Die israelische Flagge im Baskenland
Zitat von Conrad Schormann am 11. September 2025, 15:29 Uhrhttps://perlenvombodensee.de/2025/09/06/schachturnier-im-baskenland-verbietet-israelische-flagge/
Zitat von Conrad Schormann am 11. September 2025, 15:36 UhrJetzt nimmt chess.com den Ball auf:
Baskenland-Open: Flaggenstreit um israelische Spieler
Quelle: Chess.com
Beim Sestao Basque Country Open, das vom 12. bis 19. September zum 40. Mal ausgetragen wird, haben die Organisatoren versucht, israelische Spieler auszuschließen bzw. zum Start unter neutraler Flagge zu zwingen. Erst nach deutlicher Intervention der FIDE wurde die Entscheidung korrigiert – beendet ist der Streit aber nicht.
In Sestao sind in diesem Jahr 235 Spieler aus 33 Ländern gemeldet, darunter elf Großmeister und 30 Internationale Meister. Zu den sieben israelischen Teilnehmern gehören IM Guy Levin und IM Yotam Shohat als die stärksten. Aus Deutschland spielen Christian Glöckler und Hagen Pötsch. An der Spitze der Setzliste stehen Eduardo Iturrizaga Bonelli, Carlos Daniel Albornoz Cabrera und Simen Agdestein.
Der Konflikt hatte schon Wochen vor dem Start begonnen. Turnierdirektor Miguel Ángel del Olmo Alonso, zugleich Präsident des Sestao Chess Club, informierte die israelischen Spieler nach eigenen Angaben bereits zwei Monate zuvor, dass sie gar nicht teilnehmen dürften. Nachdem sie sich an die FIDE wandten, wurde das Verbot abgemildert: Die Spieler sollten zugelassen werden, aber nur unter der neutralen FIDE-Flagge antreten dürfen. In einer E-Mail hieß es, wer diese Regel nicht akzeptiere, werde ausgeschlossen.
Die Entscheidung löste international Kritik aus. Der ukrainische Großmeister Pavel Eljanov sprach von einer „absolut beschämenden Entscheidung“. FIDE-CEO Emil Sutovsky drohte mit Sanktionen, von der Aberkennung von Normen und Elo-Auswertungen bis hin zu Strafen für die Organisatoren. In einem offiziellen Statement stellte die FIDE klar, dass israelische Spieler dieselben Rechte haben wie alle anderen Verbände, die nicht unter Sanktionen stehen. Kurz darauf erschienen die israelischen Flaggen wieder auf den Meldelisten.
Del Olmo räumte inzwischen ein, dass der Beschluss nach Gesprächen mit lokalen politischen Parteien und pro-palästinensischen Gruppen gefallen sei. Der Club wolle eine politische Botschaft senden und veröffentlichte eine Erklärung, in der Israels Vorgehen im Gazakrieg als „Genozid“ bezeichnet wird. Im Spielsaal sollen daher keine israelischen Flaggen gezeigt werden – stattdessen spanische Regionalflaggen und eine palästinensische Flagge „als bescheidener Ausdruck der Solidarität“.
Für die Sicherheit könne der Club keine besonderen Maßnahmen garantieren, schrieb Del Olmo den israelischen Spielern, man hoffe aber auf friedliche Proteste. Verbandspräsident Javier Ochoa betonte gegenüber Chess.com, dass der spanische Schachverband in die Entscheidung nicht eingebunden gewesen sei und mit den Organisatoren an einer Rücknahme gearbeitet habe.
Jetzt nimmt chess.com den Ball auf:
Baskenland-Open: Flaggenstreit um israelische Spieler
Quelle: Chess.com
Beim Sestao Basque Country Open, das vom 12. bis 19. September zum 40. Mal ausgetragen wird, haben die Organisatoren versucht, israelische Spieler auszuschließen bzw. zum Start unter neutraler Flagge zu zwingen. Erst nach deutlicher Intervention der FIDE wurde die Entscheidung korrigiert – beendet ist der Streit aber nicht.
In Sestao sind in diesem Jahr 235 Spieler aus 33 Ländern gemeldet, darunter elf Großmeister und 30 Internationale Meister. Zu den sieben israelischen Teilnehmern gehören IM Guy Levin und IM Yotam Shohat als die stärksten. Aus Deutschland spielen Christian Glöckler und Hagen Pötsch. An der Spitze der Setzliste stehen Eduardo Iturrizaga Bonelli, Carlos Daniel Albornoz Cabrera und Simen Agdestein.
Der Konflikt hatte schon Wochen vor dem Start begonnen. Turnierdirektor Miguel Ángel del Olmo Alonso, zugleich Präsident des Sestao Chess Club, informierte die israelischen Spieler nach eigenen Angaben bereits zwei Monate zuvor, dass sie gar nicht teilnehmen dürften. Nachdem sie sich an die FIDE wandten, wurde das Verbot abgemildert: Die Spieler sollten zugelassen werden, aber nur unter der neutralen FIDE-Flagge antreten dürfen. In einer E-Mail hieß es, wer diese Regel nicht akzeptiere, werde ausgeschlossen.
