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Hessischer Schachverband

Mattgesetzt #5: Wie Hessen seine Schachtalente fördert
Quelle: Hessischer Schachverband – Interviewreihe „Mattgesetzt“, Folge 5, Fabian Czappa im Gespräch mit Markus Hahn, 7. Oktober 2025

Die Interviewreihe „Mattgesetzt“ des Hessischen Schachverbands geht in ihre fünfte Runde. Diesmal spricht Fabian Czappa mit Markus Hahn über den Leistungskader, Trainingsstrukturen und die Frage, wie der Verband seine stärksten Kinder und Jugendlichen fördert.

Der hessische Leistungssport richtet sich an Jugendliche unter 18 Jahren, die zur erweiterten Landesspitze ihres Jahrgangs gehören. Rund 28 Talente werden aktuell betreut, aufgeteilt in drei Gruppen mit jeweils einem Trainer. Mehrmals im Jahr treffen sie sich zu Wochenend-Lehrgängen, die meist in Jugendherbergen stattfinden. Hinzu kommen gemeinsame Turnierauftritte, etwa beim Staufer Open in Schwäbisch Gmünd oder beim Heusenstamm Open, wo die Kinder von Verbandstrainern vorbereitet und analysiert werden.

Ganz kostenlos ist das nicht: Für die Lehrgänge wird ein Eigenanteil fällig, Startgelder und Reisen zu Turnieren tragen die Familien selbst. Wer sich durch gute Leistungen bei den Hessenmeisterschaften empfiehlt, kann es auch in den deutschen Kader schaffen – derzeit sind mehrere hessische Jugendliche dabei, darunter Christian Glöckler, Lloyd Shang Burkart, Alexis Buchinger, Harshill Pradeep und Sepas Zargaran. Voraussetzung ist allerdings eine aktive Spielberechtigung für einen hessischen Verein.

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Hahn betont, dass der Landesverband in den vergangenen Jahren regelmäßig zur deutschen Spitze gehörte. Im Medaillenspiegel der Deutschen Meisterschaften landet Hessen häufig unter den ersten drei, 2024 gelang bei der Deutschen Ländermeisterschaft sogar der Titelgewinn. Der Kader hat zahlreiche Titelträger hervorgebracht: Alexander Donchenko, Dennis Wagner, Jan-Christian Schröder, Hagen Poetsch, Julian Geske, Oliver Stork, Marian Nothnagel, Vincent Spitzl, Robert Baskin und Kevin Haack haben alle im hessischen System trainiert.

Ein Problem sieht Hahn in der Vereinsstruktur. Hessen hat nur wenige Klubs in den höchsten Ligen – derzeit Wolfhagen in der Bundesliga und Hofheim in der zweiten Liga Nord. Wer regelmäßig gegen starke Gegner spielen will, zieht deshalb nicht selten nach Viernheim oder Baden-Baden. Diese Wechsel seien verständlich, auch wenn sie aus Verbandssicht bedauerlich seien.

„Nicht professionell, aber keine Fehlentscheidung“ – Holger Bergmann über Irrtümer, Olympia und Fairness
Zusammenfassung von „Mattgesetzt #7.2“ auf der Website des Hessischen Schachverbands, veröffentlicht am 08.12.2025

Im zweiten Teil des Interviews spricht Holger Bergmann mit Fabian Czappa über Schiedsrichter-Rollen, Eigenheiten großer Turniere und Alltagsprobleme am Brett. Als Internationaler Schiedsrichter der Kategorie C war Bergmann unter anderem bei der Schach-Olympiade im Einsatz – trotz klarer Hierarchien und hoher Standards fühlt er sich nicht zum Weltmeisterschaftsniveau hingezogen.

Bergmann schildert typische Fallstricke: falsch vergebene Zeitgutschriften, kindgerechte Regelauslegung, Unklarheiten bei Stellungswiederholungen. Letztere seien für ihn das Schwierigste im Schiedsrichteralltag. Er betont, wie wichtig Transparenz, Vorbereitung und Teamarbeit seien – besonders bei Großereignissen. Aus dem Nähkästchen berichtet er von kuriosen Remis-Enden durch volle Partieformulare und Zeitboni in Dauerschleifen.

Cheating-Fälle hatte er selbst kaum. Ärgerlich findet er voreilige Verdächtigungen – besonders wenn sie von Verlierern kommen, ohne dass es konkrete Anhaltspunkte gibt. Auch prominente Beispiele seien da kein Vorbild. Was für Bergmann zählt: solide Regelkenntnis, pragmatische Entscheidungen und gegenseitiger Respekt.

Schach als Familienprojekt: Alltag, Turniere und frühe Ziele
Quelle: Hessischer Schachverband – „Mattgesetzt #8“, Interview von Fabian Czappa, 1. Januar 2026

Im Interview der Reihe „Mattgesetzt“ schildert Familie Stein offen, was es heißt, wenn Kinder früh Schach spielen – und die ganze Familie mitzieht. Im Mittelpunkt steht der junge Fabi Stein, der seit zweieinhalb Jahren Schach spielt, begonnen bei seinem Großvater und inzwischen fest im Vereins- und Turnierbetrieb verankert.

