Demis Hassabis
Zitat von Conrad Schormann am 20. November 2025, 11:52 Uhr
Demis Hassabis im Interview über sein Lebenswerk (für Abonnenten).https://perlenvombodensee.de/2025/11/02/wenn-ki-lernt-schoenheit-zu-berechnen/
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Demis Hassabis im Interview über sein Lebenswerk (für Abonnenten).
Zitat von Conrad Schormann am 20. November 2025, 11:53 UhrDemis Hassabis: Googles Architekt der KI-Offensive
Quelle: Kleine Zeitung – „Mit Gemini 3: Googles Mr. KI läutet ‚neue Ära der Intelligenz ein“, Markus ZottlerGoogles KI-Strategie kreist um Demis Hassabis, den Gründer von DeepMind, Nobelpreisträger und heute entscheidenden Taktgeber des Konzerns. Während Alphabet 85 Milliarden Dollar für KI veranschlagt, warnt CEO Sundar Pichai gleichzeitig vor irrationalen Übertreibungen im Markt. Hassabis liefert den technologischen Gegenpol: Das neue Modell Gemini 3 preist er als den bisher stärksten multimodalen Ansatz – und als Sprung in eine „neue Ära der Intelligenz“.
Hassabis war eine Marke, lange bevor Google DeepMind 2014 für 400 Millionen Dollar kaufte. Er galt als Wunderkind, programmierte als Teenager Spiele-KIs, und wurde weltweit bekannt, als AlphaGo 2016 den besten Go-Spieler der Welt schlug. Seine Forschung führte ihn 2024 sogar zum Chemie-Nobelpreis – ausgezeichnet für die Vorhersage komplexer Proteinstrukturen durch KI.
Heute führt Hassabis Google in Richtung AGI. Er schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Form allgemeiner künstlicher Intelligenz bis 2030 existiert, bei „50 Prozent“. Für ihn bedeutet AGI ein System, das eigenständig lernt und menschliche kognitive Fähigkeiten abbildet. Gleichzeitig sieht er Risiken: Missbrauch durch Kriminelle, schwer kontrollierbare Selbstoptimierung und technische Unvorhersehbarkeiten. Er beschreibt KI als Transformation, die „größer sein wird als die industrielle Revolution“.
Hassabis lebt die Doppelrolle aus Visionär und Warner. Privat ist er mit einer Molekularbiologin verheiratet, Vater zweier Söhne, und treibt beruflich ein Projekt voran, das Google längst zur zentralen Plattform gemacht hat: 650 Millionen Menschen nutzen monatlich Gemini-Modelle. Die Wachstumsrichtung ist klar – und trägt unverkennbar die Handschrift von Demis Hassabis.
Demis Hassabis: Googles Architekt der KI-Offensive
Quelle: Kleine Zeitung – „Mit Gemini 3: Googles Mr. KI läutet ‚neue Ära der Intelligenz ein“, Markus Zottler
Googles KI-Strategie kreist um Demis Hassabis, den Gründer von DeepMind, Nobelpreisträger und heute entscheidenden Taktgeber des Konzerns. Während Alphabet 85 Milliarden Dollar für KI veranschlagt, warnt CEO Sundar Pichai gleichzeitig vor irrationalen Übertreibungen im Markt. Hassabis liefert den technologischen Gegenpol: Das neue Modell Gemini 3 preist er als den bisher stärksten multimodalen Ansatz – und als Sprung in eine „neue Ära der Intelligenz“.
Hassabis war eine Marke, lange bevor Google DeepMind 2014 für 400 Millionen Dollar kaufte. Er galt als Wunderkind, programmierte als Teenager Spiele-KIs, und wurde weltweit bekannt, als AlphaGo 2016 den besten Go-Spieler der Welt schlug. Seine Forschung führte ihn 2024 sogar zum Chemie-Nobelpreis – ausgezeichnet für die Vorhersage komplexer Proteinstrukturen durch KI.
Heute führt Hassabis Google in Richtung AGI. Er schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Form allgemeiner künstlicher Intelligenz bis 2030 existiert, bei „50 Prozent“. Für ihn bedeutet AGI ein System, das eigenständig lernt und menschliche kognitive Fähigkeiten abbildet. Gleichzeitig sieht er Risiken: Missbrauch durch Kriminelle, schwer kontrollierbare Selbstoptimierung und technische Unvorhersehbarkeiten. Er beschreibt KI als Transformation, die „größer sein wird als die industrielle Revolution“.
Hassabis lebt die Doppelrolle aus Visionär und Warner. Privat ist er mit einer Molekularbiologin verheiratet, Vater zweier Söhne, und treibt beruflich ein Projekt voran, das Google längst zur zentralen Plattform gemacht hat: 650 Millionen Menschen nutzen monatlich Gemini-Modelle. Die Wachstumsrichtung ist klar – und trägt unverkennbar die Handschrift von Demis Hassabis.
