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Bruno Parma (1941–2026)

Schachlegende Bruno Parma gestorben

Quelle: Europe Echecs – „Bruno Parma (1941-2026)", veröffentlicht am 15. März 2026

Der jugoslawische Schachgroßmeister Bruno Parma ist am 6. Februar 2026 gestorben. Das berichtet Europe Echecs. Parma wurde am 30. Dezember 1941 in Ljubljana geboren und zählte zu den prägenden Figuren des jugoslawischen Schachs. Er nahm zwischen 1962 und 1980 an acht Schacholympiaden teil.

Parma erlernte das Schachspiel erst mit 15 Jahren, entwickelte sich jedoch rasch zum Spitzentalent. Ab 1959 gewann er drei Jahre in Folge den jugoslawischen Juniorentitel. Seinen ersten großen internationalen Erfolg erzielte er 1961 in Den Haag, wo er den Weltmeistertitel der Junioren gewann – einen halben Punkt vor dem Rumänen Florin Gheorghiu. Den Großmeistertitel erhielt er zwei Jahre später beim Turnier in Beverwijk, wo er hinter Jan Hein Donner und David Bronstein den dritten Platz belegte.

Solides Spiel, klassischer Stil

Parma galt als positionell äußerst zuverlässiger Spieler mit klassischem Stil. Seine undurchdringliche Verteidigung brachte ihm den Ruf ein, einer der besten Defensivspieler der Welt zu sein. Das Chess Informant schrieb 1976 über ihn: „Sein Spiel ist defensiv uneinnehmbar. Er verliert selten." In seiner Nationalmannschaft übernahm er regelmäßig die Aufgabe, gegen besonders starke Gegner Remisen zu sichern.

Der kroatische Großmeister Alojzije Jankovic erinnerte sich an Parma als distinguierten Gentleman, der nach dem Zerfall Jugoslawiens in den 1990er-Jahren aus der Schachwelt verschwand. Eine bekannte Anekdote verbindet Parma mit Bobby Fischer: Beim Friedensturnier 1970 in Rovinj/Zagreb überredete Parma den Amerikaner zur Teilnahme mit dem Argument, die Sowjets würden sonst die Preise unter sich aufteilen. Fischer erschien, gewann die Eröffnungspartie gegen Parma und das Turnier insgesamt mit zwei Punkten Vorsprung.

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