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Mitropa-Cup 2025: Bronze für Deutschland

Livepartien, Ergebnisse, Tabelle

Mitropa-Cup 2025: Bühne für den Nachwuchs

Am 14. Mai beginnt im slowakischen Trencin der Mitropa-Cup 2025. Bis zum 22. Mai kämpfen zehn mitteleuropäische Nationen in je einem offenen und einem Frauenturnier um den traditionsreichen Teamtitel. Die Runden starten täglich um 15 Uhr. Austragungsort ist nicht mehr wie 2024 das deutsche Apolda, sondern diesmal wieder die Slowakei – und mit der Rückkehr ins Ausland wechselt auch die deutsche Strategie.

Der DSB setzt auf Talente

Nachdem der Deutsche Schachbund im Vorjahr mit seinen besten Kräften doppelt triumphierte, steht 2025 im Zeichen der Nachwuchsförderung. Nach einer Mitteilung des Deutschen Schachbunds soll der Mitropa-Cup 2025 laut DSB-Sportdirektor Kevin Högy „wieder als Bühne für Spielpraxis und Normchancen dienen“.

Im offenen Turnier treten für Deutschland an:

Im Frauenturnier spielen:

Starke Gegner – wertvolle Chancen

Die Konkurrenz ist hochkarätig: Länder wie Italien, die Slowakei, Ungarn oder die Schweiz schicken Teams mit mehreren Großmeistern und IM. Das eröffnet den jungen deutschen Spielerinnen und Spielern Normchancen. 

Erinnerung an 2024: Doppelsieg auf heimischem Boden

Im Vorjahr hatte Deutschland den Mitropa-Cup mit zwei Topteams dominiert. Bei den Männern traten Donchenko, Blübaum, Kollars, die Svane-Brüder und Trainer Jan Gustafsson an – das stärkste denkbare Aufgebot. Auch die Frauenmannschaft um Josefine Heinemann überzeugte souverän. Beide Teams gewannen den Titel. 2025 geht es nun nicht um Titelverteidigung, sondern um Entwicklung.

Offen: https://chess-results.com/tnr1150898.aspx?lan=0
Frauen: https://chess-results.com/tnr1150899.aspx?lan=0

Mitropa-Cup: Bronze für Deutschland – zweite GM-Norm für Marius Deuer
Quelle: Deutscher Schachbund, Bericht vom 22. Mai 2025

Beim Mitropa-Cup 2025 im slowakischen Trencin hat das junge deutsche Team in der offenen Klasse Bronze geholt – und IM Marius Deuer seine zweite Großmeisternorm erzielt.


Marius Deuer/via DSB

In der Schlussrunde ging es gegen Tschechien um den Gesamtsieg. Das DSB-Team verlor knapp mit 1,5:2,5 – ein 2:2 hätte für Gold gereicht. So blieb der dritte Platz, punktgleich mit der Slowakei (je 20), einen halben Brettpunkt hinter den Tschechen (20,5). „Vor dem Turnier hätten wir die Medaille gerne genommen, jetzt muss man sagen: Es war sogar mehr drin“, bilanzierte Trainer GM Michael Prusikin.

Marius Deuer spielte am ersten Brett eine Elo-Performance von 2627, sicherte sich damit die zweite GM-Norm nach seiner ersten im November 2024 am Tegernsee – und holte Silber in der Einzelwertung. „Es war ein tolles Turnier mit einem starken Team, das mich immer unterstützt hat“, sagte Deuer, und fügte mit Blick auf die Bedingungen vor Ort hinzu: „Trotz der schrecklichen Organisation, der schreckliche[n] Geruch im Spiellokal und die winzigsten Tische, die wir je sahen, hat es doch sehr Spaß gemacht.“

Auch IM Tobias Koelle wurde für seine Leistungen mit Silber am zweiten Brett belohnt. Komplettiert wurde das deutsche Team durch IM Magnus Ermitsch und FM Emil Schuricht.

In der Frauenmannschaft spielten Luisa Bashylina, Svenja Butenandt, Katerina Bräutigam und Michelle Trunz unter Leitung von GM Petr Haba. Das Team belegte Platz sechs (8 Punkte), deutlich hinter der Schweiz (17) und Italien (13). Trotzdem gab es auch hier Grund zur Freude: WFM Svenja Butenandt holte Silber am zweiten Brett und erfüllte ihre zweite WIM-Norm.

Abschließend sagte Prusikin: „Insgesamt hat es großen Spaß gemacht mit diesen jungen Spielerinnen und Spielern.“