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Mitra Hejazipour
Zitat von Conrad Schormann am 3. September 2026, 18:46 UhrMitra Hejazipour: Vom Ende der Karriere im Iran zum französischen Meistertitel
Quelle: ChessBase India – „She left Iran, moved to France, and became the National Champion | The story of Mitra Hejazipour", 3. September 2026
Das Ablegen des Kopftuchs beendete ihre Laufbahn für den Iran und begann eine neue in Frankreich. Das sagte Mitra Hejazipour im Gespräch mit ChessBase India. Die Wettkampfspielerin, mehrfache Nationalmannschaftsspielerin ihres Heimatlandes und einstige asiatische Meisterin bezeichnet ihren Schritt im Jahr 2019 als „a very political action to to show my opposition against the the regime of Iran". In Frankreich baute sie alles neu auf: 2023 wurde sie Landesmeisterin, spielte für die Nationalmannschaft und gewann mit ihr Medaillen bei Europa- und Weltmeisterschaft.
https://youtu.be/5cHqtqQW_2M
Schach als Blick nach außen
Das Reisen zu Turnieren habe ihr geholfen, andere Kulturen kennenzulernen – und dabei zu erkennen, dass sie in einem Land lebte, in dem Frauen elementare Rechte fehlen. Neben dem strategischen Denken sei das für sie der prägende Ertrag des Spiels gewesen.
Trainerin, Streamerin, Kommentatorin
Derzeit tritt Hejazipour seltener bei Turnieren an, will aber zurückkehren. Sie unterrichtet, betreibt Kanäle auf Persisch und Französisch und kommentierte erstmals ein Turnier der Women's Chess Tour – anstrengend, aber eine gute Erfahrung. Dem eigenen Spiel helfe das Training anderer nur bedingt: Nur stärkere Schüler machten sie selbst stärker. Am meisten freue sie, wenn Schüler ihre Schwächen verstehen, Turniere gewinnen und Freude am Spiel finden.
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Mitra Hejazipour: Vom Ende der Karriere im Iran zum französischen Meistertitel
Quelle: ChessBase India – „She left Iran, moved to France, and became the National Champion | The story of Mitra Hejazipour", 3. September 2026
Das Ablegen des Kopftuchs beendete ihre Laufbahn für den Iran und begann eine neue in Frankreich. Das sagte Mitra Hejazipour im Gespräch mit ChessBase India. Die Wettkampfspielerin, mehrfache Nationalmannschaftsspielerin ihres Heimatlandes und einstige asiatische Meisterin bezeichnet ihren Schritt im Jahr 2019 als „a very political action to to show my opposition against the the regime of Iran". In Frankreich baute sie alles neu auf: 2023 wurde sie Landesmeisterin, spielte für die Nationalmannschaft und gewann mit ihr Medaillen bei Europa- und Weltmeisterschaft.
Schach als Blick nach außen
Das Reisen zu Turnieren habe ihr geholfen, andere Kulturen kennenzulernen – und dabei zu erkennen, dass sie in einem Land lebte, in dem Frauen elementare Rechte fehlen. Neben dem strategischen Denken sei das für sie der prägende Ertrag des Spiels gewesen.
Trainerin, Streamerin, Kommentatorin
Derzeit tritt Hejazipour seltener bei Turnieren an, will aber zurückkehren. Sie unterrichtet, betreibt Kanäle auf Persisch und Französisch und kommentierte erstmals ein Turnier der Women's Chess Tour – anstrengend, aber eine gute Erfahrung. Dem eigenen Spiel helfe das Training anderer nur bedingt: Nur stärkere Schüler machten sie selbst stärker. Am meisten freue sie, wenn Schüler ihre Schwächen verstehen, Turniere gewinnen und Freude am Spiel finden.
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Zitat von Conrad Schormann am 14. Oktober 2026, 22:01 UhrMitra Hejazipour: „Das Regime kann diese Bewegung nicht mehr stoppen“
Quelle: AOL – „Iranian protester hanged hours after marrying his imprisoned fiancée over jail phone line", 14. Oktober 2026
Das sagte Mitra Hejazipour im Gespräch mit Euronews Farsi. Die iranische Schachgroßmeisterin wurde 2020 aus der iranischen Frauennationalmannschaft ausgeschlossen, weil sie sich weigerte, das vorgeschriebene Kopftuch zu tragen. Heute lebt sie in Paris, ist französische Staatsbürgerin und arbeitet als Softwareingenieurin.
Den entscheidenden Schritt machte Hejazipour im Dezember 2019 beim Turnier in Moskau, als sie ohne Hidschab antrat. Zuvor hatte sie die Frauen der Enghelab-Straße unterstützt, die öffentlich ihre Kopftücher ablegten. Der Verband drohte ihr mit Turnierausschluss und lebenslangem Spielverbot, ihre Familie wurde unter Druck gesetzt. „Ich hatte meine Entscheidung getroffen“, sagt sie, trotz der Angst ihrer Mutter vor einer Verhaftung. Besonders geprägt habe sie der Mut von Vida Mowahed, die 2017 am Enghelab-Platz in Teheran ihr Kopftuch an einen Stock band. Auch den Tod von Mahsa Amini bezeichnet sie als Wendepunkt für den Iran.
„Die Freiheit lässt sich nicht zurücknehmen“
Zur Rückkehr der Sittenpolizei sagt Hejazipour, das Regime schrecke vor keiner Unterdrückung zurück. Doch die iranischen Frauen hätten das Gefühl der Freiheit gekostet, und das sei unumkehrbar: „Das Regime kann diese Bewegung nicht mehr stoppen.“
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Mitra Hejazipour: „Das Regime kann diese Bewegung nicht mehr stoppen“
Quelle: AOL – „Iranian protester hanged hours after marrying his imprisoned fiancée over jail phone line", 14. Oktober 2026
Das sagte Mitra Hejazipour im Gespräch mit Euronews Farsi. Die iranische Schachgroßmeisterin wurde 2020 aus der iranischen Frauennationalmannschaft ausgeschlossen, weil sie sich weigerte, das vorgeschriebene Kopftuch zu tragen. Heute lebt sie in Paris, ist französische Staatsbürgerin und arbeitet als Softwareingenieurin.
Den entscheidenden Schritt machte Hejazipour im Dezember 2019 beim Turnier in Moskau, als sie ohne Hidschab antrat. Zuvor hatte sie die Frauen der Enghelab-Straße unterstützt, die öffentlich ihre Kopftücher ablegten. Der Verband drohte ihr mit Turnierausschluss und lebenslangem Spielverbot, ihre Familie wurde unter Druck gesetzt. „Ich hatte meine Entscheidung getroffen“, sagt sie, trotz der Angst ihrer Mutter vor einer Verhaftung. Besonders geprägt habe sie der Mut von Vida Mowahed, die 2017 am Enghelab-Platz in Teheran ihr Kopftuch an einen Stock band. Auch den Tod von Mahsa Amini bezeichnet sie als Wendepunkt für den Iran.
„Die Freiheit lässt sich nicht zurücknehmen“
Zur Rückkehr der Sittenpolizei sagt Hejazipour, das Regime schrecke vor keiner Unterdrückung zurück. Doch die iranischen Frauen hätten das Gefühl der Freiheit gekostet, und das sei unumkehrbar: „Das Regime kann diese Bewegung nicht mehr stoppen.“
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