Garri Kasparow
Zitat von Conrad Schormann am 26. Mai 2026, 19:38 UhrKasparow international zur Fahndung ausgeschrieben
Quelle: RBC – „Каспарова объявили в розыск по делу о нарушении закона об иноагентах", veröffentlicht am 23. Mai 2026
Russische Ermittler haben den Schachspieler Garri Kasparow international zur Fahndung ausgeschrieben. Das berichtet RBC. Grundlage sind zwei Anklagepunkte: Verstöße gegen das russische Gesetz über ausländische Agenten sowie die Billigung von Terrorismus im Internet.
Bereits im Dezember 2025 hatte das Zamoskworezki-Gericht in Moskau Kasparow in Abwesenheit wegen des Vorwurfs der Terrorismusbilligung verhaftet und ihn daraufhin nach diesem Paragraphen zur Fahndung ausgeschrieben. Im Jahr 2024 war der frühere Schachweltmeister in die Liste der Extremisten und Terroristen der russischen Finanzaufsichtsbehörde Rosfinmonitoring aufgenommen worden.
Mehrere Strafverfahren zusammengeführt
Im Oktober 2025 leitete der russische Inlandsgeheimdienst FSB ein Strafverfahren gegen Kasparow wegen des Vorwurfs der gewaltsamen Machtergreifung sowie der Organisation einer terroristischen Vereinigung ein. Im Februar 2026 folgte ein weiteres Verfahren wegen Nichterfüllung der Pflichten als ausländischer Agent. Dieses wurde anschließend mit dem laufenden Ermittlungsverfahren zur Terrorismusbilligung zusammengeführt. Das russische Justizministerium hatte Kasparow zuvor als ausländischen Agenten eingestuft.
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Kasparow international zur Fahndung ausgeschrieben
Quelle: RBC – „Каспарова объявили в розыск по делу о нарушении закона об иноагентах", veröffentlicht am 23. Mai 2026
Russische Ermittler haben den Schachspieler Garri Kasparow international zur Fahndung ausgeschrieben. Das berichtet RBC. Grundlage sind zwei Anklagepunkte: Verstöße gegen das russische Gesetz über ausländische Agenten sowie die Billigung von Terrorismus im Internet.
Bereits im Dezember 2025 hatte das Zamoskworezki-Gericht in Moskau Kasparow in Abwesenheit wegen des Vorwurfs der Terrorismusbilligung verhaftet und ihn daraufhin nach diesem Paragraphen zur Fahndung ausgeschrieben. Im Jahr 2024 war der frühere Schachweltmeister in die Liste der Extremisten und Terroristen der russischen Finanzaufsichtsbehörde Rosfinmonitoring aufgenommen worden.
Mehrere Strafverfahren zusammengeführt
Im Oktober 2025 leitete der russische Inlandsgeheimdienst FSB ein Strafverfahren gegen Kasparow wegen des Vorwurfs der gewaltsamen Machtergreifung sowie der Organisation einer terroristischen Vereinigung ein. Im Februar 2026 folgte ein weiteres Verfahren wegen Nichterfüllung der Pflichten als ausländischer Agent. Dieses wurde anschließend mit dem laufenden Ermittlungsverfahren zur Terrorismusbilligung zusammengeführt. Das russische Justizministerium hatte Kasparow zuvor als ausländischen Agenten eingestuft.
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Zitat von Conrad Schormann am 7. Juli 2026, 13:13 UhrKasparow warnt vor Putin-Eskalation in Europa
Quelle: Watson – „Garri Kasparow über den Ukraine-Krieg, Diktator Putin und den Westen", veröffentlicht am 6. Juli 2026
Der frühere Schachweltmeister Garri Kasparow warnt vor einer zunehmenden Gefahr russischer Angriffe auf NATO-Staaten. Das berichtet Watson. In einem Interview mit österreichischen Medien äusserte sich der 63-jährige Putin-Kritiker zum Ukraine-Krieg, zur Lage westlicher Demokratien und zu künstlicher Intelligenz.
Kasparow hält es für immer wahrscheinlicher, dass Wladimir Putin nach den russischen Wahlen im September kleinere Angriffe auf die NATO-Grenzen in Lettland und Estland starten könnte. Putin rechne damit, dass viele europäische Länder innerhalb der nächsten zwei Jahre ihm wohlgesonnene Regierungen haben werden. Als Beispiele nennt Kasparow Frankreich, wo 2027 zwischen zwei Putin-Sympathisanten gewählt werden müsse, sowie Deutschland, wo die AfD erstarke, und Österreich, wo die FPÖ als populärste Partei gelte.
