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Post SV Uelzen

Torben Knüdel zeigt, wie weit ein Weg aus der Provinz führen kann

Quelle: az-online.de – „Königlicher Aufstieg in die Weltelite: Torben Knüdel ist Internationaler Meister“, 28. Februar 2026, Bernd Klingebiel, Arek Marud

Autor Arek Marud zeichnet den Aufstieg eines Spielers nach, der aus einem kleinen Vereinsumfeld in eine internationale Laufbahn wächst – Schritt für Schritt, Norm für Norm, Punkt für Punkt. Im Zentrum steht Torben Knüdel, der als erster Spieler aus Uelzen den Titel „Internationaler Meister“ erhält.

Der 22-Jährige beschreibt den Moment als letzten fehlenden Baustein: Nach der dritten IM-Norm in Norwegen habe ihm nur noch die Elo-Marke von 2400 gefehlt. Mit dem Überschreiten dieser Marke erfüllt er die Bedingungen für den Titel. Sein Heimatverein Post SV Uelzen wertet das als Meilenstein.

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Drei Normen, dann die 2400

Die drei Normen holte Knüdel laut Text bei Turnieren mit hohem Niveau: zuerst beim Grenke Chess Open 2024, dann beim NSV-Jubiläumsturnier in Wolfsburg, schließlich bei den Norway Chess Open in Stavanger, wo er Dritter wurde. Die letzten Elo-Punkte sicherte er sich in der 2. Bundesliga mit Lister Turm durch einen Sieg gegen Großmeister Mladen Palac.

Günter Ebel, Turnierleiter beim Post SV Uelzen, ordnet den Erfolg als langfristig erarbeitet ein. Er beschreibt Knüdel als früh fokussiert und ehrgeizig und betont die Bedeutung für Verein und Region.

Wurzeln in Uelzen, Alltag in Hannover, Partien in Europa

Der Text zeigt Knüdel als Spieler, der mehrere Rollen verbindet. Er begann mit sechs Jahren beim Post SV, gewann Jugendtitel in Niedersachsen, qualifizierte sich fünfmal für Deutsche Jugendmeisterschaften und spielte mehrere Jahre Jugendbundesliga. Heute studiert er Wirtschaftswissenschaften in Hannover und tritt in der 2. Bundesliga für Lister Turm an.

Parallel spielt er als Gast in Belgien für KGRLS Gent und in Spanien für HSG Llinars Renting. Er schildert die Reisen konkret: Flug von Hannover nach Barcelona, Abholung, Fahrt zum Spielort, zwei Partien, um für die Meisterschaft im Sommer spielberechtigt zu sein. Für Belgien reist er per Bahn an, spielt sonntags, fährt spät zurück. Er sagt, bei Überschneidungen habe Hannover Priorität. Onlineeinsätze nennt der Text nicht, stattdessen Partien in Präsenz. Reise- und Verpflegungskosten übernehmen die Vereine, zusätzlich gebe es „eine kleine Bezahlung“.

Blitz als Bühne

Neben dem klassischen Mannschaftsbetrieb hebt der Text Knüdels Blitz-Ergebnisse hervor. Bei den Deutschen Blitzmeisterschaften 2021 besiegte er die deutsche Nummer eins Vincent Keymer. 2025 schlug er den zweifachen Europameister Matthias Blübaum, wurde Achter und machte erneut bundesweit auf sich aufmerksam.

 

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