Johannes Hermann Zukertort
Zitat von Conrad Schormann am 7. August 2024, 19:32 UhrWie Stuart Conquest Zukertorts Grab (wieder)entdeckt hat:
https://www.kwabc.org/de/zukertort-johannes-h.html
https://en.chessbase.com/post/che-magazine-starry-starry-knights
Zusammenfassung (AI):
Stuart Conquest erzählt die faszinierende Geschichte, wie er das Grab des berühmten Schachspielers Johannes Hermann Zukertort wiederentdeckte. Es ist eine Geschichte voller Zufälle, Leidenschaft und Hingabe – eine wahre Detektivarbeit, die Conquest auf eine Reise durch verschiedene Länder führte und schließlich zum Erfolg brachte.
Im Frühjahr 2023 schlenderte Conquest mit einem Freund durch den Brompton Cemetery in London. Auf der Suche nach prominenten Gräbern stieß er auf den Namen Zukertort auf Wikipedia. Diese Entdeckung war ein Schock für Conquest, der sich fragte, wie ein so bedeutender Schachmeister in Vergessenheit geraten konnte. Er kehrte sofort zum Friedhof zurück und traf auf den Friedhofsaufseher Jay, der bestätigte, dass Zukertort tatsächlich dort begraben war. Doch an der angegebenen Stelle war nichts als Gras zu sehen.
Bevor Conquest sich weiter mit der Suche befassen konnte, musste er nach Aix-les-Bains in Frankreich reisen, um an der Schach-Europameisterschaft teilzunehmen. Nach dem Turnier reiste er in die Schweiz, um den Schachsammler Georges Bertola zu besuchen, in der Hoffnung, mehr über Zukertorts Leben zu erfahren. Doch auf der Zugfahrt von Genf nach Lausanne wurde ihm seine Tasche gestohlen – inklusive Laptop, Pass und Geld. Trotz dieses Rückschlags konnte Conquest nach Großbritannien zurückkehren und setzte seine Suche fort.
Am 21. April 2023 war Conquest wieder im Brompton Cemetery, bewaffnet mit einem Maßband und einer Schaufel. Jay half ihm, den genauen Ort des Grabes zu bestimmen. „Es ist wie auf Schatzsuche“, sagte Jay, während er die Erde mit seinem Fuß zur Seite schob. Schließlich schlug Jay vor, dass Conquest selbst weitergraben solle. Conquest, zunächst ungläubig, willigte schließlich ein.
Am nächsten Tag, bei herrlichem Wetter und umgeben von sonnenbadenden Menschen, begann Conquest vorsichtig zu graben. „Es fühlte sich an, als würde ich im Garten arbeiten,“ erinnert er sich. Es war auch ein bisschen unangenehm – „Die Leute warfen mir unsichere Blicke zu, während sie vorbeigingen, aber niemand fragte, was ich da tat“. Nach einer Weile stieß er auf eine Steinoberfläche – das war es! Er hatte das Grab von Zukertort gefunden.
Die Geschichte von Johannes Hermann Zukertort ist ebenso faszinierend wie tragisch. Geboren 1842 in Polen, wurde er schnell zu einem der besten Schachspieler seiner Zeit. Doch obwohl er in England einige Erfolge feierte und 1883 das berühmte Londoner Turnier gewann, blieb ihm der Weltmeistertitel verwehrt. Sein größter Gegner war Wilhelm Steinitz, der erste offizielle Schachweltmeister, gegen den Zukertort 1886 in einem denkwürdigen Match unterlag.
Zukertorts Leben war geprägt von Erfolgen und Rückschlägen. Nach dem verlorenen Weltmeisterschaftskampf litt er an gesundheitlichen Problemen, die möglicherweise auf Malaria oder ein schwaches Herz zurückzuführen waren. 1888, während er eine Partie im berühmten Simpson's Divan spielte, brach er zusammen und verstarb am nächsten Tag im Charing Cross Hospital. Er war erst 46 Jahre alt.
