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SC Monheim/Baumberg

Yusuf Amini ist Monheimer Stadtmeister
Quelle: Rheinische Post – „Yusuf Amini ist Monheimer Stadtmeister 2025 im Schach“, Tino Hermanns

Der Schachclub Monheim/Baumberg hat seinen neuen Stadtmeister gekürt – und erneut ein Zeichen für erfolgreiche Nachwuchsarbeit gesetzt.

Beim über das Jahr ausgetragenen Stadtmeisterschaftszyklus setzte sich Yusuf Amini durch. Der 15-Jährige gewann den Titel 2025 und steigerte sich damit gegenüber dem Vorjahr, als er noch Zweiter geworden war. Das Finale fand traditionell im Rahmen des Weihnachts-Blitzturniers im Baumberger Bürgerhaus statt, bei dem mit zehn Minuten Bedenkzeit pro Partie gespielt wird.

Hinter Amini belegten Franz Woltering, langjähriges Vereins- und Vorstandsmitglied für Finanzen, sowie Michael Reuter die Plätze zwei und drei.

Der Verein nutzt das Turnier nicht nur als sportlichen Höhepunkt, sondern als Schaufenster seiner Arbeit. Der Schachclub Monheim/Baumberg war zuvor maßgeblich daran beteiligt, dass das Otto-Hahn-Gymnasium als erste „Deutsche Schachschule in Gold“ in Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet wurde. Die Stadtmeisterschaft unterstreicht damit den engen Zusammenhang zwischen Vereinsarbeit, Jugendentwicklung und schulischem Schach in Monheim.

Land NRW fördert Mädchenschach beim Schachclub Monheim-Baumberg mit 20.600 Euro

Quelle: Rheinische Post, 16.07.2026, Petra Czyperek

Der Schachclub Monheim-Baumberg erhält 20.600 Euro vom Land Nordrhein-Westfalen zur gezielten Förderung von Mädchen im Schach. Das berichtet die Rheinische Post. Das Geld stammt aus dem Landesprogramm „Sportplatz Kommune 2.0" und soll nach Angaben des Vorsitzenden Daniel Schalow rund 16 Monate reichen.

Neue Mädchengruppen an acht Grundschulen

Mit den Mitteln werden zum Schuljahr 2026/2027 an allen acht Monheimer Grundschulen zusätzlich zu den bestehenden Schach-AGs eigene Mädchengruppen eingerichtet. Ergänzt wird das Angebot durch die bereits bestehende Mädchengruppe des Vereins, die sich mittwochs im großen Saal der Volkshochschule an der Tempelhofer Straße trifft und ab September von Johanna Kraus geleitet wird. Zusätzlich sind die Mädchenbeauftragten Janet Wetter und Bettina Decher fest installiert. Laut Schalow entfallen allein 16.000 Euro der Fördersumme auf Materialkosten wie Schachuhren und Schachspiele an den acht Grundschulen, der Rest fließt in Fortbildungen und Werbeflyer.

Talent Larissa Kiencke als Vorbild

Als Beispiel für den Erfolg der Nachwuchsarbeit nennt der Verein die 16-jährige Larissa Kiencke, die laut Schalow die beste U16-Spielerin des Clubs ist. Sie begann vor elf Jahren mit dem Schachspiel, nachdem ihr Großvater es ihr beigebracht hatte, und erreichte 2025 den ersten Platz bei den Schulschach-Mannschaftsmeisterschaften im Kreis Mettmann sowie den sechsten Platz im NRW-Finale. Kiencke gehört neben Max Lassak, Alexander Blem und Yusuf Amini zur vereinseigenen Fördergruppe „Schachsterne Monheim", die den talentiertesten Nachwuchsspielern die Teilnahme an nationalen und internationalen Turnieren ermöglichen soll.

Mädchen bislang unterrepräsentiert

Von den 120 Vereinsmitgliedern gehören rund 80 dem Kinder- und Jugendbereich an, 35 Grundschulkinder kommen regelmäßig mittwochs zum Training. Seit einer Umstrukturierung 2017 mit verstärktem Fokus auf Jugendarbeit sind die Mitgliederzahlen deutlich gestiegen, der Mädchenanteil liegt laut Schalow jedoch weiterhin bei unter zehn Prozent. Die Grundschulen gelten dabei als zentraler Ansatzpunkt, da dieses Alter als „richtiges Einstiegsalter" gesehen wird – wie bei den achtjährigen Zwillingsschwestern Clara und Johanna Winkelmann, die vor einem halben Jahr über die Schach-AG ihrer Grundschule zum Spiel fanden und seit drei Monaten auch im Verein trainieren.