Gleichstellungsbericht des DSB
Zitat von Conrad Schormann am 20. April 2026, 18:27 UhrDSB will Zahl weiblicher Mitglieder auf 16.000 steigern
Quelle: Deutscher Schachbund – „Wir haben ein klares strategisches Ziel gesetzt: 16.000 weibliche Mitglieder.", veröffentlicht am 20. April 2026
Der Deutsche Schachbund (DSB) hat seinen ersten Gleichstellungsbericht vorgelegt und darin ein konkretes Wachstumsziel formuliert: Die Zahl der weiblichen Mitglieder soll langfristig von derzeit 10.043 auf 16.000 steigen. Das berichtet der Deutsche Schachbund. Der Frauenanteil liegt aktuell bei knapp über zehn Prozent der insgesamt 98.686 Mitglieder – ein langsamer, aber stetiger Anstieg gegenüber rund 6,5 Prozent im Jahr 2005.
Vizepräsident Jannik Kiesel, der den Bericht verantwortet, verweist auf ein strukturelles Problem: Mädchen treten dem Schach überwiegend im Alter von acht Jahren bei, verlassen die Vereine jedoch bereits mit elf Jahren in besonders hoher Zahl – zwei Jahre früher als Jungen. Als Gründe nennt Kiesel unter anderem fehlende soziale Einbindung, den Eintritt in die Pubertät sowie zunehmende schulische Belastungen.
Frauen in Führungspositionen stark unterrepräsentiert
Neben dem frühen Ausstieg von Mädchen kritisiert der Bericht die geringe Präsenz von Frauen in Führungspositionen. Im DSB-Präsidium ist aktuell nur eine von vier Positionen weiblich besetzt. In den 16 Referaten werden lediglich zwei durch Frauen geleitet; von 22 Mitgliedsverbänden wird nur einer von einer Frau geführt. Zudem führen fast 50 Prozent der weiblichen Mitglieder keine Deutsche Wertungszahl, sind also im aktiven Wettkampfbetrieb nicht vertreten.
Im internationalen Vergleich schneidet Deutschland beim FIDE Gender Equality Index (GECI) mit Rang 79 schwach ab. Als Gegenmaßnahmen plant der DSB unter anderem ein gemeinsames Förderprojekt mit der Deutschen Schachjugend sowie Formate wie den Mädchen Schach Super Tuesday. Langfristiges Ziel ist es, die vom DOSB definierte Gleichstellungsschwelle von 30 Prozent Frauenanteil zu erreichen.
DSB will Zahl weiblicher Mitglieder auf 16.000 steigern
Quelle: Deutscher Schachbund – „Wir haben ein klares strategisches Ziel gesetzt: 16.000 weibliche Mitglieder.", veröffentlicht am 20. April 2026
Der Deutsche Schachbund (DSB) hat seinen ersten Gleichstellungsbericht vorgelegt und darin ein konkretes Wachstumsziel formuliert: Die Zahl der weiblichen Mitglieder soll langfristig von derzeit 10.043 auf 16.000 steigen. Das berichtet der Deutsche Schachbund. Der Frauenanteil liegt aktuell bei knapp über zehn Prozent der insgesamt 98.686 Mitglieder – ein langsamer, aber stetiger Anstieg gegenüber rund 6,5 Prozent im Jahr 2005.
Vizepräsident Jannik Kiesel, der den Bericht verantwortet, verweist auf ein strukturelles Problem: Mädchen treten dem Schach überwiegend im Alter von acht Jahren bei, verlassen die Vereine jedoch bereits mit elf Jahren in besonders hoher Zahl – zwei Jahre früher als Jungen. Als Gründe nennt Kiesel unter anderem fehlende soziale Einbindung, den Eintritt in die Pubertät sowie zunehmende schulische Belastungen.
Frauen in Führungspositionen stark unterrepräsentiert
Neben dem frühen Ausstieg von Mädchen kritisiert der Bericht die geringe Präsenz von Frauen in Führungspositionen. Im DSB-Präsidium ist aktuell nur eine von vier Positionen weiblich besetzt. In den 16 Referaten werden lediglich zwei durch Frauen geleitet; von 22 Mitgliedsverbänden wird nur einer von einer Frau geführt. Zudem führen fast 50 Prozent der weiblichen Mitglieder keine Deutsche Wertungszahl, sind also im aktiven Wettkampfbetrieb nicht vertreten.
Im internationalen Vergleich schneidet Deutschland beim FIDE Gender Equality Index (GECI) mit Rang 79 schwach ab. Als Gegenmaßnahmen plant der DSB unter anderem ein gemeinsames Förderprojekt mit der Deutschen Schachjugend sowie Formate wie den Mädchen Schach Super Tuesday. Langfristiges Ziel ist es, die vom DOSB definierte Gleichstellungsschwelle von 30 Prozent Frauenanteil zu erreichen.
Zitat von glor am 25. April 2026, 12:18 UhrUnterrepräsentiert ist eine Gruppe, wenn sie in Positionen einen geringeren Anteil als in der ganzen Gruppe hat. Ansonsten wären dort auch Rothaarige unterrepräsentiert. Insofern ist eine von vier im Präsidium eindeutig überrepräsentiert.

