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Frank Hoffmeister
Zitat von Conrad Schormann am 23. August 2026, 14:32 UhrSchachgeschichte endet nicht an Landesgrenzen
Quelle: Chess Tigers – „FIDE-Präsidentenwahl & Schachgeschichte - mit Dr. Frank Hoffmeister", 27. Juli 2026
Wer die Meister des 19. Jahrhunderts nur an heutigen Engine-Maßstäben misst, versteht sie nicht. Entscheidend sei, wie weit Eröffnungstheorie und Technik damals waren – und ob ein nationaler Meister auch das Schach der Nachbarländer befruchtet habe. Das sagte Frank Hoffmeister im Gespräch mit Michael Busse. Aus dieser Frage seien seine Bücher zur europäischen Schachtheorie sowie zur belgischen und französischen Verbandsgeschichte entstanden. Zum 150-jährigen Jubiläum des Deutschen Schachbunds 2027 plant er ein englischsprachiges Buch, das die Geschichte nicht nur chronikartig erzählt, sondern auch bewertet und kritisiert.
https://youtu.be/EEuOlf5sRZA
Botvinnik überbewertet, Euwe unterschätzt
Für überbewertet hält Hoffmeister Mikhail Botvinnik: Er habe Paul Keres kleingehalten und im Revanchekampf gegen Mikhail Tal auf einem Antritt des schwer kranken Gegners bestanden. „Der hat aus meiner Sicht nicht mit fairen Mitteln seine WM-Kämpfe bestritten." Unterschätzt sieht er Max Euwe, der als einziger Weltmeister seiner Zeit systematisch darüber nachgedacht habe, wie sich Schachwissen vermitteln lässt.
Sanktionen und Wahlkampf
Die EU-Sanktionen gegen Arkady Dvorkovich begründet Hoffmeister damit, dass dieser die besetzten ukrainischen Gebiete als Teil Russlands bezeichnet und dort Turniere zugelassen habe. Dass Dvorkovich sein Amt nur ruhen lasse, statt zurückzutreten, deutet er als Versuch, sich alle Möglichkeiten offenzuhalten. Gewählt werde in der FIDE ohnehin nicht allein nach Kompetenz – Russland habe früher seine Botschaften für Wahlkampf genutzt.
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Schachgeschichte endet nicht an Landesgrenzen
Quelle: Chess Tigers – „FIDE-Präsidentenwahl & Schachgeschichte - mit Dr. Frank Hoffmeister", 27. Juli 2026
Wer die Meister des 19. Jahrhunderts nur an heutigen Engine-Maßstäben misst, versteht sie nicht. Entscheidend sei, wie weit Eröffnungstheorie und Technik damals waren – und ob ein nationaler Meister auch das Schach der Nachbarländer befruchtet habe. Das sagte Frank Hoffmeister im Gespräch mit Michael Busse. Aus dieser Frage seien seine Bücher zur europäischen Schachtheorie sowie zur belgischen und französischen Verbandsgeschichte entstanden. Zum 150-jährigen Jubiläum des Deutschen Schachbunds 2027 plant er ein englischsprachiges Buch, das die Geschichte nicht nur chronikartig erzählt, sondern auch bewertet und kritisiert.
Botvinnik überbewertet, Euwe unterschätzt
Für überbewertet hält Hoffmeister Mikhail Botvinnik: Er habe Paul Keres kleingehalten und im Revanchekampf gegen Mikhail Tal auf einem Antritt des schwer kranken Gegners bestanden. „Der hat aus meiner Sicht nicht mit fairen Mitteln seine WM-Kämpfe bestritten." Unterschätzt sieht er Max Euwe, der als einziger Weltmeister seiner Zeit systematisch darüber nachgedacht habe, wie sich Schachwissen vermitteln lässt.
Sanktionen und Wahlkampf
Die EU-Sanktionen gegen Arkady Dvorkovich begründet Hoffmeister damit, dass dieser die besetzten ukrainischen Gebiete als Teil Russlands bezeichnet und dort Turniere zugelassen habe. Dass Dvorkovich sein Amt nur ruhen lasse, statt zurückzutreten, deutet er als Versuch, sich alle Möglichkeiten offenzuhalten. Gewählt werde in der FIDE ohnehin nicht allein nach Kompetenz – Russland habe früher seine Botschaften für Wahlkampf genutzt.
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