Putin setzt nicht auf Atomwaffen – aber auf Zeit
Den Einsatz taktischer Atomwaffen durch Russland hält Kasparow für einen Bluff. Das Regime sei letztlich auf persönliche Bereicherung ausgerichtet, niemand dort sei bereit, für Putin zu sterben. Putin vergleicht Kasparow nicht mit Stalin oder Hitler, sondern mit einer Figur des organisierten Verbrechens: Ein Atomwaffeneinsatz würde alle Beteiligten zu Zielen machen, auch Putin selbst.
Für eine Beendigung des Krieges sieht Kasparow vor allem bei den Sanktionen Handlungsbedarf. Diese funktionierten derzeit nicht, da Russland immer wieder Schlupflöcher finde. Zudem müsse Putins Elite unter Druck gesetzt werden, deren Loyalität nicht auf Ideologie, sondern auf Geld beruhe. Langfristig prognostiziert Kasparow, dass China die eigentliche strategische Bedrohung darstelle – sowohl für den Westen als auch für Russland selbst, da Peking massive territoriale Ansprüche auf russisches Gebiet erhebe.
Zur künstlichen Intelligenz äussert sich Kasparow gelassen: Sprachmodelle wie ChatGPT seien wichtige Werkzeuge, aber keine Maschinen, die Menschen ersetzen würden. Die eigentliche Gefahr für Arbeitsplätze gehe von anderen Menschen aus, die KI besser nutzten.
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Kasparow warnt vor Putin-Eskalation in Europa
Quelle: Watson – „Garri Kasparow über den Ukraine-Krieg, Diktator Putin und den Westen", veröffentlicht am 6. Juli 2026
Der frühere Schachweltmeister Garri Kasparow warnt vor einer zunehmenden Gefahr russischer Angriffe auf NATO-Staaten. Das berichtet Watson. In einem Interview mit österreichischen Medien äusserte sich der 63-jährige Putin-Kritiker zum Ukraine-Krieg, zur Lage westlicher Demokratien und zu künstlicher Intelligenz.
Kasparow hält es für immer wahrscheinlicher, dass Wladimir Putin nach den russischen Wahlen im September kleinere Angriffe auf die NATO-Grenzen in Lettland und Estland starten könnte. Putin rechne damit, dass viele europäische Länder innerhalb der nächsten zwei Jahre ihm wohlgesonnene Regierungen haben werden. Als Beispiele nennt Kasparow Frankreich, wo 2027 zwischen zwei Putin-Sympathisanten gewählt werden müsse, sowie Deutschland, wo die AfD erstarke, und Österreich, wo die FPÖ als populärste Partei gelte.
Putin setzt nicht auf Atomwaffen – aber auf Zeit
Den Einsatz taktischer Atomwaffen durch Russland hält Kasparow für einen Bluff. Das Regime sei letztlich auf persönliche Bereicherung ausgerichtet, niemand dort sei bereit, für Putin zu sterben. Putin vergleicht Kasparow nicht mit Stalin oder Hitler, sondern mit einer Figur des organisierten Verbrechens: Ein Atomwaffeneinsatz würde alle Beteiligten zu Zielen machen, auch Putin selbst.
Für eine Beendigung des Krieges sieht Kasparow vor allem bei den Sanktionen Handlungsbedarf. Diese funktionierten derzeit nicht, da Russland immer wieder Schlupflöcher finde. Zudem müsse Putins Elite unter Druck gesetzt werden, deren Loyalität nicht auf Ideologie, sondern auf Geld beruhe. Langfristig prognostiziert Kasparow, dass China die eigentliche strategische Bedrohung darstelle – sowohl für den Westen als auch für Russland selbst, da Peking massive territoriale Ansprüche auf russisches Gebiet erhebe.
Zur künstlichen Intelligenz äussert sich Kasparow gelassen: Sprachmodelle wie ChatGPT seien wichtige Werkzeuge, aber keine Maschinen, die Menschen ersetzen würden. Die eigentliche Gefahr für Arbeitsplätze gehe von anderen Menschen aus, die KI besser nutzten.
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