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HSV Eintracht Seiffen
Zitat von Conrad Schormann am 16. Mai 2026, 11:57 UhrHunderte Kilometer für das sechste Brett
Freie Presse, 15. Mai 2026, von Karlheinz Schlegel (Abo)
Für die meisten Vereinsspielerinnen und -spieler bedeutet ein Auswärtsspiel eine kurze Autofahrt. Für Simone Frübing beginnt jeder Spieltag mit einer Reise von Berlin-Köpenick ins Erzgebirge. Das schreibt Freie Presse.
Die 60-Jährige spielt seit der Saison 2021/22 am sechsten Brett für den HSV Eintracht Seiffen — einen Verein im sächsischen Spielzeugdorf Seiffen, der ihr seit Jahrzehnten vertraut ist. Ihre Verbindung zu dem Ort begann nicht mit dem Vereinsbeitritt, sondern viel früher: Seit 1981 nimmt sie am Seiffener Schachturnier um den Pokal des Handwerks teil, dem ältesten Schachturnier Sachsens. Im März 2026 war sie zum 25. Mal dabei — die Gemeinde Seiffen zeichnete sie dafür aus.
Loyalität über Jahrzehnte
Den langen Fahrtweg nimmt Frübing gelassen. Eine Tante in Chemnitz macht die Reise zusätzlich lohnenswert. Eine mehrjährige Pause hatte einen anderen Grund: Sie kümmerte sich um ihre Kinder. Beide spielen heute selbst erfolgreich Schach. Sohn Stefan (37) startete zuletzt bei der Europameisterschaft in Katowice, Tochter Sophia kann ebenfalls Erfolge vorweisen.
Im Verein schätzt man ihre Verlässlichkeit. „Wir freuen uns, dass Simone so engagiert ist und bei uns spielt. Die Zeit, die sie für die langen Fahrten opfert, ist gar nicht genug anzuerkennen", sagt Helmut Franke, ein erfahrener Seiffener Schachspieler. Mit einer Wertungszahl von 1624 hat Frübing nicht nur in schwierigen personellen Phasen ausgeholfen, sondern auch messbar zum sportlichen Erfolg beigetragen.
Eine Karriere seit 1975
Frübing spielt Schach seit 1975. In der Altersklasse 15/16 belegte sie einmal den dritten Rang bei DDR-Meisterschaften. Seitdem hat sie für mehrere Vereine gespielt, darunter Rotation Schwedt, Bau-Union Berlin und TuS Coswig, zeitweise auch in der Oberliga und der 2. Bundesliga. „Wir sind eine ganz schachverrückte Familie", sagt sie.
Im vergangenen Jahr übernahm sie von Franke die Organisation des Turniers um den Pokal des Handwerks — eine Aufgabe, die selbst in Seiffen für Staunen sorgte. Die Saison 2025/26 schloss Eintracht Seiffen auf Rang zwei der Staffel B der 1. Bezirksklasse ab, der Aufstieg blieb knapp aus. Frübing kündigt an: „Wir nehmen einfach nächstes Jahr noch einmal Anlauf."
Hunderte Kilometer für das sechste Brett
Freie Presse, 15. Mai 2026, von Karlheinz Schlegel (Abo)
Für die meisten Vereinsspielerinnen und -spieler bedeutet ein Auswärtsspiel eine kurze Autofahrt. Für Simone Frübing beginnt jeder Spieltag mit einer Reise von Berlin-Köpenick ins Erzgebirge. Das schreibt Freie Presse.
Die 60-Jährige spielt seit der Saison 2021/22 am sechsten Brett für den HSV Eintracht Seiffen — einen Verein im sächsischen Spielzeugdorf Seiffen, der ihr seit Jahrzehnten vertraut ist. Ihre Verbindung zu dem Ort begann nicht mit dem Vereinsbeitritt, sondern viel früher: Seit 1981 nimmt sie am Seiffener Schachturnier um den Pokal des Handwerks teil, dem ältesten Schachturnier Sachsens. Im März 2026 war sie zum 25. Mal dabei — die Gemeinde Seiffen zeichnete sie dafür aus.
Loyalität über Jahrzehnte
Den langen Fahrtweg nimmt Frübing gelassen. Eine Tante in Chemnitz macht die Reise zusätzlich lohnenswert. Eine mehrjährige Pause hatte einen anderen Grund: Sie kümmerte sich um ihre Kinder. Beide spielen heute selbst erfolgreich Schach. Sohn Stefan (37) startete zuletzt bei der Europameisterschaft in Katowice, Tochter Sophia kann ebenfalls Erfolge vorweisen.
Im Verein schätzt man ihre Verlässlichkeit. „Wir freuen uns, dass Simone so engagiert ist und bei uns spielt. Die Zeit, die sie für die langen Fahrten opfert, ist gar nicht genug anzuerkennen", sagt Helmut Franke, ein erfahrener Seiffener Schachspieler. Mit einer Wertungszahl von 1624 hat Frübing nicht nur in schwierigen personellen Phasen ausgeholfen, sondern auch messbar zum sportlichen Erfolg beigetragen.
Eine Karriere seit 1975
Frübing spielt Schach seit 1975. In der Altersklasse 15/16 belegte sie einmal den dritten Rang bei DDR-Meisterschaften. Seitdem hat sie für mehrere Vereine gespielt, darunter Rotation Schwedt, Bau-Union Berlin und TuS Coswig, zeitweise auch in der Oberliga und der 2. Bundesliga. „Wir sind eine ganz schachverrückte Familie", sagt sie.
Im vergangenen Jahr übernahm sie von Franke die Organisation des Turniers um den Pokal des Handwerks — eine Aufgabe, die selbst in Seiffen für Staunen sorgte. Die Saison 2025/26 schloss Eintracht Seiffen auf Rang zwei der Staffel B der 1. Bezirksklasse ab, der Aufstieg blieb knapp aus. Frübing kündigt an: „Wir nehmen einfach nächstes Jahr noch einmal Anlauf."