Stuart Conquest war tief bewegt von der Vernachlässigung des Grabes und entschloss sich, es wieder in einen würdigen Zustand zu versetzen. In Zusammenarbeit mit Dr. Marek Stella-Sawicki, dem Vorsitzenden der Polish Heritage Society in the UK, und unterstützt durch eine großzügige Spende der polnischen Botschaft, plant Conquest, das Grab vollständig zu restaurieren und eine neue Grabplatte mit Inschriften in Polnisch und Englisch sowie einem Schachmotiv zu errichten.
Jacques Mieses, der Zukertort persönlich kannte, beschrieb ihn als einen Mann mit vielen Freunden, besonders in England. George MacDonnell erinnerte sich an ihn als „einen sehr angenehmen Kerl, fröhlich wie eine Grille und lebhaft wie ein Vogel.“ Henry Bird berichtete von Zukertorts Vorliebe für Simpson's, wo er in seinen letzten Jahren oft anzutreffen war.
Durch seine Hingabe und Liebe zum Schach hat Stuart Conquest nicht nur das Grab eines großen Schachmeisters wiederentdeckt, sondern auch dafür gesorgt, dass Johannes Hermann Zukertort nicht vergessen wird. Seine Bemühungen, das Grab zu restaurieren und zu ehren, sind ein schönes Beispiel dafür, wie die Erinnerung an die Pioniere des Schachs lebendig gehalten werden kann. Wer sich an diesem Projekt beteiligen möchte, kann sich direkt an Conquest oder die Polish Heritage Society wenden.
Wie Stuart Conquest Zukertorts Grab (wieder)entdeckt hat:
https://www.kwabc.org/de/zukertort-johannes-h.html
https://en.chessbase.com/post/che-magazine-starry-starry-knights
Zusammenfassung (AI):
Stuart Conquest erzählt die faszinierende Geschichte, wie er das Grab des berühmten Schachspielers Johannes Hermann Zukertort wiederentdeckte. Es ist eine Geschichte voller Zufälle, Leidenschaft und Hingabe – eine wahre Detektivarbeit, die Conquest auf eine Reise durch verschiedene Länder führte und schließlich zum Erfolg brachte.
Im Frühjahr 2023 schlenderte Conquest mit einem Freund durch den Brompton Cemetery in London. Auf der Suche nach prominenten Gräbern stieß er auf den Namen Zukertort auf Wikipedia. Diese Entdeckung war ein Schock für Conquest, der sich fragte, wie ein so bedeutender Schachmeister in Vergessenheit geraten konnte. Er kehrte sofort zum Friedhof zurück und traf auf den Friedhofsaufseher Jay, der bestätigte, dass Zukertort tatsächlich dort begraben war. Doch an der angegebenen Stelle war nichts als Gras zu sehen.
Bevor Conquest sich weiter mit der Suche befassen konnte, musste er nach Aix-les-Bains in Frankreich reisen, um an der Schach-Europameisterschaft teilzunehmen. Nach dem Turnier reiste er in die Schweiz, um den Schachsammler Georges Bertola zu besuchen, in der Hoffnung, mehr über Zukertorts Leben zu erfahren. Doch auf der Zugfahrt von Genf nach Lausanne wurde ihm seine Tasche gestohlen – inklusive Laptop, Pass und Geld. Trotz dieses Rückschlags konnte Conquest nach Großbritannien zurückkehren und setzte seine Suche fort.
Am 21. April 2023 war Conquest wieder im Brompton Cemetery, bewaffnet mit einem Maßband und einer Schaufel. Jay half ihm, den genauen Ort des Grabes zu bestimmen. „Es ist wie auf Schatzsuche“, sagte Jay, während er die Erde mit seinem Fuß zur Seite schob. Schließlich schlug Jay vor, dass Conquest selbst weitergraben solle. Conquest, zunächst ungläubig, willigte schließlich ein.
