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Nona Gaprindashvili

“Sexistisch und herabsetzend”: Exweltmeisterin verklagt Netflix

Gaprindashvili vs. Netflix 1:0

https://taz.de/Schach-Ikone-Nona-Gaprindashvili/!6003506/

Zusammenfassung (AI):

Die Schach-Ikone Nona Gaprindashvili: Ein Leben voller Erfolge und Einflüsse

Nona Gaprindashvili, die erste weibliche Schach-Großmeisterin der Welt, wurde am 3. Mai 1941 in Zugdidi, Georgien, geboren. Schon früh zeigte sich ihr außergewöhnliches Talent, das durch ihre aktive Familie gefördert wurde, die sich neben Schach auch für Tischtennis, Billard und Fußball begeisterte. Mit fünf Jahren lernte sie Schach von ihrem Vater, nachdem sie beim Fußball oft nur ins Tor gestellt wurde, da sie das einzige Mädchen in der Familie war.

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Der Beginn einer außergewöhnlichen Karriere

Mit zwölf Jahren nahm Nona an einem Schachturnier in Tiflis teil, um ihren kurzfristig erkrankten Bruder zu vertreten. Dort entdeckte der renommierte Schachtrainer Vakhtang Karseladze ihr Talent. Zwei Jahre später zog sie zu ihrer Tante nach Tiflis, um professionell zu trainieren. Bereits 1956, im Alter von 14 Jahren, gewann sie das Halbfinale der UdSSR-Frauenschachmeisterschaft.

1962 spielte sie um die Weltmeisterschaft gegen Bykowa und wurde von den Spielern ihres Lieblingsvereins Dynamo Tbilisi unterstützt. Ihre Leidenschaft für Fußball ist bis heute ungebrochen.

Höhepunkte und Herausforderungen

1975 trat sie gegen Nana Alexandria an, eine weitere georgische Schachspielerin, was in ihrer Heimat große Begeisterung auslöste. Ein Parfüm namens „Nona und Nana“ wurde zu Ehren dieses Duells kreiert. Nona gewann acht der zwölf Spiele und wurde als die beste Spielerin ihrer Zeit angesehen.

Obwohl sie herausragende Leistungen erbrachte, erfuhr sie nicht immer die verdiente Anerkennung. Beim Turnier „Lone Pine International“ 1977 besiegte sie vier männliche Großmeister. Die lokale Zeitung kommentierte abfällig ihr Aussehen statt ihre schachlichen Erfolge. Trotzdem verlieh ihr der Weltverband FIDE ein Jahr später als erster Frau den Titel Großmeister.

Ihr Spielstil wurde als technisch brillant, aggressiv und furchtlos beschrieben. Ihre Fans bewunderten ihre Entschlossenheit und Fähigkeit, trotz Niederlagen wieder aufzustehen.

Eine Ikone für Georgien und die Welt

Nona Gaprindashvili wurde in Georgien zur Nationalheldin. Ihr Erfolg inspirierte viele junge Mädchen, Schachspielerinnen zu werden. In Tiflis wurde eine Statue zu ihren Ehren errichtet und sie erhielt von der georgischen Regierung zwei Autos zu ihrem 60. Geburtstag.

Zwischen 1974 und 1985 wurde sie fünfmal UdSSR-Meisterin und gewann bei Schach-Olympiaden in den 1980er Jahren insgesamt 20 Goldmedaillen. Die Netflix-Serie „Queens Gambit“ basiert teilweise auf ihrem Leben, ohne sie zu nennen, was zu einer Klage führte, die 2022 außergerichtlich beigelegt wurde.

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Ein Leben für das Schach

Heute, mit 82 Jahren, ist Nona immer noch schachbegeistert. Sie besucht gerne das Theater und liebt Snooker, da es Schach ähnlich sei. Die in die USA ausgewanderte Schach-Großmeisterin Rusudan Goletani betont, dass Nonas Einfluss weit über Schach hinausgeht. Sie habe eine intellektuelle Revolution angestoßen und gezeigt, dass Frauen in allen Bereichen erfolgreich sein können.

Nona Gaprindashvili bleibt eine prägende Figur in der Geschichte des Schachs und ein Vorbild für kommende Generationen. Ihr Leben und ihre Erfolge sind ein Zeugnis ihres außergewöhnlichen Talents und ihrer unermüdlichen Hingabe an das Spiel.

Glory to the Queen, by Tatia Skhirtladze, revolves around the life and the legacy of four female chess stars from Cold War era and Soviet icons of emancipation. Living in one city, their past and the present mixes into permanent performance. More Information about the film:

http://www.facebook.com/GlorytotheQueen

http://www.filmdelights.com/sales/glorytothequeensales/