Forgotten Genius – The Life and Games of Grandmaster Dragoljub Velimirovic
Zitat von Conrad Schormann am 6. Februar 2026, 11:12 UhrForgotten Genius: Velimirovic endlich gerecht gewürdigt ★★★★★
Quelle: New In Chess – Rezension von Matthew Sadler, Januar 2026
Matthew Sadler vergibt fünf Sterne – und macht gleich klar: Forgotten Genius – The Life and Games of Grandmaster Dragoljub Velimirovic ist weit mehr als eine klassische Schachbiografie. Die Doppelbiografie von Georg Mohr und Ana Velimirovic-Zorica verbindet Lebensgeschichte, Zeitzeugnisse und ein außergewöhnliches Partiearchiv zu einem dichten Porträt eines zu Unrecht übersehenen Großmeisters. Sadlers Urteil ist eindeutig: ein bewegendes, kenntnisreiches Buch über einen großen Kämpfer des Schachs – historisch wertvoll, schachlich elektrisierend.
Leben zwischen Genie und Blockaden
Sadler zeigt, wie Dragoljub Velimirovic früh zur Weltklasse aufschloss – und wie ihn Entscheidungen des jugoslawischen Verbands, bizarre Qualifikationsregeln und persönliche Enttäuschungen immer wieder ausbremsten. Besonders scharf zeichnet er die verpassten WM-Zyklen 1962 und 1966 nach: sportlich stark, organisatorisch benachteiligt.
Die besondere Perspektive der Tochter
Dass Velimirovics Tochter Ana mitschreibt, wertet das Buch spürbar auf. Ihre privaten Fotos, Cartoons und die handschriftlichen Analysen ihres Vaters geben Einblick in Persönlichkeit und Alltag. Mohr ergänzt das Material durch Gespräche mit Weggefährten – ein vielstimmiges Bild entsteht.
Feuer auf dem Brett
Sadler schwärmt von den Partien. Velimirovic als kompromissloser Angreifer, berüchtigt für seine Benoni-Interpretationen und Springeropfer auf f5 und d5. Die Sammlung, so Sadler, garantiere beim Nachspielen regelmäßige „Oohs“ und „Aahs“.
Mehr als nur Spieler
Überraschend für Sadler: Velimirovics hohes Ansehen als Trainer. Er arbeitete mit Svetozar Gligoric, war Sekundant von Viktor Korchnoi und prägte Talente wie Ivan Sokolov.
Forgotten Genius: Velimirovic endlich gerecht gewürdigt ★★★★★
Quelle: New In Chess – Rezension von Matthew Sadler, Januar 2026
Matthew Sadler vergibt fünf Sterne – und macht gleich klar: Forgotten Genius – The Life and Games of Grandmaster Dragoljub Velimirovic ist weit mehr als eine klassische Schachbiografie. Die Doppelbiografie von Georg Mohr und Ana Velimirovic-Zorica verbindet Lebensgeschichte, Zeitzeugnisse und ein außergewöhnliches Partiearchiv zu einem dichten Porträt eines zu Unrecht übersehenen Großmeisters. Sadlers Urteil ist eindeutig: ein bewegendes, kenntnisreiches Buch über einen großen Kämpfer des Schachs – historisch wertvoll, schachlich elektrisierend.
Leben zwischen Genie und Blockaden
Sadler zeigt, wie Dragoljub Velimirovic früh zur Weltklasse aufschloss – und wie ihn Entscheidungen des jugoslawischen Verbands, bizarre Qualifikationsregeln und persönliche Enttäuschungen immer wieder ausbremsten. Besonders scharf zeichnet er die verpassten WM-Zyklen 1962 und 1966 nach: sportlich stark, organisatorisch benachteiligt.
Die besondere Perspektive der Tochter
Dass Velimirovics Tochter Ana mitschreibt, wertet das Buch spürbar auf. Ihre privaten Fotos, Cartoons und die handschriftlichen Analysen ihres Vaters geben Einblick in Persönlichkeit und Alltag. Mohr ergänzt das Material durch Gespräche mit Weggefährten – ein vielstimmiges Bild entsteht.
Feuer auf dem Brett
Sadler schwärmt von den Partien. Velimirovic als kompromissloser Angreifer, berüchtigt für seine Benoni-Interpretationen und Springeropfer auf f5 und d5. Die Sammlung, so Sadler, garantiere beim Nachspielen regelmäßige „Oohs“ und „Aahs“.
Mehr als nur Spieler
Überraschend für Sadler: Velimirovics hohes Ansehen als Trainer. Er arbeitete mit Svetozar Gligoric, war Sekundant von Viktor Korchnoi und prägte Talente wie Ivan Sokolov.
