Matthias Blübaum
Zitat von Conrad Schormann am 15. Januar 2026, 16:18 UhrBlübaum nutzt Wijk aan Zee als Härtetest vor dem Kandidatenturnier
Quelle: Deutscher Schachbund – Interview „Matthias Blübaum und Wijk aan Zee: ‚Ein Trainingsturnier für ein noch wichtigeres Turnier.‘“, 15. Januar 2026Für Matthias Blübaum ist das Tata-Steel-Turnier in Wijk aan Zee mehr als ein Prestigetermin. Er sieht es offen als Generalprobe für das Kandidatenturnier auf Zypern. Gleiche Zeitkontrolle, ähnliche Turnierlänge, Gegner auf höchstem Niveau – näher komme man an die Bedingungen des Kandidatenkampfs kaum heran. Dass ein Turnier dieses Ranges für ihn nun „ein Trainingsturnier für ein noch wichtigeres Turnier“ ist, beschreibt Blübaum selbst als surreal.
Die Vorbereitung steht. Das Team ist zusammengestellt, Details bleiben bewusst geheim. Der organisatorische Aufwand sei größer gewesen als erwartet: Verträge, Planung, Absprachen. Jetzt aber liegt der Fokus wieder klar auf dem Sportlichen. Wijk an Zee markiert den letzten großen Test, danach bleibt noch Zeit, Stärken zu schärfen und Schwächen gezielt zu bearbeiten – in Trainingslagern, online und mit Trainingspartien.
Die Einladung ins Masters wertet Blübaum hoch. Wijk an Zee gehört für ihn zu den traditionsreichsten Rundenturnieren im Schach. Ohne die Qualifikation fürs Kandidatenturnier wäre diese Einladung kaum gekommen. Dass er nun gemeinsam mit Vincent Keymer antritt und auf Spieler wie Weltmeister Dommaraju Gukesh trifft, macht das Turnier aus deutscher Sicht besonders.
Gleichzeitig ist Vorsicht Teil der Strategie. In einer Zeit, in der Partien sofort weltweit analysiert werden, gebe es kaum noch echte Geheimnisse. Trotzdem müsse er abwägen, was er kurz vor dem Kandidatenturnier preisgibt – auch das gehöre zur Vorbereitung.
Finanziell ist der Weg abgesichert. Die Crowdfunding-Aktion brachte knapp 23.000 Euro ein, das Bundesinnenministerium beteiligt sich, und der Deutscher Schachbund unterstützt den WM-Kandidaten ebenfalls. Blübaum reist damit gut vorbereitet nach Wijk an Zee – nicht als Ziel, sondern als Prüfstand.
Blübaum nutzt Wijk aan Zee als Härtetest vor dem Kandidatenturnier
Quelle: Deutscher Schachbund – Interview „Matthias Blübaum und Wijk aan Zee: ‚Ein Trainingsturnier für ein noch wichtigeres Turnier.‘“, 15. Januar 2026
Für Matthias Blübaum ist das Tata-Steel-Turnier in Wijk aan Zee mehr als ein Prestigetermin. Er sieht es offen als Generalprobe für das Kandidatenturnier auf Zypern. Gleiche Zeitkontrolle, ähnliche Turnierlänge, Gegner auf höchstem Niveau – näher komme man an die Bedingungen des Kandidatenkampfs kaum heran. Dass ein Turnier dieses Ranges für ihn nun „ein Trainingsturnier für ein noch wichtigeres Turnier“ ist, beschreibt Blübaum selbst als surreal.
Die Vorbereitung steht. Das Team ist zusammengestellt, Details bleiben bewusst geheim. Der organisatorische Aufwand sei größer gewesen als erwartet: Verträge, Planung, Absprachen. Jetzt aber liegt der Fokus wieder klar auf dem Sportlichen. Wijk an Zee markiert den letzten großen Test, danach bleibt noch Zeit, Stärken zu schärfen und Schwächen gezielt zu bearbeiten – in Trainingslagern, online und mit Trainingspartien.
