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Georgios Makropoulos (1953-2026)

Der IM und langjährige Schachfunktionär ist gestorben, wie der Europaverband jetzt mitgeteilt hat:

Elf Tage vor der Wahl in Samarkand stirbt der mächtigste Strippenzieher der alten FIDE

Quelle: World Chess – „FIDE Powerbroker Georgios Makropoulos Dies On Eve Of Samarkand Election", 15. September 2026

Georgios Makropoulos ist im Alter von 72 Jahren gestorben, elf Tage vor der Wahl, zu der er erneut angetreten wäre. Der griechische Internationale Meister gehörte zu den 18 Kandidaten, die bei der FIDE-Generalversammlung in Samarkand am 26. September um vier gewählte Vizepräsidentenposten konkurrieren. Das berichtet World Chess. Der frühere FIDE-Kommunikationschef David Llada machte den Tod am Morgen des 15. September öffentlich, die FIDE bestätigte ihn anschließend.

Makropoulos bestimmte die Schachpolitik rund vier Jahrzehnte lang mit: Vizepräsident ab 1986, Generalsekretär ab 1990, von 1996 bis 2018 stellvertretender Präsident. Nachdem die USA 2015 Sanktionen gegen Präsident Kirsan Ilyumzhinov verhängt hatten, übernahm er die Verantwortung für Recht, Finanzen und Geschäfte des Verbandes und übte damit einen großen Teil der Präsidentenbefugnisse aus. Ilyumzhinov blieb Präsident nur dem Namen nach, das Verhältnis der beiden endete im offenen Streit.

Niederlage in Batumi, Rückkehr 2022

2018 griff Makropoulos selbst nach dem Präsidentenamt und unterlag in Batumi dem früheren russischen Vizeregierungschef Arkady Dvorkovich. Vier Jahre später kehrte er als Vizepräsident in die FIDE-Führung zurück. Sieben griechische Meistertitel gewann er zwischen 1971 und 1985, 1979 wurde er Internationaler Meister, seine höchste Wertung lag bei 2485.

Sein Name hätte auf dem Stimmzettel in Samarkand stehen sollen. Wie die FIDE damit umgeht, ist offen.

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Georgios Makropoulos stirbt mit 72 – kurz vor der FIDE-Wahl in Samarkand

Quelle: chess.com – „IM Georgios Makropoulos, a 7-Time Greek Champion And Longtime FIDE Official, Dies At 72", 15. September 2026, Tarjei J. Svensen

Georgios Makropoulos ist im Alter von 72 Jahren gestorben. Der griechische Schachverband und die FIDE gaben den Tod am 15. September bekannt. Das berichtet chess.com. Der Internationale Meister gehörte dem FIDE-Council an und zählte zu den 18 zugelassenen Kandidaten, die sich bei der Generalversammlung im September in Samarkand um vier gewählte Vizepräsidentenposten bewerben.

Makropoulos wurde 1953 in Thessaloniki geboren, gewann zwischen 1971 und 1985 siebenmal die griechische Meisterschaft und spielte bei drei Schacholympiaden für Griechenland, zweimal am ersten Brett. Von 1982 bis 2021 führte er den griechischen Verband.

Vier Jahrzehnte in der FIDE-Führung

In die Spitze des Weltverbands rückte er 1986 auf. Er war Generalsekretär, von 1996 bis 2015 Vizepräsident und von 2015 bis 2018 amtierender FIDE-Präsident, nachdem sich Kirsan Ilyumzhinov nach Sanktionen aus dem operativen Geschäft zurückgezogen hatte. Die Präsidentschaftswahl 2018 verlor er gegen Arkady Dvorkovich; 2022 kehrte er als gewählter Vizepräsident zurück.

FIDE-Geschäftsführer Emil Sutovsky schrieb auf X, er könne kaum fassen, dass Makropoulos nicht mehr da sei.

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Nicht die Schwierigkeit der Stellung zählte für Makropoulos, sondern der beste Zug

Quelle: European Chess Union – „Resolution of Hounour and Remembrance for Georgios Makropoulos", 22. September 2026

Georgios Makropoulos hielt seine schweren gesundheitlichen Probleme vor anderen verborgen. Er kam weiter zu den Sitzungen, arbeitete, plante, mit unveränderter geistiger Wachheit und ohne die Krankheit je als Entschuldigung zu benutzen. Nicht die Schwierigkeit einer Stellung beschäftigte ihn, sondern die Suche nach dem bestmöglichen Zug. Das schreibt European Chess Union. Nach seinem Tod trat das Präsidium des Griechischen Schachverbands ESO am 16. September 2026 zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen und beschloss einstimmig eine Ehren- und Gedenkresolution.

Vom Spitzenbrett in die Verbandspolitik

Internationaler Meister seit 1979, siebenfacher griechischer Meister, dreimal Teilnehmer an Schacholympiaden, zweimal am ersten Brett: Die sportliche Laufbahn war nur das erste Kapitel. Als Präsident des griechischen Verbands trug er entscheidend dazu bei, dass Thessaloniki die Olympiaden 1984 und 1988 ausrichtete. Ab 1986 gehörte er über Jahrzehnte zur Führung der FIDE, unter anderem als Deputy President und als Vizepräsident.

Was der Verband beschloss

Bei den Partien der Unionen, Lokalkomitees und Vereine am Wochenende des 19. und 20. September 2026 gedachte man seiner mit einer Schweigeminute, ebenso soll es beim nächsten offiziellen Verbandsereignis geschehen. Die Nationalmannschaften tragen Trauerflor; die FIDE wurde gebeten, vor Beginn der vierten Runde der Olympiade im Turniersaal eine Schweigeminute abzuhalten. Der Sitzungssaal des Präsidiums trägt künftig seinen Namen. Zudem prüft der Verband eine jährliche Veranstaltung zu seinem Gedenken.

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