Anschlag auf einen Ort des Lernens und der Gemeinschaft.
Russischer Angriff zerstört historische Schachschule in Cherson und ihre 5.000-Bücher-Bibliothek
Quelle: Chess.com, 30. Juli 2026, Tarjei Svensen
Ein russischer Artillerieangriff hat das 121 Jahre alte Gebäude der Kinder- und Jugendsportschule für Schach und Dame in Cherson in der Nacht auf Samstag, den 25. Juli, in Brand gesetzt und zerstört. Das berichtet Chess.com. Zurück blieben nur die verkohlten Außenmauern – und mit ihnen eine über Generationen aufgebaute Bibliothek von mehr als 5.000 Schachbüchern. Der Angriff war Teil eines breiteren Bombardements von Wohngebieten, bei dem ein 47-jähriger Mann getötet und sieben weitere Menschen verletzt wurden.
Ein Ort mit Geschichte
Vereinspräsident Vitaly Bogdanov, der die Regionalföderation seit 2005 leitet, sprach von einer "schwarzen Nacht" für den Chersoner Sport. Vor der russischen Vollinvasion 2022 organisierte der Verein jährlich rund 100 Turniere und brachte namhafte Spieler hervor, darunter Großmeisterin Natalia Zhukova. Seit Kriegsbeginn seien viele Schüler und Trainer abgewandert, Turniere fänden nur noch selten und im Untergrund statt. Bemerkenswert: Eine alte Eiche im Innenhof des Gebäudes überstand den Brand.
Empörung in der Schachwelt
Ex-Weltmeister Garry Kasparov und FIDE-Präsidentschaftskandidat Jan Henric Buettner verurteilten den Angriff öffentlich als Anschlag auf einen Ort des Lernens und der Gemeinschaft.
Zitat von Conrad Schormann am 2. August 2026, 11:16 UhrEine Schachschule in Trümmern – und die Frage, ob es Zufall war
Quelle: Anatol Vitouch, „Schacheck", Der Standard, 2. August 2026 (Abo)
Russlands Einfluss auf das Weltschach schwindet, und wenig später bombardiert Russland eine Schachschule in der Ukraine. So sieht es Anatol Vitouch. In der Nacht auf den 25. Juli griffen russische Streitkräfte Wohngebiete der Hafenstadt Cherson an und zerstörten ein 121 Jahre altes Gebäude, in dem die Chersoner Kinder- und Jugendsportschule für Schach und Dame untergebracht war, samt einer Schachbibliothek von über 5.000 Bänden. Vitaly Bogdanov, Präsident des Schachverbandes von Cherson, beschrieb gegenüber der Plattform chess.com eine „schwarze Nacht für den Sport in Cherson und für unsere Geschichte": Übrig geblieben seien nur verkohlte Mauern eines Hauses, in dem Generationen talentierter Kinder aufwuchsen. Der Feind habe nicht nur Mauern niedergebrannt, sondern versucht, Wissen und Kultur zu zerstören.
Ein Zentrum ukrainischen Schachs
Natalia Schukowa teilte Bilder der zerstörten Schule auf Facebook mit den Worten: „Das ist mein Schachhaus in Cherson, wo ich aufgewachsen bin." Vor dem Krieg fanden in der Stadt laut Bogdanov jährlich rund hundert Schachturniere statt. Seit der Befreiung Chersons im November 2022 setzt Russland seine Angriffe auf Wohnviertel und zivile Infrastruktur der Stadt fort; viele Talente und ihre Trainer sind seither ins Ausland oder in sicherere Landesteile abgewandert. Turniere finden in Cherson nur noch in Bunkern statt.
Ein Land verliert seinen Einfluss auf den eigenen Sport
Russland, jahrzehntelang die führende Schachnation der Welt, stellt aktuell keinen einzigen Spieler unter den Top 20 der Weltrangliste. Zahlreiche Großmeister haben das Land seit 2022 verlassen und spielen inzwischen für andere Föderationen, etwa Kirill Alexejenko für Österreich. FIDE-Präsident Arkadi Dworkowitsch, der einzige verbliebene russische Präsident eines internationalen Sportverbands, musste sein Amt kürzlich ruhend stellen, nachdem ihn die EU mit persönlichen Sanktionen belegt hatte.