Seine Mutter Susi beschreibt den Einstieg über Schnellschachturniere, später über DWZ-gewertete Wettbewerbe und schließlich über die RKSTs, die Qualifikationsturniere zur Deutschen Meisterschaft. Die Familie musste dafür ihre anfängliche Fahrzeit-Grenze rasch aufgeben. Turniere in ganz Deutschland wurden zur Regel. Der Aufwand lohnte sich: Fabi qualifizierte sich beim vierten RKST für die Deutsche Meisterschaft.

Die Deutsche Meisterschaft selbst wird als sportlich wie menschlich prägend beschrieben. Neben den Partien spielen Freundschaften, Wiedersehen mit bekannten Familien und das Rahmenprogramm eine große Rolle. Auch Geschwister profitieren: jüngere Kinder sammeln beim KiKA-Turnier erste Erfahrungen, ältere planen bereits den Wechsel in offene Deutsche Meisterschaften.

Das Interview zeigt, wie sich Schach Schritt für Schritt zum Familienhobby entwickelte. Erst ein Kind, dann die Brüder, schließlich auch der Vater. Training findet über Vereine, Schul-AGs, externe Trainer und Online-Kurse statt. Die Eltern betonen den Lerneffekt jenseits des Bretts: mit Niederlagen umgehen, Erfolge einordnen, dranbleiben.

Zu Gast bei der Bundesliga: Hessische Vereine überzeugen im Doppelspieltag

Quelle: Hessischer Schachverband e. V. – Beitrag von Fabian Czappa, veröffentlicht am 13. Januar 2026

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Seit der Saison 2018/19 sind die Schachfreunde Wolfhagen der einzige Verein aus dem Bereich des Hessischer Schachverband in der Schachbundesliga. Gemeinsam mit dem SC Viernheim bilden sie ein hessisches Reisepartner-Duo auf höchstem Niveau. Anlass für einen Besuch: der Bundesliga-Doppelspieltag am 10. und 11. Januar in Viernheim.

Gespielt wurde im „Treff im Bahnhof“, der mit rund 150 Gästen pro Tag eine dichte, familiäre Atmosphäre bot. Sportlich verlief das Wochenende aus hessischer Sicht erfolgreich: Wolfhagen gewann 5:3 gegen den FC St. Pauli und 4,5:3,5 gegen den Hamburger SK. Viernheim setzte sich mit 6:2 gegen den HSK sowie 5:3 gegen St. Pauli durch.

Begleitet wurden die Kämpfe von einem Livestream des SC Viernheim, kommentiert von Ilja Zaragatski und Angelika Valkova. Besonders hervorgehoben wurde der Auftritt von Jan-Krzysztof Duda, dessen Partie gegen Frederik Svane für Aufmerksamkeit sorgte. Ebenfalls stark präsentierte sich Bayastan Sydykov, früher Teil des hessischen Leistungskaders, mit 1,5 Punkten aus zwei Partien.

In der Tabelle steht der SC Viernheim nach dem Wochenende mit 12:0 Punkten an der Spitze, Wolfhagen folgt mit 9:3 Punkten auf Rang drei. Das direkte Duell der Reisepartner steigt am 24. April in Berlin bei der zentralen Endrunde. Weitere Heimspiele beider Teams sind am 21. und 22. März erneut in Viernheim geplant.

Kongress am 29. März. Unter anderem ein Abwahlantrag gegen den Schatzmeister steht auf der Agenda.

https://www.hessischer-schachverband.de/news/einladung-hsv-kongress-2026

Neue Jugend-Hessenmeister im Schach gekürt

Quelle: Hessischer Schachverband – „Jugend-Hessenmeister:innen 2026", veröffentlicht am 06.04.2026

Die Hessischen Jugend-Einzelmeisterschaften im Schach haben neue Titelträger in den Altersklassen U10 bis U18 hervorgebracht. Das berichtet der Hessische Schachverband. Die Wettbewerbe fanden im Rahmen des Zentralen Lagers der Hessischen Schachjugend über Ostern 2026 statt und umfassten sowohl geschlossene Meisterschaftsturniere als auch offene Wettbewerbe in den Altersklassen U10, U12 und U18.

In den geschlossenen Meisterschaften setzten sich folgende Spielerinnen und Spieler durch: Eric Ju (U10), Akshara Srinivasan (U10w), Jonas Liu (U12), Flora Huang (U12w), Toni Stehning (U14), Jasmin Huang (U14w), Felix Stephanblome (U16), Chen Fan Gao (U16w), Maximilian Steigleder (U18) sowie Sarah Neininger (U18w).

Offene Turniere und Blitzwettbewerbe

Die offenen Turniere, deren Sieger einen Qualifikationsplatz für die geschlossenen Meisterschaften im Folgejahr erhalten, gewannen Kavin Vijayakumari Soundiraraju (U10 offen), Noel Krieg (U12 offen) und Anton Käppel (U18 offen).

In den parallel ausgetragenen Blitzturnieren siegten unter anderem Artem Pushkarov (U10), Nika Katliarova (U10w), Jonas Liu (U12), Flora Huang (U12w), Sarvesh Sasikumar Anitha (U14), Jasmin Huang (U14w), Shahzaib Shanawaz Thabrez (U16), Helena Wolf (U16w), Philipp Mester (U18) und Sajra Dedic (U18w).

Automatisch KI-generierter Beitrag

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