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Roman Dehtiarov

Der Junge, der in Charkiw bleiben wollte: Europameister Roman Dehtiarov

17-Jähriger Ukrainer gewinnt Europas Schachkrone

Quelle: Chess.com – „Ukrainian IM Dehtiarov Scores Historic European Championship Win, Earns GM Title", veröffentlicht am 20. April 2026

Der 17-jährige ukrainische Schachspieler Roman Dehtiarov hat die Europäische Schacheinzelmeisterschaft 2026 im polnischen Katowice gewonnen und damit Geschichte geschrieben. Das berichtet Chess.com. Als Internationaler Meister (IM) mit einer Elozahl von 2452 war er der am niedrigsten gesetzte Teilnehmer, der jemals das Turnier gewann – und der erste IM seit der Erstauflage des Wettbewerbs im Jahr 2000. Er ging als 126. von 501 Spielern ins Turnier und beendete es mit 9 aus 11 Punkten, einen halben Punkt vor drei aserbaidschanischen Großmeistern. Mit dem Turniersieg erhielt er automatisch den Großmeistertitel, ein Preisgeld von 20.000 Euro sowie einen Startplatz beim FIDE World Cup 2027.

Dehtiarvovs Heimatstadt ist Kharkiv, eine Stadt 30 Kilometer von der russischen Grenze entfernt, die seit Beginn des russischen Angriffskriegs 2022 ständig unter Beschuss steht. Der Großmeister Pavel Eljanov, ebenfalls aus Kharkiv, berichtete, er habe versucht, Dehtiarvovs Familie zu evakuieren – der damals 14-Jährige habe jedoch abgelehnt, um seinen Vater nicht zurückzulassen. Trotz eingeschränkter Reisemöglichkeiten und kaum Turniererfahrung wurde er 2024 im Alter von 16 Jahren und fünf Monaten zum jüngsten ukrainischen Schachmeister der Geschichte.

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Historische Bestmarken und Auszeichnung durch den Präsidenten

Dehtiarov ist nun sowohl der jüngste als auch der am niedrigsten gesetzte Spieler, der jemals die Europameisterschaft gewann. Der bisherige Rekord für das niedrigste Setzungsnummer lag beim Großmeister Vladimir Potkin, der 2011 als 43. Gesetzter gewann. Dehtiarovs Triumph im Finale gegen den spanischen Großmeister David Anton war zugleich der Schlüsselmoment des Turniers: Anton führte vor der letzten Runde als alleiniger Spitzenreiter, verlor jedoch die entscheidende Partie.

Nach seiner Rückkehr in die Ukraine mit dem Zug wurde Dehtiarov von Präsident Volodymyr Zelenskyy mit dem Preis „Zukunft der Ukraine" ausgezeichnet. Im Juniorenwertung belegte er ebenfalls den ersten Platz, das dafür vorgesehene Preisgeld von 1.000 Euro kann er laut Reglement jedoch nicht zusätzlich zur Hauptprämie erhalten. In der Frauenwertung setzte sich Teodora Injac durch, in der Seniorenwertung gewann der 57-jährige Ukrainer Vasyl Ivanchuk, der das Turnier bereits 2004 für sich entschieden hatte.

Automatisch KI-generierter Beitrag

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