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Humphrey Bogart und Schach

Humphrey Bogart, Paul Limbos und eine Schachpartie in Stanleyville

Humphrey Bogart liebte Schach. In Interviews erzählte er, dass er jede freie Minute zwischen Dreharbeiten am Brett verbrachte – so wie sein Freund John Wayne. 1951, während der Dreharbeiten zu The African Queen im damaligen Stanleyville (heute Kisangani, Demokratische Republik Kongo), begegnete er einem Mann, der sich schlicht als „Dr. Limbos“ vorstellte.


Titelseite des Magazins Chess Review, Juni-Juli 1945

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Paul Limbos war höflich, bescheiden – und verschwieg, dass er mehrmals Brüsseler Stadtmeister und belgischer Landesmeister gewesen war. Bogart fragte, ob er Amateur sei. Limbos nickte. „Dann spielen wir um einen Dollar pro Partie“, schlug Bogart vor.

Der Abend endete mit 17 Dollar Gewinn für Limbos. Drei Partien endeten remis, den Rest gewann er. Lauren Bacall und Katharine Hepburn versuchten, den Belgier durch umgekippte Whiskygläser aus dem Konzept zu bringen, doch Limbos blieb konzentriert. Bogart dagegen rauchte ununterbrochen – mindestens drei Päckchen Zigaretten, allein während ihrer Begegnung.

Bogart bevorzugte mit Weiß die Italienische oder die Schottische Eröffnung, mit Schwarz meist die Französische Verteidigung. Wieder spielen wollte er gegen Limbos nicht. Fortan grüßte er ihn nur noch freundlich im Hotelflur: „Hello, Doc“ – und ging weiter.

Quelle: GM Zenón Franco Ocampos, ABC Color (30. Dezember 2014)

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