Am nächsten Tag, bei herrlichem Wetter und umgeben von sonnenbadenden Menschen, begann Conquest vorsichtig zu graben. „Es fühlte sich an, als würde ich im Garten arbeiten,“ erinnert er sich. Es war auch ein bisschen unangenehm – „Die Leute warfen mir unsichere Blicke zu, während sie vorbeigingen, aber niemand fragte, was ich da tat“. Nach einer Weile stieß er auf eine Steinoberfläche – das war es! Er hatte das Grab von Zukertort gefunden.
Die Geschichte von Johannes Hermann Zukertort ist ebenso faszinierend wie tragisch. Geboren 1842 in Polen, wurde er schnell zu einem der besten Schachspieler seiner Zeit. Doch obwohl er in England einige Erfolge feierte und 1883 das berühmte Londoner Turnier gewann, blieb ihm der Weltmeistertitel verwehrt. Sein größter Gegner war Wilhelm Steinitz, der erste offizielle Schachweltmeister, gegen den Zukertort 1886 in einem denkwürdigen Match unterlag.
Zukertorts Leben war geprägt von Erfolgen und Rückschlägen. Nach dem verlorenen Weltmeisterschaftskampf litt er an gesundheitlichen Problemen, die möglicherweise auf Malaria oder ein schwaches Herz zurückzuführen waren. 1888, während er eine Partie im berühmten Simpson's Divan spielte, brach er zusammen und verstarb am nächsten Tag im Charing Cross Hospital. Er war erst 46 Jahre alt.
Stuart Conquest war tief bewegt von der Vernachlässigung des Grabes und entschloss sich, es wieder in einen würdigen Zustand zu versetzen. In Zusammenarbeit mit Dr. Marek Stella-Sawicki, dem Vorsitzenden der Polish Heritage Society in the UK, und unterstützt durch eine großzügige Spende der polnischen Botschaft, plant Conquest, das Grab vollständig zu restaurieren und eine neue Grabplatte mit Inschriften in Polnisch und Englisch sowie einem Schachmotiv zu errichten.
Jacques Mieses, der Zukertort persönlich kannte, beschrieb ihn als einen Mann mit vielen Freunden, besonders in England. George MacDonnell erinnerte sich an ihn als „einen sehr angenehmen Kerl, fröhlich wie eine Grille und lebhaft wie ein Vogel.“ Henry Bird berichtete von Zukertorts Vorliebe für Simpson's, wo er in seinen letzten Jahren oft anzutreffen war.
Durch seine Hingabe und Liebe zum Schach hat Stuart Conquest nicht nur das Grab eines großen Schachmeisters wiederentdeckt, sondern auch dafür gesorgt, dass Johannes Hermann Zukertort nicht vergessen wird. Seine Bemühungen, das Grab zu restaurieren und zu ehren, sind ein schönes Beispiel dafür, wie die Erinnerung an die Pioniere des Schachs lebendig gehalten werden kann. Wer sich an diesem Projekt beteiligen möchte, kann sich direkt an Conquest oder die Polish Heritage Society wenden.
Zitat von Conrad Schormann am 7. August 2024, 19:33 UhrHelmut Pfleger recycelt in der Zeit die Conquest-Zukertort-Geschichte anhand der Senioren-EM, an der Conquest teilnahm:
https://www.zeit.de/zeit-magazin/2024/34/schach
Helmut Pfleger recycelt in der Zeit die Conquest-Zukertort-Geschichte anhand der Senioren-EM, an der Conquest teilnahm:
Zitat von Conrad Schormann am 7. September 2025, 11:44 Uhrhttps://twitter.com/JustChessSports/status/1964542640915161550
At his peak, Johannes Zukertort (7 September 1842 – 20 June 1888) was a very flashy tactical player, but he was not solely a Romantic. He proved well-rounded enough to assimilate modern theory as chess moved to the classical era.
-Eugene Manlapao#chess #ajedrez #schach #echecs pic.twitter.com/cTdz1Kt9k7— JustChessAndSports (@JustChessSports) September 7, 2025