Die Einladung ins Masters wertet Blübaum hoch. Wijk an Zee gehört für ihn zu den traditionsreichsten Rundenturnieren im Schach. Ohne die Qualifikation fürs Kandidatenturnier wäre diese Einladung kaum gekommen. Dass er nun gemeinsam mit Vincent Keymer antritt und auf Spieler wie Weltmeister Dommaraju Gukesh trifft, macht das Turnier aus deutscher Sicht besonders.
Gleichzeitig ist Vorsicht Teil der Strategie. In einer Zeit, in der Partien sofort weltweit analysiert werden, gebe es kaum noch echte Geheimnisse. Trotzdem müsse er abwägen, was er kurz vor dem Kandidatenturnier preisgibt – auch das gehöre zur Vorbereitung.
Finanziell ist der Weg abgesichert. Die Crowdfunding-Aktion brachte knapp 23.000 Euro ein, das Bundesinnenministerium beteiligt sich, und der Deutscher Schachbund unterstützt den WM-Kandidaten ebenfalls. Blübaum reist damit gut vorbereitet nach Wijk an Zee – nicht als Ziel, sondern als Prüfstand.
Zitat von Conrad Schormann am 23. Januar 2026, 10:54 UhrBlübaum im Schatten – und plötzlich im Mittelpunkt
Quelle: Badische Neueste Nachrichten – „Europameister und WM-Kandidat Blübaum wird unterschätzt“, Hartmut Metz, 22. Januar 2026
Matthias Blübaum gilt vielen als der „andere Deutsche“ – derjenige, der hinter Vincent Keymer steht. Das Kandidatenturnier hätte, so hieß es oft, eigentlich Keymer erreichen sollen. Blübaum nimmt diese Wahrnehmung gelassen hin. In Wijk aan Zee, beim Tata Steel Masters, beginnt er jedoch, dieses Bild leise zu verschieben.
Der 28-Jährige spielt erstmals im A-Turnier des Traditionswettbewerbs. Möglich wurde das durch seinen zweiten Platz beim Grand Swiss in Samarkand – ein Erfolg, der ihn direkt ins WM-Kandidatenturnier führte. Dort wird er ab Ende März um die Herausforderung des amtierenden Weltmeisters Dommaraju Gukesh kämpfen. Für Blübaum ist Wijk aan Zee deshalb mehr als ein Einladungsturnier: gleiche Bedenkzeit, mehrere Kandidaten-Teilnehmer, ein realistischer Härtetest.
Während die Aufmerksamkeit vieler Fans weiter auf Keymer gerichtet ist, startet Blübaum solide – und setzt dann ein Ausrufezeichen. In der dritten Runde schlägt er ausgerechnet seinen Nationalmannschaftskollegen Keymer mit Schwarz. Ein Ergebnis, das er selbst nicht erwartet hatte. Plötzlich liegt Blübaum mit an der Spitze, während Keymer nach zwei Niederlagen vorerst hinten festhängt.
Der Artikel zeichnet Blübaum als Gegenfigur zum Hype: Mathematiker, spät ins Profigeschäft eingestiegen, humorvoll, zurückhaltend. Auf Twitch nennt er sich selbstironisch „KeinSehrStarkerSpieler“. Dass er unterschätzt wird, scheint ihn eher zu befreien als zu belasten. Auch nach einer Niederlage gegen Javohir Sindarov bleibt er mit 2,5 Punkten im Rennen.
Ein weiteres Detail zeigt, wie sehr sich die Wahrnehmung verschiebt: Für Blübaums Kandidatenvorbereitung sammelten Unterstützer per Crowdfunding rund 23.000 Euro – Geld für Trainer und Sekundanten. Kein Star-Narrativ, keine große Bühne. Aber Vertrauen.
