SC Grunbach
Zitat von Conrad Schormann am 27. Februar 2026, 9:56 UhrKlaus Stöckler hält Schach für leise, schnell und alltagstauglich – und holt es an die Schule
Quelle: Stuttgarter Nachrichten, 26.02.2026, Wolfgang Albers (für Abonnenten)
Klaus Stöckler sieht Schach nicht als verrauchte Vereinsnische, sondern als Spiel, das Jugendliche im Schulalltag packt, weil es Tempo, klare Regeln und einen stillen Fokus erzwingt. Das schreibt Stuttgarter Nachrichten.
Der 64-Jährige übernimmt für ein FIDE-Turnier am Endersbacher Remstal-Gymnasium die Kosten und spielt selbst mit. Er will Jugendlichen den Zugang zu Elo-Zahlen ermöglichen, ohne Startgeld und ohne Hürden. Für Stöckler gehört dazu, viele unterschiedliche Gegner an die Bretter zu bringen – und die Partie so zu organisieren, dass Kinder und Jugendliche unter Turnierbedingungen spielen können.
Schachclub Grunbach als zweites Zuhause
Stöckler fand spät in den Verein. Asthma hielt ihn lange davon ab, weil er die Rauchkultur in Schachklubs fürchtete. Erst als ihm jemand versicherte, Rauchen spiele keine Rolle mehr, trat er vor 13 Jahren dem Schachclub Grunbach bei. Dort ging er gleich zu einem Turnier, verlor nach eigener Darstellung deutlich, blieb aber am Spiel, weil er es „so schön“ fand.
Er arbeitete sich über Bücher und Online-Lektionen vor, erreichte eine Elo-Zahl um 1650 und spielt im Club in der sechsten Mannschaft an Brett zwei. Sein Schwerpunkt liegt jedoch nicht auf der eigenen Laufbahn, sondern auf Nachwuchsarbeit.
Eine AG, die Freitagnachmittag aushält
Seit zehn Jahren leitet Stöckler die Schach-AG am Remstal-Gymnasium. Er legt den Termin bewusst auf den Freitagnachmittag. Nach seiner Logik kommen dann nur die, die wirklich wollen. Er setzt früh auf Wertungsturniere, weil Jugendliche dadurch einen messbaren Anhaltspunkt bekommen, wie stark sie spielen. Für einzelne Teilnehmende gehört dazu auch gezieltes Training vor Turnieren.
Stöckler nutzt in der AG gerne Blitzschach. Kurze Bedenkzeiten sollen Tempo bringen und den Modus an das Lebensgefühl Jugendlicher anpassen. Beim Turnier spielt die Uhr sogar mit sieben Minuten pro Seite. In der Darstellung des Textes passt diese Form des Spiels zur Idee, Schach nicht als langes Brüten zu vermitteln, sondern als konzentriertes Handeln unter Zeitdruck.
Schach als Lernraum – und als ruhiger Ort
Das Turnier läuft in einem Schulklassenzimmer, das sonst Unterstufenschüler nutzen. Die Lehrerin Bianca Berger erlebt den Aufsichtsdienst als ungewöhnlich ruhig. Die Stille ergibt sich aus den Regeln: Wer einen König bedroht, darf nicht „Schach“ rufen, der Gegner muss die Gefahr selbst erkennen. Der Text beschreibt diese Stille als Gegenbild zum lauten Schulalltag.
Stöckler verbindet das Turnier mit einem klaren Zweck. Er finanziert Verpflegung und Getränke und nennt es ein kostenloses Turnier um Elo-Zahlen. Er erklärt seine Motivation mit einem persönlichen Prioritätenvergleich: Als Rentner verzichtet er auf Kreuzfahrten und unterstützt stattdessen das Turnier.
Jugendliche im Netz – und am Brett
Viele Jugendliche, die aus Stöcklers Umfeld zum Turnier kommen, bewegen sichselbstverständlich im Online-Schach. Sie nennen Plattformen wie chess.com und lichess.org. Für sie zählt, jederzeit passende Gegner zu finden, ohne Absprachen. Der Autor verknüpft das mit einem Bild der „jungen Schach-Generation“, die sich über Influencer und Videos orientiert und Schach als modernes Hobby erlebt.
Der Text zeichnet Schach zugleich als sozialen Rahmen. Am Ende geben sich die Gegner die Hand. Das gehört für Stöckler und die von ihm mobilisierten Vereinsleute zum Kern: Wettkampf, aber mit klaren Umgangsformen.
Schlussgedanke: Elo-Zahl als greifbares Ziel
Am Ende steht ein konkreter Erfolg, der als Beispiel für Stöcklers Ansatz dient: Die elfjährige Mariia kommt zu mehreren Siegen und einem Remis und erreicht ihre erste Elo-Zahl - ein Beleg, dass ein niedrigschwelliger Zugang zu Turnieren, getragen von Vereinsarbeit und Schul-AG, Jugendlichen schnell messbare Ziele geben kann.
