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SV Schmalkalden 04
Zitat von Conrad Schormann am 3. August 2026, 20:16 UhrAuch mit 90 kein Ende der Sportkarriere: Werner Pastowski spielt weiter für Schmalkalden
Quelle: inSüdthüringen, 03.08.2026, Thomas Heigl (Abo)
Werner Pastowski, mit 90 Jahren immer noch geistig wach und körperlich rüstig, spielt weiterhin als Einwechselspieler für die Schmalkalder Teams in Bezirksliga und Bezirksklasse. Das berichtet inSüdthüringen. „In der Grundaufstellung stehe ich jetzt absichtlich nicht mehr", erklärt der Routinier, „aber in beiden Mannschaften ist ja öfters mal jemand verhindert. Da helfe ich gerne aus, gewinne, verliere oder spiele remis."
Vom Kriegsflüchtling zum Schachfunktionär
Geboren 1936 im ostpreußischen Eydtkuhnen, wurde Pastowski 1944 mit seiner Familie nach Thüringen evakuiert. Das Schachspiel erlernte er kurz nach dem Krieg von einem Soldaten in Bettenhausen, zunächst nur die Grundregeln. Später eignete er sich Eröffnungs- und Endspieltheorie aus DDR-Literatur an, nachdem sein ursprüngliches Hobby Tischtennis wegen der starken Schmalkalder Konkurrenz keine Aussicht auf Erfolg bot. 40 Jahre lang war er Schatzmeister des Schmalkalder Schachvereins, der heute noch 16 Mitglieder zählt und einst mit Spitzenspielern wie Peter Grohme und Jochen Weigend – Ersterer sogar in der DDR-Liga – aufwartete. Die aktuellen Spitzenspieler des Vereins heißen Thomas Lesser, Lutz Klingler und Alexander Bamberg.
Online-Duelle mit der Weltspitze
Als Rentner spielt Pastowski nach eigener Schätzung mehr Partien als im Arbeitsleben – zwei bis drei täglich über die Plattform chess.com, auf der ihn ein chinesischer Student einst installiert hatte. Zu seinen Gegnern zählen Spieler aus Deutschland, Großbritannien, den USA, der Schweiz und Afghanistan. Bei einem Besuch der Zeitung im Juli 2026 demonstrierte er gegen einen jungen Ägypter seine ruhige, auf solide Verteidigung und schrittweisen Figurengewinn ausgerichtete Spielweise, die schließlich mit einem Matt durch Dame und König endete.
Hohes Ansehen im Verein
„Der Werner ist für uns unverzichtbar. Als Spieler, als Freund, als Mensch", sagt ein Vereinsfreund über ihn. Stammspieler wolle er nicht mehr sein, Einwechselspieler aber gerne bleiben – „so lange ich gebraucht werde und so lange es noch geht."
Auch mit 90 kein Ende der Sportkarriere: Werner Pastowski spielt weiter für Schmalkalden
Quelle: inSüdthüringen, 03.08.2026, Thomas Heigl (Abo)
Werner Pastowski, mit 90 Jahren immer noch geistig wach und körperlich rüstig, spielt weiterhin als Einwechselspieler für die Schmalkalder Teams in Bezirksliga und Bezirksklasse. Das berichtet inSüdthüringen. „In der Grundaufstellung stehe ich jetzt absichtlich nicht mehr", erklärt der Routinier, „aber in beiden Mannschaften ist ja öfters mal jemand verhindert. Da helfe ich gerne aus, gewinne, verliere oder spiele remis."
Vom Kriegsflüchtling zum Schachfunktionär
Geboren 1936 im ostpreußischen Eydtkuhnen, wurde Pastowski 1944 mit seiner Familie nach Thüringen evakuiert. Das Schachspiel erlernte er kurz nach dem Krieg von einem Soldaten in Bettenhausen, zunächst nur die Grundregeln. Später eignete er sich Eröffnungs- und Endspieltheorie aus DDR-Literatur an, nachdem sein ursprüngliches Hobby Tischtennis wegen der starken Schmalkalder Konkurrenz keine Aussicht auf Erfolg bot. 40 Jahre lang war er Schatzmeister des Schmalkalder Schachvereins, der heute noch 16 Mitglieder zählt und einst mit Spitzenspielern wie Peter Grohme und Jochen Weigend – Ersterer sogar in der DDR-Liga – aufwartete. Die aktuellen Spitzenspieler des Vereins heißen Thomas Lesser, Lutz Klingler und Alexander Bamberg.
Online-Duelle mit der Weltspitze
Als Rentner spielt Pastowski nach eigener Schätzung mehr Partien als im Arbeitsleben – zwei bis drei täglich über die Plattform chess.com, auf der ihn ein chinesischer Student einst installiert hatte. Zu seinen Gegnern zählen Spieler aus Deutschland, Großbritannien, den USA, der Schweiz und Afghanistan. Bei einem Besuch der Zeitung im Juli 2026 demonstrierte er gegen einen jungen Ägypter seine ruhige, auf solide Verteidigung und schrittweisen Figurengewinn ausgerichtete Spielweise, die schließlich mit einem Matt durch Dame und König endete.
Hohes Ansehen im Verein
„Der Werner ist für uns unverzichtbar. Als Spieler, als Freund, als Mensch", sagt ein Vereinsfreund über ihn. Stammspieler wolle er nicht mehr sein, Einwechselspieler aber gerne bleiben – „so lange ich gebraucht werde und so lange es noch geht."