Zitat von Conrad Schormann am 28. November 2025, 15:52 UhrDeepMind und sein Architekt
Quelle: ChessBase – „The Thinking Game – Die Geschichte von DeepMind“, André Schulz
Demis Hassabis steht im Zentrum der DeepMind-Geschichte. Er gründet das Unternehmen 2010 und treibt die Idee voran, künstliche Intelligenz nach dem Vorbild des menschlichen Gehirns zu bauen – inklusive neuronaler Netzwerke und künstlichem Kurzzeitgedächtnis. Unter seiner Leitung entstehen AlphaGo und später AlphaZero, Programme, die Go- und Schachweltrekorde brechen und ohne menschliche Vorgaben nur durch Selbstlernen stärker werden.
https://youtu.be/d95J8yzvjbQ
Hassabis nutzt Googles Rechenleistung, nachdem der Konzern 2014 DeepMind kauft. Die Spiele dienen ihm nur als Testfeld: Mit AlphaFold gelingt ein wissenschaftlicher Durchbruch, der ihn 2024 zum Nobelpreisträger in Chemie macht. Heute steht Hassabis als Gesicht eines Unternehmens, das KI nicht als Spielzeug, sondern als Werkzeug für Forschung und wissenschaftliche Probleme versteht.
DeepMind und sein Architekt
Quelle: ChessBase – „The Thinking Game – Die Geschichte von DeepMind“, André Schulz
Demis Hassabis steht im Zentrum der DeepMind-Geschichte. Er gründet das Unternehmen 2010 und treibt die Idee voran, künstliche Intelligenz nach dem Vorbild des menschlichen Gehirns zu bauen – inklusive neuronaler Netzwerke und künstlichem Kurzzeitgedächtnis. Unter seiner Leitung entstehen AlphaGo und später AlphaZero, Programme, die Go- und Schachweltrekorde brechen und ohne menschliche Vorgaben nur durch Selbstlernen stärker werden.
Hassabis nutzt Googles Rechenleistung, nachdem der Konzern 2014 DeepMind kauft. Die Spiele dienen ihm nur als Testfeld: Mit AlphaFold gelingt ein wissenschaftlicher Durchbruch, der ihn 2024 zum Nobelpreisträger in Chemie macht. Heute steht Hassabis als Gesicht eines Unternehmens, das KI nicht als Spielzeug, sondern als Werkzeug für Forschung und wissenschaftliche Probleme versteht.
Zitat von Conrad Schormann am 26. April 2026, 14:06 UhrVom Schachkind zum KI-Chef: Wie Spiele das Denken von Demis Hassabis formten
Fast Company, 16. April 2026, Harry McCracken
Wer verstehen will, wie Demis Hassabis denkt, muss bei einem zwölfjährigen Londoner Kind beginnen, das 1988 auf seinem Amiga 500 eine Othello-Version programmiert. Das schreibt Fast Company. Das Programm besiegt seinen fünfjährigen Bruder – und Hassabis begreift in diesem Moment, dass Software eigenständig handeln kann. Dieser Gedanke lässt ihn nie mehr los.
Schach als Schule des Denkens
Hassabis beginnt mit vier Jahren Schach zu spielen. Mit acht verdient er genug bei Turnieren, um sich seinen ersten Computer zu kaufen. Mit 13 ist er der zweithöchste Spieler der Welt unter 14 Jahren, hinter Judit Polgár. Das Schachspiel schärft seine Fähigkeiten in Problemlösung, Visualisierung und Denken unter Druck. Schach empfiehlt er bis heute als Schulfach und spielt es nachts online als Geistesgymnastik.
Mit 17 gewinnt er ein Praktikum beim Spielestudio Bullfrog und entwickelt dort Theme Park, einen Freizeitpark-Simulator, der sich tens of millions of copies verkauft. Das Besondere: Das Spiel folgt keinem festen Regelwerk, sondern einem Algorithmus. Hassabis beobachtet, wie sein eigenes Programm Zustände erzeugt, die er nie explizit einprogrammiert hat. Spieler schicken ihm Screenshots von Ergebnissen, die ihn selbst überraschen.
DeepMind und der Weg zu AlphaGo
2010 gründet Hassabis gemeinsam mit Shane Legg und Mustafa Suleyman DeepMind mit dem Ziel, Algorithmen zu entwickeln, die menschliche kognitive Fähigkeiten erreichen. Den Anfang machen einfache Atari-Spiele der 1970er Jahre. Monate vergehen, bis das System einen einzigen Punkt bei Pong erzielt. Dann gewinnt es 21:0. Ein Jahr später beherrscht es alle Atari-Spiele.
Die Technik dahinter – Deep Reinforcement Learning – trägt das System schließlich zu Go, dem chinesischen Brettspiel, das Hassabis als „Mount Everest der Spiele-KI" bezeichnet. In Go gibt es 10 hoch 170 mögliche Stellungen, weit mehr als Atome im Universum. Den Brute-Force-Ansatz, den IBM bei seinem Schachcomputer Deep Blue verfolgt hatte, schließt das aus. DeepMind trainiert stattdessen ein neuronales Netz mit Reinforcement Learning darauf, nur sinnvolle Züge zu erkunden – eine Art einprogrammierte Intuition.
Im März 2016 besiegt AlphaGo den Weltmeister Lee Sedol in Seoul vier zu eins. Hassabis betrachtet diesen Moment rückblickend als Beginn der modernen KI-Ära.
Move 37 und die Grenzen der Kreativität
Das bleibendste Bild des Matches ist Zug 37 im zweiten Spiel. AlphaGo wählt einen Zug, den kein menschlicher Spieler gemacht hätte. Sedol verlässt den Saal für eine Zigarette, kehrt zurück, sieht den Zug – und sein Gesichtsausdruck verändert sich. Erst viel später im Spiel stellt sich heraus, dass der Zug entscheidend für den Sieg war, als hätte AlphaGo ihn hundert Züge im Voraus geplant.
Hassabis nennt Move 37 kreativ – aber nicht im vollen Sinne des Wortes. Echte Kreativität wäre für ihn, wenn eine KI aus sich heraus ein Spiel erfinden könnte, das so tief, elegant und schön ist wie Go selbst. Davon, sagt er, sind die heutigen Systeme weit entfernt. Darin liegt für ihn der nächste Everest – und für Menschen vorerst ein Bereich, in dem sie uneinholbar bleiben.
Vom Schachkind zum KI-Chef: Wie Spiele das Denken von Demis Hassabis formten
Fast Company, 16. April 2026, Harry McCracken
Wer verstehen will, wie Demis Hassabis denkt, muss bei einem zwölfjährigen Londoner Kind beginnen, das 1988 auf seinem Amiga 500 eine Othello-Version programmiert. Das schreibt Fast Company. Das Programm besiegt seinen fünfjährigen Bruder – und Hassabis begreift in diesem Moment, dass Software eigenständig handeln kann. Dieser Gedanke lässt ihn nie mehr los.
Schach als Schule des Denkens
Hassabis beginnt mit vier Jahren Schach zu spielen. Mit acht verdient er genug bei Turnieren, um sich seinen ersten Computer zu kaufen. Mit 13 ist er der zweithöchste Spieler der Welt unter 14 Jahren, hinter Judit Polgár. Das Schachspiel schärft seine Fähigkeiten in Problemlösung, Visualisierung und Denken unter Druck. Schach empfiehlt er bis heute als Schulfach und spielt es nachts online als Geistesgymnastik.
Mit 17 gewinnt er ein Praktikum beim Spielestudio Bullfrog und entwickelt dort Theme Park, einen Freizeitpark-Simulator, der sich tens of millions of copies verkauft. Das Besondere: Das Spiel folgt keinem festen Regelwerk, sondern einem Algorithmus. Hassabis beobachtet, wie sein eigenes Programm Zustände erzeugt, die er nie explizit einprogrammiert hat. Spieler schicken ihm Screenshots von Ergebnissen, die ihn selbst überraschen.
DeepMind und der Weg zu AlphaGo
2010 gründet Hassabis gemeinsam mit Shane Legg und Mustafa Suleyman DeepMind mit dem Ziel, Algorithmen zu entwickeln, die menschliche kognitive Fähigkeiten erreichen. Den Anfang machen einfache Atari-Spiele der 1970er Jahre. Monate vergehen, bis das System einen einzigen Punkt bei Pong erzielt. Dann gewinnt es 21:0. Ein Jahr später beherrscht es alle Atari-Spiele.
Die Technik dahinter – Deep Reinforcement Learning – trägt das System schließlich zu Go, dem chinesischen Brettspiel, das Hassabis als „Mount Everest der Spiele-KI" bezeichnet. In Go gibt es 10 hoch 170 mögliche Stellungen, weit mehr als Atome im Universum. Den Brute-Force-Ansatz, den IBM bei seinem Schachcomputer Deep Blue verfolgt hatte, schließt das aus. DeepMind trainiert stattdessen ein neuronales Netz mit Reinforcement Learning darauf, nur sinnvolle Züge zu erkunden – eine Art einprogrammierte Intuition.
Im März 2016 besiegt AlphaGo den Weltmeister Lee Sedol in Seoul vier zu eins. Hassabis betrachtet diesen Moment rückblickend als Beginn der modernen KI-Ära.
Move 37 und die Grenzen der Kreativität
Das bleibendste Bild des Matches ist Zug 37 im zweiten Spiel. AlphaGo wählt einen Zug, den kein menschlicher Spieler gemacht hätte. Sedol verlässt den Saal für eine Zigarette, kehrt zurück, sieht den Zug – und sein Gesichtsausdruck verändert sich. Erst viel später im Spiel stellt sich heraus, dass der Zug entscheidend für den Sieg war, als hätte AlphaGo ihn hundert Züge im Voraus geplant.
Hassabis nennt Move 37 kreativ – aber nicht im vollen Sinne des Wortes. Echte Kreativität wäre für ihn, wenn eine KI aus sich heraus ein Spiel erfinden könnte, das so tief, elegant und schön ist wie Go selbst. Davon, sagt er, sind die heutigen Systeme weit entfernt. Darin liegt für ihn der nächste Everest – und für Menschen vorerst ein Bereich, in dem sie uneinholbar bleiben.

