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Dagobert Kohlmeyer

Schach-Journalist Kohlmeyer wird 80

Quelle: ChessBase – „Dagobert Kohlmeyer wird 80!", veröffentlicht am 23. Mai 2026

Dagobert Kohlmeyer, einer der bekanntesten Schachjournalisten im deutschsprachigen Raum, feiert seinen 80. Geburtstag. Das berichtet ChessBase. Anlässlich des Jubiläums führte Redakteur André Schulz ein ausführliches Interview mit dem Jubilar, in dem Kohlmeyer auf seine jahrzehntelange Karriere, seine persönlichen Begegnungen mit Schachweltmeistern und seine Einschätzungen zur Entwicklung des Schachsports zurückblickt.

Kohlmeyer, der fließend Russisch spricht, konnte sich mit Spielern aus der Sowjetzeit in deren Muttersprache unterhalten und gewann dadurch besondere Einblicke für seine Berichterstattung. Vor seiner Karriere als Schachjournalist war er Schlagzeuger in einer Rockband, arbeitete beim Rundfunk und war zeitweise als Russischlehrer und Übersetzer tätig. Als Journalist bereiste er unzählige Länder, berichtete von zehn Schacholympiaden und zwölf Weltmeisterschaftskämpfen und war 25 Jahre lang Schachkorrespondent der Nachrichtenagentur dpa.

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Aljechin als lebenslange Inspirationsquelle

Als bedeutendste Persönlichkeit der Schachgeschichte nennt Kohlmeyer den vierten Weltmeister Alexander Aljechin, der die Schachwelt von 1927 bis 1946 prägte. Die Faszination für Aljechin begann in Kohlmeyers Jugend, als er eine Schachpartie des Meisters in einem alten Zeitungsausschnitt entdeckte. Im Sommer 1997 besichtigte er bei Aljechins Sohn Alexander Aljechin junior in Basel die Original-Schachfiguren des Weltmeisters. Aljechin soll auch in Kohlmeyers nächstem Buch wieder eine zentrale Rolle spielen.

Den Wandel in der Schachberichterstattung beobachtet Kohlmeyer mit gemischten Gefühlen. Während früher Reporter persönlich zu Turnieren weltweit reisten, verfolgen viele Schachjournalisten das Geschehen heute vom Heimarbeitsplatz aus per Internet. Den Einfluss des Computers auf das Schach bewertet er zwiespältig: Einerseits habe das Spiel durch das Internet Millionen neuer Zuschauer gewonnen, andererseits fehle ihm die direkte menschliche Begegnung am Brett. Er zitiert dazu Stefan Zweig: „Schach ist wie die Liebe, allein macht es weniger Spaß."

Seinen schriftlichen Nachlass hat Kohlmeyer bereits zu Lebzeiten geregelt: Alle selbst verfassten Bücher befinden sich im Schachmuseum Löberitz in Sachsen-Anhalt. Bislang hat er 35 Bücher veröffentlicht, darunter zuletzt zwei Schachlehrbücher im Chaturanga-Verlag.

Automatisch KI-generierter Beitrag

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