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Eliot Hearst (1932–2018)
Zitat von Conrad Schormann am 7. Juli 2026, 11:48 UhrSchachspieler und Psychologe Eliot Hearst gestorben
Quelle: Blindfold Chess – „Obituary: Eliot Hearst (1932–2018), Psychologist, Author, and Chess Player", veröffentlicht am 10. September 2018
Eliot S. Hearst, amerikanischer Psychologe, Schachspieler und Mitautor des Standardwerks Blindfold Chess, ist am 30. Januar 2018 im Alter von 85 Jahren in Tucson, Arizona, gestorben. Das berichtet Blindfold Chess.
https://twitter.com/JustChessSports/status/2074370401619100013
Hearst wurde 1932 in New York City geboren und erlernte das Schachspiel als Kind. Mit 15 Jahren nahm er an US-amerikanischen Juniorenturnieren teil, gewann 1950 die New York State Championship und wurde Schachmeister. Er qualifizierte sich für die US-Meisterschaften 1954 und 1961/62. Im Jahr 1960 gehörte er jenem US-Team an, das bei der Studenten-Weltmannschaftsmeisterschaft in Leningrad den ersten Platz belegte – der bislang einzige derartige Titelgewinn der Vereinigten Staaten.
Akademische Karriere und wissenschaftliches Werk
Parallel zur Schachkarriere verfolgte Hearst eine akademische Laufbahn. Er schloss sein Studium an der Columbia University 1953 summa cum laude ab und promovierte nur drei Jahre später in experimenteller Psychologie. Seine Forschungsschwerpunkte umfassten Lerntheorie, Konditionierung, Kognition und Gedächtnis. Er lehrte unter anderem an der University of Missouri, der Indiana University sowie erneut an der Columbia University. 1984 ernannte ihn die Indiana University zum Distinguished Professor of Psychology. Stipendien der Guggenheim Foundation und der James McKeen Cattell Foundation sowie die Mitgliedschaft in der Society of Experimental Psychologists zählten zu seinen wissenschaftlichen Auszeichnungen.
Im Jahr 2009 veröffentlichte Hearst gemeinsam mit John Knott das Buch Blindfold Chess: History, Psychology, Techniques, Champions, World Records, and Important Games, das in der Schachwelt breite Anerkennung fand. Bis ins hohe Alter verfasste er Blogbeiträge zum Thema Blindschach. Zu seinen Hinterbliebenen zählen seine Schwester, zwei Kinder sowie seine langjährige Partnerin. An der Indiana University wird zu seinem Andenken eine Stiftungsprofessur eingerichtet.
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Schachspieler und Psychologe Eliot Hearst gestorben
Quelle: Blindfold Chess – „Obituary: Eliot Hearst (1932–2018), Psychologist, Author, and Chess Player", veröffentlicht am 10. September 2018
Eliot S. Hearst, amerikanischer Psychologe, Schachspieler und Mitautor des Standardwerks Blindfold Chess, ist am 30. Januar 2018 im Alter von 85 Jahren in Tucson, Arizona, gestorben. Das berichtet Blindfold Chess.
New York, 1950.
Eliot Hearst (7 July 1932 – 20 January 2018) during a simultaneous exhibition.
Photo: Chess Life (December, 1950)#chess #ajedrez #scacchi #schach #xadrez #echecs pic.twitter.com/eci1C9wWnn
— JustChessAndSports (@JustChessSports) July 7, 2026
Hearst wurde 1932 in New York City geboren und erlernte das Schachspiel als Kind. Mit 15 Jahren nahm er an US-amerikanischen Juniorenturnieren teil, gewann 1950 die New York State Championship und wurde Schachmeister. Er qualifizierte sich für die US-Meisterschaften 1954 und 1961/62. Im Jahr 1960 gehörte er jenem US-Team an, das bei der Studenten-Weltmannschaftsmeisterschaft in Leningrad den ersten Platz belegte – der bislang einzige derartige Titelgewinn der Vereinigten Staaten.
Akademische Karriere und wissenschaftliches Werk
Parallel zur Schachkarriere verfolgte Hearst eine akademische Laufbahn. Er schloss sein Studium an der Columbia University 1953 summa cum laude ab und promovierte nur drei Jahre später in experimenteller Psychologie. Seine Forschungsschwerpunkte umfassten Lerntheorie, Konditionierung, Kognition und Gedächtnis. Er lehrte unter anderem an der University of Missouri, der Indiana University sowie erneut an der Columbia University. 1984 ernannte ihn die Indiana University zum Distinguished Professor of Psychology. Stipendien der Guggenheim Foundation und der James McKeen Cattell Foundation sowie die Mitgliedschaft in der Society of Experimental Psychologists zählten zu seinen wissenschaftlichen Auszeichnungen.
Im Jahr 2009 veröffentlichte Hearst gemeinsam mit John Knott das Buch Blindfold Chess: History, Psychology, Techniques, Champions, World Records, and Important Games, das in der Schachwelt breite Anerkennung fand. Bis ins hohe Alter verfasste er Blogbeiträge zum Thema Blindschach. Zu seinen Hinterbliebenen zählen seine Schwester, zwei Kinder sowie seine langjährige Partnerin. An der Indiana University wird zu seinem Andenken eine Stiftungsprofessur eingerichtet.
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