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DSB-Fragestunde: Sponsoren, DWZ und Datenschutz

OFFENE FRAGESTUNDE MIT DSB-PRÄSIDENTIN INGRID LAUTERBACH

13. Juni 2024

DSB/Arne Jachmann

Am Montag, den 24. Juni 2024, ab 19.30 Uhr wird DSB-Präsidentin Ingrid Lauterbach gemeinsam mit Teilen des Präsidiums wieder zur Verfügung stehen, eine Stunde lang online Fragen von interessierten Schachspielerinnen und Schachspielern zu beantworten. Dabei gibt es erneut keine Vorgaben, es können Fragen zu allen Themen gestellt werden, die von Interesse sind.

Gerne könnt ihr eure Fragen vorab auch an die Präsidentin per E-Mail schicken: 

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Harald Koppen von der Deutschen Schachjugend wird die Veranstaltung wieder moderieren. Eine Voranmeldung ist nicht nötig. Der Link zur Veranstaltung wird noch auf unserer DSB-Webseite und unseren Social-Media-Kanälen bekanntgegeben.

Wir freuen uns auf eure Fragen und eure Teilnahme!

Für alle Fußballfans noch der Hinweis, dass die Fragestunde nicht mit einem EM-Spiel kollidiert, der Ball rollt an diesem Tag erst ab 21.00 Uhr in Spielen, an denen das deutsche Team nicht beteiligt ist.

Schachgeflüster berichtet von der Fragestunde:

https://shop.chess-tigers.de/blogs/news/offene-fragestunde-mit-der-dsb-prasidentin

Ein zentrales Thema waren die Sponsoren des Deutschen Schachbundes (DSB). Laut Lauterbach gibt es neben den etablierten DSB-Sponsoren auch themenbezogene Unterstützer, jedoch gibt es keine neuen Sponsorenakquise-Meldungen. Insofern bleibt es erstmal dabei: Von seinen Mitgliedern treibt der DSB rund 1.000.000 Euro ein, von Sponsoren rund 50.000. Fundraising, Werben um Spenden und Unterstützung, Verkauf von Leistungen gibt es nicht.

1.000.000 hier, 50.000 da: die Perlen bei Gunny und in der Rochade

Ein weiterer wichtiger Punkt war der Datenschutz. In diesem Zusammenhang wurde im Kongress die Transparenz abgeschafft, der Geburtstags-Newsletter eingestellt. Jetzt soll das Geburtsjahr aus der DWZ-Liste verschwinden, was die Auswertung der Ranglisten nach Jahrgängen erschwert. Schachgeflüster: "Überinterpretation" des Datenschutzes. 

Zum Thema DWZ (Deutsche Wertungszahl) äußerte sich Lauterbach ablehnend gegenüber der Möglichkeit, eine DWZ ohne Vereinsmitgliedschaft zu erspielen, obwohl dies Mehreinnahmen bringen könnte: "Das sehe ich nicht."

Ende 2024 oder 2025 soll es eine weitere Runde geben. 

Henning Geibel zum vermeintlichen Plan, das Geburtsjahr zu streichen:

Liebe Schachfreunde und -freundinnen!
 
Wie zu lesen ist, plant der DSB, bei den einzelnen Spielern die Angaben über das Geburtsjahr zu streichen. Angeblich folge man damit den Anforderungen des Datenschutzes. Man kann dies nur als Schnapsidee bezeichnen.
 
Denn danach würde es künftig beispielsweise nicht mehr möglich sein, zu erkennen, wer Senior ist und wer noch nicht. Veranstalter von Senioren-Turnieren hätten damit ein erhebliches Problem, zumal es bei den Senioren ja verschiedene Alterskategorien (50+, 60+ und 75+) gibt.
 
Auch würde nicht mehr sichtbar sein, wer noch Kind, Schüler oder Jugendlicher ist. Bekanntlich gibt es bei den Kindern und Jugendlichen noch mehr Altersklassen, nämlich allein sechs bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften. Wie will man diese künftig sichtbar machen ??
 
Plant der DSB oder die Deutsche Schachjugend etwa gar, die Jahrgangs-Meisterschaften der Jugendlichen abzuschaffen ?? Oder werden die Ergebnisse etwa der Altersklasse U 14 künftig geheim gehalten, weil man durch deren Veröffentlichung ja den Jahrgang der einzelnen Spieler/innen verraten würde?
 
Wird künftig vielleicht auch darauf verzichtet, weibliche Mitglieder als solche zu kennzeichnen ?  Denn auch das gehört zum Thema Datenschutz. Dürfen dann auch Männer bei Frauen-Turnieren mitspielen ??
 
Man könnte sich noch weiteren Unsinn vorstellen...
 
Deshalb bleibt zu hoffen, dass der DSB diesen Irrweg schnellstens wieder verlässt.
 
Schöne Grüße aus dem Norden
 
Euer Henning