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Demis Hassabis


Demis Hassabis im Interview über sein Lebenswerk (für Abonnenten).

Wenn KI lernt, Schönheit zu berechnen

Demis Hassabis: Googles Architekt der KI-Offensive
Quelle: Kleine Zeitung – „Mit Gemini 3: Googles Mr. KI läutet ‚neue Ära der Intelligenz ein“, Markus Zottler

Googles KI-Strategie kreist um Demis Hassabis, den Gründer von DeepMind, Nobelpreisträger und heute entscheidenden Taktgeber des Konzerns. Während Alphabet 85 Milliarden Dollar für KI veranschlagt, warnt CEO Sundar Pichai gleichzeitig vor irrationalen Übertreibungen im Markt. Hassabis liefert den technologischen Gegenpol: Das neue Modell Gemini 3 preist er als den bisher stärksten multimodalen Ansatz – und als Sprung in eine „neue Ära der Intelligenz“.

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Hassabis war eine Marke, lange bevor Google DeepMind 2014 für 400 Millionen Dollar kaufte. Er galt als Wunderkind, programmierte als Teenager Spiele-KIs, und wurde weltweit bekannt, als AlphaGo 2016 den besten Go-Spieler der Welt schlug. Seine Forschung führte ihn 2024 sogar zum Chemie-Nobelpreis – ausgezeichnet für die Vorhersage komplexer Proteinstrukturen durch KI.

Heute führt Hassabis Google in Richtung AGI. Er schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Form allgemeiner künstlicher Intelligenz bis 2030 existiert, bei „50 Prozent“. Für ihn bedeutet AGI ein System, das eigenständig lernt und menschliche kognitive Fähigkeiten abbildet. Gleichzeitig sieht er Risiken: Missbrauch durch Kriminelle, schwer kontrollierbare Selbstoptimierung und technische Unvorhersehbarkeiten. Er beschreibt KI als Transformation, die „größer sein wird als die industrielle Revolution“.

Hassabis lebt die Doppelrolle aus Visionär und Warner. Privat ist er mit einer Molekularbiologin verheiratet, Vater zweier Söhne, und treibt beruflich ein Projekt voran, das Google längst zur zentralen Plattform gemacht hat: 650 Millionen Menschen nutzen monatlich Gemini-Modelle. Die Wachstumsrichtung ist klar – und trägt unverkennbar die Handschrift von Demis Hassabis.

DeepMind und sein Architekt

Quelle: ChessBase – „The Thinking Game – Die Geschichte von DeepMind“, André Schulz

Demis Hassabis steht im Zentrum der DeepMind-Geschichte. Er gründet das Unternehmen 2010 und treibt die Idee voran, künstliche Intelligenz nach dem Vorbild des menschlichen Gehirns zu bauen – inklusive neuronaler Netzwerke und künstlichem Kurzzeitgedächtnis. Unter seiner Leitung entstehen AlphaGo und später AlphaZero, Programme, die Go- und Schachweltrekorde brechen und ohne menschliche Vorgaben nur durch Selbstlernen stärker werden.

Hassabis nutzt Googles Rechenleistung, nachdem der Konzern 2014 DeepMind kauft. Die Spiele dienen ihm nur als Testfeld: Mit AlphaFold gelingt ein wissenschaftlicher Durchbruch, der ihn 2024 zum Nobelpreisträger in Chemie macht. Heute steht Hassabis als Gesicht eines Unternehmens, das KI nicht als Spielzeug, sondern als Werkzeug für Forschung und wissenschaftliche Probleme versteht.

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