Blübaum im Schatten – und plötzlich im Mittelpunkt
Quelle: Badische Neueste Nachrichten – „Europameister und WM-Kandidat Blübaum wird unterschätzt“, Hartmut Metz, 22. Januar 2026
Matthias Blübaum gilt vielen als der „andere Deutsche“ – derjenige, der hinter Vincent Keymer steht. Das Kandidatenturnier hätte, so hieß es oft, eigentlich Keymer erreichen sollen. Blübaum nimmt diese Wahrnehmung gelassen hin. In Wijk aan Zee, beim Tata Steel Masters, beginnt er jedoch, dieses Bild leise zu verschieben.
Der 28-Jährige spielt erstmals im A-Turnier des Traditionswettbewerbs. Möglich wurde das durch seinen zweiten Platz beim Grand Swiss in Samarkand – ein Erfolg, der ihn direkt ins WM-Kandidatenturnier führte. Dort wird er ab Ende März um die Herausforderung des amtierenden Weltmeisters Dommaraju Gukesh kämpfen. Für Blübaum ist Wijk aan Zee deshalb mehr als ein Einladungsturnier: gleiche Bedenkzeit, mehrere Kandidaten-Teilnehmer, ein realistischer Härtetest.
Während die Aufmerksamkeit vieler Fans weiter auf Keymer gerichtet ist, startet Blübaum solide – und setzt dann ein Ausrufezeichen. In der dritten Runde schlägt er ausgerechnet seinen Nationalmannschaftskollegen Keymer mit Schwarz. Ein Ergebnis, das er selbst nicht erwartet hatte. Plötzlich liegt Blübaum mit an der Spitze, während Keymer nach zwei Niederlagen vorerst hinten festhängt.
Der Artikel zeichnet Blübaum als Gegenfigur zum Hype: Mathematiker, spät ins Profigeschäft eingestiegen, humorvoll, zurückhaltend. Auf Twitch nennt er sich selbstironisch „KeinSehrStarkerSpieler“. Dass er unterschätzt wird, scheint ihn eher zu befreien als zu belasten. Auch nach einer Niederlage gegen Javohir Sindarov bleibt er mit 2,5 Punkten im Rennen.
Ein weiteres Detail zeigt, wie sehr sich die Wahrnehmung verschiebt: Für Blübaums Kandidatenvorbereitung sammelten Unterstützer per Crowdfunding rund 23.000 Euro – Geld für Trainer und Sekundanten. Kein Star-Narrativ, keine große Bühne. Aber Vertrauen.
Zitat von Conrad Schormann am 25. Januar 2026, 9:41 Uhrhttps://youtu.be/_xdzSehheA8
In diesem Interview spricht der deutsche Großmeister Matthias Blübaum über seinen historischen Erfolg als erster deutscher WM-Kandidat seit über drei Jahrzehnten. Er beschreibt den Prozess der Qualifikation für das prestigeträchtige Turnier im Jahr 2026 und gibt Einblicke in seine intensive Vorbereitungsphase mit einem neu zusammengestellten Team. Trotz der Außenseiterrolle definiert Blübaum den Turniersieg als sein einziges Ziel, da jeder andere Platz für ihn einen Misserfolg darstellt. Das Gespräch beleuchtet zudem seinen Umgang mit dem wachsenden Erfolgsdruck sowie persönliche Details über seine Routine und Freizeitgestaltung.
In diesem Interview spricht der deutsche Großmeister Matthias Blübaum über seinen historischen Erfolg als erster deutscher WM-Kandidat seit über drei Jahrzehnten. Er beschreibt den Prozess der Qualifikation für das prestigeträchtige Turnier im Jahr 2026 und gibt Einblicke in seine intensive Vorbereitungsphase mit einem neu zusammengestellten Team. Trotz der Außenseiterrolle definiert Blübaum den Turniersieg als sein einziges Ziel, da jeder andere Platz für ihn einen Misserfolg darstellt. Das Gespräch beleuchtet zudem seinen Umgang mit dem wachsenden Erfolgsdruck sowie persönliche Details über seine Routine und Freizeitgestaltung.
Zitat von Conrad Schormann am 29. Januar 2026, 22:11 UhrMatthias Blübaum löst ein Matheproblem:
https://www.youtube.com/watch?v=BLwt7fvJWy8
Matthias Blübaum löst ein Matheproblem: