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SC Leinzell

SC Leinzell: Wie Jugendliche für Schach begeistert werden sollen

Quelle: Rems-Zeitung – „SC Leinzell: Wie Jugendliche für Schach begeistert werden sollen", 09.08.2026, Franz Graser

Der Schachclub Leinzell zeigt, dass das Traditionsspiel keineswegs verstaubt oder elitär bleibt. Das berichtet die Rems-Zeitung. Rund die Hälfte der etwa 50 Mitglieder nimmt aktiv am Spielbetrieb teil, die Altersspanne reicht vom Erstklässler bis zum 75-jährigen Senior. Auffällig ist die hohe Jugendquote, während in der Altersgruppe der 30- bis 50-Jährigen eine Lücke klafft. Der Einstieg gelingt auch ohne Vorkenntnisse; entscheidend sind Freude am logischen Denken sowie die Bereitschaft, das eigene Spiel durch eine konstante Eröffnung und die Beherrschung des Zentrums zu verbessern.

Drei Mannschaften, vielfältige Angebote

Mit drei Vertretungen ist der Club auf verschiedenen Ebenen präsent: Die erste Mannschaft tritt in der Bezirksliga an, die zweite in der Kreisliga. Für Nachwuchsspieler unter 18 Jahren ohne Wertungszahl steht zusätzlich eine Beginner-Liga bereit. Um Jugendliche langfristig einzubinden, engagiert sich der Verein in der Region mit einer Schul-AG in Täferrot und der Ausrichtung von Schulkreismeisterschaften. Ausflüge, Grillfeste und Übernachtungsturniere ergänzen das Vereinsleben, während moderne Spielformen wie Blitz- oder Tandemschach eine dynamische Komponente in den Alltag bringen.

Mädchenförderung als Ziel

Obwohl Jungen im Nachwuchsbereich derzeit dominieren, betont der Club die Chancengleichheit aller Teilnehmenden. Vorbilder wie die Ungarin Judit Polgar belegen aus Sicht des Vereins das hohe Potenzial von Frauen im Schach. Ziel bleibt es daher, verstärkt Mädchen für das strategische Denken auf den 64 Feldern zu begeistern und entsprechende Talente gezielt zu begleiten.