Die Entscheidung löste international Kritik aus. Der ukrainische Großmeister Pavel Eljanov sprach von einer „absolut beschämenden Entscheidung“. FIDE-CEO Emil Sutovsky drohte mit Sanktionen, von der Aberkennung von Normen und Elo-Auswertungen bis hin zu Strafen für die Organisatoren. In einem offiziellen Statement stellte die FIDE klar, dass israelische Spieler dieselben Rechte haben wie alle anderen Verbände, die nicht unter Sanktionen stehen. Kurz darauf erschienen die israelischen Flaggen wieder auf den Meldelisten.
Del Olmo räumte inzwischen ein, dass der Beschluss nach Gesprächen mit lokalen politischen Parteien und pro-palästinensischen Gruppen gefallen sei. Der Club wolle eine politische Botschaft senden und veröffentlichte eine Erklärung, in der Israels Vorgehen im Gazakrieg als „Genozid“ bezeichnet wird. Im Spielsaal sollen daher keine israelischen Flaggen gezeigt werden – stattdessen spanische Regionalflaggen und eine palästinensische Flagge „als bescheidener Ausdruck der Solidarität“.
Für die Sicherheit könne der Club keine besonderen Maßnahmen garantieren, schrieb Del Olmo den israelischen Spielern, man hoffe aber auf friedliche Proteste. Verbandspräsident Javier Ochoa betonte gegenüber Chess.com, dass der spanische Schachverband in die Entscheidung nicht eingebunden gewesen sei und mit den Organisatoren an einer Rücknahme gearbeitet habe.
Zitat von Conrad Schormann am 13. September 2025, 10:17 UhrSieben Israelis ziehen Teilnahme an Turnier in Spanien zurück
Quelle: dpa, Meldung vom 12. September 2025Nach heftiger Kritik am israelischen Vorgehen im Gazastreifen haben sieben israelische Schachspieler ihre Teilnahme am 40. Sestao Basque Country Open in Spanien abgesagt. Der veranstaltende Schachclub in Sestao hatte ihnen zuvor signalisiert, dass sie unerwünscht seien und nur unter FIDE-Flagge antreten dürften. Klubpräsident Miguel Ángel del Olmo zeigte sich erleichtert über den Rückzug – so seien geplante Proteste in der Nähe von Bilbao vermieden worden.
Die Absage fällt in eine Phase diplomatischer Spannungen zwischen Spanien und Israel. Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hatte Israel Völkermord im Gazastreifen vorgeworfen und Sanktionen angekündigt. Israel reagierte mit scharfen Gegenangriffen, sprach von einer „Genozid-Drohung“ und belegte spanische Politiker mit Einreiseverboten. Madrid wiederum wies die Vorwürfe zurück und rief seine Botschafterin aus Israel ab.
https://twitter.com/StefanLoeffler/status/1966453548620620278
https://twitter.com/avraham_nir/status/1966779946463814015
Sieben Israelis ziehen Teilnahme an Turnier in Spanien zurück
Quelle: dpa, Meldung vom 12. September 2025
Nach heftiger Kritik am israelischen Vorgehen im Gazastreifen haben sieben israelische Schachspieler ihre Teilnahme am 40. Sestao Basque Country Open in Spanien abgesagt. Der veranstaltende Schachclub in Sestao hatte ihnen zuvor signalisiert, dass sie unerwünscht seien und nur unter FIDE-Flagge antreten dürften. Klubpräsident Miguel Ángel del Olmo zeigte sich erleichtert über den Rückzug – so seien geplante Proteste in der Nähe von Bilbao vermieden worden.
Die Absage fällt in eine Phase diplomatischer Spannungen zwischen Spanien und Israel. Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hatte Israel Völkermord im Gazastreifen vorgeworfen und Sanktionen angekündigt. Israel reagierte mit scharfen Gegenangriffen, sprach von einer „Genozid-Drohung“ und belegte spanische Politiker mit Einreiseverboten. Madrid wiederum wies die Vorwürfe zurück und rief seine Botschafterin aus Israel ab.
Sieben Israelis haben sich vom Open in Sestao zurückgezogen - aus Sicherheitsgründen. Die baskischen Organisatoren wollen im Saal nur eine Flagge aufhängen - die von Palästina. Mehr zur Geschichte des antiisraelischen Boykotts im Schach heute in der @faznet. pic.twitter.com/4lIUFiX7tq
— Stefan Löffler #Der Schachkalender 2025 ist da! (@StefanLoeffler) September 12, 2025
A reminder, this was @FIDE_chess condemnation following the organizers unacceptable decision.
""FIDE strongly condemns any form of discrimination, including on the basis of nationality and flag. The same rules apply to Israel and its players as for all other member federations… pic.twitter.com/V14QYl8jRR— Avi Nir-Feldklein (@avraham_nir) September 13, 2025