Klaus Stöckler hält Schach für leise, schnell und alltagstauglich – und holt es an die Schule
Quelle: Stuttgarter Nachrichten, 26.02.2026, Wolfgang Albers (für Abonnenten)
Klaus Stöckler sieht Schach nicht als verrauchte Vereinsnische, sondern als Spiel, das Jugendliche im Schulalltag packt, weil es Tempo, klare Regeln und einen stillen Fokus erzwingt. Das schreibt Stuttgarter Nachrichten.
Der 64-Jährige übernimmt für ein FIDE-Turnier am Endersbacher Remstal-Gymnasium die Kosten und spielt selbst mit. Er will Jugendlichen den Zugang zu Elo-Zahlen ermöglichen, ohne Startgeld und ohne Hürden. Für Stöckler gehört dazu, viele unterschiedliche Gegner an die Bretter zu bringen – und die Partie so zu organisieren, dass Kinder und Jugendliche unter Turnierbedingungen spielen können.
Schachclub Grunbach als zweites Zuhause
Stöckler fand spät in den Verein. Asthma hielt ihn lange davon ab, weil er die Rauchkultur in Schachklubs fürchtete. Erst als ihm jemand versicherte, Rauchen spiele keine Rolle mehr, trat er vor 13 Jahren dem Schachclub Grunbach bei. Dort ging er gleich zu einem Turnier, verlor nach eigener Darstellung deutlich, blieb aber am Spiel, weil er es „so schön“ fand.
Er arbeitete sich über Bücher und Online-Lektionen vor, erreichte eine Elo-Zahl um 1650 und spielt im Club in der sechsten Mannschaft an Brett zwei. Sein Schwerpunkt liegt jedoch nicht auf der eigenen Laufbahn, sondern auf Nachwuchsarbeit.
Eine AG, die Freitagnachmittag aushält
Seit zehn Jahren leitet Stöckler die Schach-AG am Remstal-Gymnasium. Er legt den Termin bewusst auf den Freitagnachmittag. Nach seiner Logik kommen dann nur die, die wirklich wollen. Er setzt früh auf Wertungsturniere, weil Jugendliche dadurch einen messbaren Anhaltspunkt bekommen, wie stark sie spielen. Für einzelne Teilnehmende gehört dazu auch gezieltes Training vor Turnieren.
Stöckler nutzt in der AG gerne Blitzschach. Kurze Bedenkzeiten sollen Tempo bringen und den Modus an das Lebensgefühl Jugendlicher anpassen. Beim Turnier spielt die Uhr sogar mit sieben Minuten pro Seite. In der Darstellung des Textes passt diese Form des Spiels zur Idee, Schach nicht als langes Brüten zu vermitteln, sondern als konzentriertes Handeln unter Zeitdruck.
Schach als Lernraum – und als ruhiger Ort
Das Turnier läuft in einem Schulklassenzimmer, das sonst Unterstufenschüler nutzen. Die Lehrerin Bianca Berger erlebt den Aufsichtsdienst als ungewöhnlich ruhig. Die Stille ergibt sich aus den Regeln: Wer einen König bedroht, darf nicht „Schach“ rufen, der Gegner muss die Gefahr selbst erkennen. Der Text beschreibt diese Stille als Gegenbild zum lauten Schulalltag.
Stöckler verbindet das Turnier mit einem klaren Zweck. Er finanziert Verpflegung und Getränke und nennt es ein kostenloses Turnier um Elo-Zahlen. Er erklärt seine Motivation mit einem persönlichen Prioritätenvergleich: Als Rentner verzichtet er auf Kreuzfahrten und unterstützt stattdessen das Turnier.
Jugendliche im Netz – und am Brett
Viele Jugendliche, die aus Stöcklers Umfeld zum Turnier kommen, bewegen sichselbstverständlich im Online-Schach. Sie nennen Plattformen wie chess.com und lichess.org. Für sie zählt, jederzeit passende Gegner zu finden, ohne Absprachen. Der Autor verknüpft das mit einem Bild der „jungen Schach-Generation“, die sich über Influencer und Videos orientiert und Schach als modernes Hobby erlebt.
Der Text zeichnet Schach zugleich als sozialen Rahmen. Am Ende geben sich die Gegner die Hand. Das gehört für Stöckler und die von ihm mobilisierten Vereinsleute zum Kern: Wettkampf, aber mit klaren Umgangsformen.
Schlussgedanke: Elo-Zahl als greifbares Ziel
Am Ende steht ein konkreter Erfolg, der als Beispiel für Stöcklers Ansatz dient: Die elfjährige Mariia kommt zu mehreren Siegen und einem Remis und erreicht ihre erste Elo-Zahl - ein Beleg, dass ein niedrigschwelliger Zugang zu Turnieren, getragen von Vereinsarbeit und Schul-AG, Jugendlichen schnell messbare Ziele geben kann.