Die Verbindung zwischen Sanktion und Zerstörung
Der Sanktionsgrund führt zurück in die besetzten Gebiete der Ukraine: Russland hat dort seit 2022 den organisierten Schachbetrieb übernommen und setzt ihn nach Darstellung der EU-Kommission zur Indoktrination ukrainischer Kinder ein. Dworkowitsch habe als Mitglied des Kuratoriums des russischen Schachverbandes – dessen Vorsitz Dmitri Peskow innehat – die Ausrichtung von Turnieren in den völkerrechtswidrig besetzten Gebieten jahrelang stillschweigend geduldet, wofür er nun sanktioniert wurde. Dass Russland nur eine Woche nach dieser Sanktionierung die historische Schachschule von Cherson zerstörte, lässt sich als praktische Umsetzung eines Kriegsmottos lesen: Was man nicht rauben könne, werde zerstört. Russland führe damit nicht nur Krieg gegen die Ukraine, sondern auch gegen den Schachsport selbst – weil es ihn nicht mehr kontrollieren könne.
Eine Schachschule in Trümmern – und die Frage, ob es Zufall war
Quelle: Anatol Vitouch, „Schacheck", Der Standard, 2. August 2026 (Abo)
Russlands Einfluss auf das Weltschach schwindet, und wenig später bombardiert Russland eine Schachschule in der Ukraine. So sieht es Anatol Vitouch. In der Nacht auf den 25. Juli griffen russische Streitkräfte Wohngebiete der Hafenstadt Cherson an und zerstörten ein 121 Jahre altes Gebäude, in dem die Chersoner Kinder- und Jugendsportschule für Schach und Dame untergebracht war, samt einer Schachbibliothek von über 5.000 Bänden. Vitaly Bogdanov, Präsident des Schachverbandes von Cherson, beschrieb gegenüber der Plattform chess.com eine „schwarze Nacht für den Sport in Cherson und für unsere Geschichte": Übrig geblieben seien nur verkohlte Mauern eines Hauses, in dem Generationen talentierter Kinder aufwuchsen. Der Feind habe nicht nur Mauern niedergebrannt, sondern versucht, Wissen und Kultur zu zerstören.
Ein Zentrum ukrainischen Schachs
Natalia Schukowa teilte Bilder der zerstörten Schule auf Facebook mit den Worten: „Das ist mein Schachhaus in Cherson, wo ich aufgewachsen bin." Vor dem Krieg fanden in der Stadt laut Bogdanov jährlich rund hundert Schachturniere statt. Seit der Befreiung Chersons im November 2022 setzt Russland seine Angriffe auf Wohnviertel und zivile Infrastruktur der Stadt fort; viele Talente und ihre Trainer sind seither ins Ausland oder in sicherere Landesteile abgewandert. Turniere finden in Cherson nur noch in Bunkern statt.
Ein Land verliert seinen Einfluss auf den eigenen Sport
Russland, jahrzehntelang die führende Schachnation der Welt, stellt aktuell keinen einzigen Spieler unter den Top 20 der Weltrangliste. Zahlreiche Großmeister haben das Land seit 2022 verlassen und spielen inzwischen für andere Föderationen, etwa Kirill Alexejenko für Österreich. FIDE-Präsident Arkadi Dworkowitsch, der einzige verbliebene russische Präsident eines internationalen Sportverbands, musste sein Amt kürzlich ruhend stellen, nachdem ihn die EU mit persönlichen Sanktionen belegt hatte.
Die Verbindung zwischen Sanktion und Zerstörung
Der Sanktionsgrund führt zurück in die besetzten Gebiete der Ukraine: Russland hat dort seit 2022 den organisierten Schachbetrieb übernommen und setzt ihn nach Darstellung der EU-Kommission zur Indoktrination ukrainischer Kinder ein. Dworkowitsch habe als Mitglied des Kuratoriums des russischen Schachverbandes – dessen Vorsitz Dmitri Peskow innehat – die Ausrichtung von Turnieren in den völkerrechtswidrig besetzten Gebieten jahrelang stillschweigend geduldet, wofür er nun sanktioniert wurde. Dass Russland nur eine Woche nach dieser Sanktionierung die historische Schachschule von Cherson zerstörte, lässt sich als praktische Umsetzung eines Kriegsmottos lesen: Was man nicht rauben könne, werde zerstört. Russland führe damit nicht nur Krieg gegen die Ukraine, sondern auch gegen den Schachsport selbst – weil es ihn nicht mehr kontrollieren könne.



