Edward Lasker (1885-1981)
Zitat von Conrad Schormann am 5. Dezember 2025, 11:16 UhrWie Edward Lasker fast US-Meister geworden wäre
tartajubow.blogspot.com – „How Edward Lasker ALMOST Won the U.S. Championship“,
Der Beitrag schildert, wie Edward Lasker, ein entfernter Verwandter von Emanuel Lasker, 1923 im Match um die US-Meisterschaft Frank Marshall fast entthront hätte. Über zwei Monate spielten die beiden in mehreren US-Städten 18 Partien. Lasker, 1885 in Berlin geboren, war laut Chessmetrics Anfang der 1920er Jahre ein Weltklassespieler, rangierte zeitweise um Platz 18 der Welt und gewann mehrfach die Meisterschaft der Western Chess Association, dem Vorläufer der US Open.
Die beiden Laskers in New York 1924.Lasker war als Ingenieur beruflich erfolgreich, erfand unter anderem eine Milchpumpe, was ihm Zeit für Turniere ließ. Sein Matchplan gegen Marshall: mit Weiß solide, mit Schwarz scharf spielen. Er startete mit zwei Siegen und brachte den klar favorisierten Titelträger früh in Bedrängnis. Im Verlauf des Matches kippte die Lage. In einer wichtigen Partie in Chicago erlitt Lasker schwere Nierenkoliken, landete im Krankenhaus und fühlte sich durch Marshalls Weigerung, die Vertagung länger zu ziehen, benachteiligt. Marshall setzte sich am Ende knapp mit 9,5:8,5 durch, vor allem, weil er Lasker in vielen Endspielen technisch überspielte.
Ein Rückkampf scheiterte daran, dass Lasker die von Marshall geforderte Barsumme nicht aufbringen konnte – ähnliche Bedingungen, wie sie José Raúl Capablanca für Titelkämpfe verlangte. Lasker spielte danach noch beim New-York-Turnier 1924, war dort aber deutlich überfordert und verlor die Lust am Spitzenschach. Der Text streift am Ende noch die Analyse einer berühmten Partie des Matches: Moderne Engines zeigen, dass die zeitgenössische Kritik an einem „galerietauglichen“ Opfer Laskers weniger ungerecht war, als er selbst in seinem Buch „Chess Secrets I Learned from the Masters“ behauptete.
Wie Edward Lasker fast US-Meister geworden wäre
tartajubow.blogspot.com – „How Edward Lasker ALMOST Won the U.S. Championship“,
Der Beitrag schildert, wie Edward Lasker, ein entfernter Verwandter von Emanuel Lasker, 1923 im Match um die US-Meisterschaft Frank Marshall fast entthront hätte. Über zwei Monate spielten die beiden in mehreren US-Städten 18 Partien. Lasker, 1885 in Berlin geboren, war laut Chessmetrics Anfang der 1920er Jahre ein Weltklassespieler, rangierte zeitweise um Platz 18 der Welt und gewann mehrfach die Meisterschaft der Western Chess Association, dem Vorläufer der US Open.
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Die beiden Laskers in New York 1924.
Lasker war als Ingenieur beruflich erfolgreich, erfand unter anderem eine Milchpumpe, was ihm Zeit für Turniere ließ. Sein Matchplan gegen Marshall: mit Weiß solide, mit Schwarz scharf spielen. Er startete mit zwei Siegen und brachte den klar favorisierten Titelträger früh in Bedrängnis. Im Verlauf des Matches kippte die Lage. In einer wichtigen Partie in Chicago erlitt Lasker schwere Nierenkoliken, landete im Krankenhaus und fühlte sich durch Marshalls Weigerung, die Vertagung länger zu ziehen, benachteiligt. Marshall setzte sich am Ende knapp mit 9,5:8,5 durch, vor allem, weil er Lasker in vielen Endspielen technisch überspielte.

Ein Rückkampf scheiterte daran, dass Lasker die von Marshall geforderte Barsumme nicht aufbringen konnte – ähnliche Bedingungen, wie sie José Raúl Capablanca für Titelkämpfe verlangte. Lasker spielte danach noch beim New-York-Turnier 1924, war dort aber deutlich überfordert und verlor die Lust am Spitzenschach. Der Text streift am Ende noch die Analyse einer berühmten Partie des Matches: Moderne Engines zeigen, dass die zeitgenössische Kritik an einem „galerietauglichen“ Opfer Laskers weniger ungerecht war, als er selbst in seinem Buch „Chess Secrets I Learned from the Masters“ behauptete.