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Dresden: Geburtsort für zwei neue Schach-Fördervereine.

Zwei neue Schach-Fördervereine entstehen in Dresden

Quelle: Deutscher Schachbund – „Dresden: Geburtsort für zwei neue Schach-Fördervereine.", veröffentlicht am 6. Juli 2026

Am Rande des Schachgipfels in Dresden sollen im Juli 2026 zwei neue Fördervereine gegründet werden: einer für Inklusion im Schach und einer für Frauen und Mädchen im Schach. Das berichtet Deutscher Schachbund. Die Gründungsversammlungen finden im Internationalen Congress Center Dresden statt – am 20. Juli der „Förderkreis Inklusion im DSB" und am 23. Juli der „Förderverein Frauen und Mädchen im Schach".

Initiator des Inklusionsvereins ist Gert Schulz, DSB-Referent für Inklusion, der auch als Gründungspräsident bereitsteht. Er begründet das Vorhaben mit einem eklatanten Rückstand gegenüber den eigenen Zielen des Verbands: Bereits vor sieben Jahren hatte sich der DSB vorgenommen, bis 2022 mindestens 20 Prozent aller Vereinslokale barrierefrei zugänglich zu machen und bis 2027 sogar 80 Prozent. Diese Ziele sind nach Schulz' Einschätzung weit verfehlt. Der neue Verein mit Sitz in Berlin soll unter anderem Schachspielerinnen und Schachspieler mit Behinderung finanziell bei der Turnierteilnahme unterstützen. Die Satzungsentwürfe beider Vereine hat Klaus Deventer juristisch erarbeitet.

Frauenschach: Eigenständige Turniere und Trainingsmaßnahmen geplant

Den Frauenschach-Förderverein treiben Carsten Karthaus, Präsident des Schachverbandes Württemberg, und DSB-Frauenschachreferentin Nadja Jussupow voran. Karthaus erklärt sich bereit, den Gründungsvorsitz zu übernehmen. Der Verein mit Sitz in Stuttgart soll sich laut Satzungsentwurf nicht darauf beschränken, Gelder einzusammeln und zu verteilen. Geplant ist auch die eigenständige Organisation von Turnieren und Trainingsmaßnahmen für Frauen und Mädchen. Als prominente Unterstützerin wird Schachgroßmeisterin Elisabeth Pähtz beim Schachgipfel vor Ort sein.

Jussupow verweist auf ein großes ungenutztes Potenzial: Viele inaktive Spielerinnen hätten ihre Vereine aus familiären oder beruflichen Gründen verlassen und könnten durch neue Initiativen zurückgewonnen werden. Interessierte können sich per E-Mail an Gert Schulz unter inklusion@schachbund.com beziehungsweise an Nadja Jussupow unter frauenschach@schachbund.com wenden.