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Berliner Schachverband

Comeback des Potsdamer Weihnachtsopens (Update)

27. bis 30.Dezember bei Babelsberg 03

Das Spandauer Weihnachtsopen ist erfreulicherweise bereits ausgebucht. Wer kurz vor dem Jahreswechsel noch ein Turnier in unserer Region sucht – es gibt einen weiteren Veranstalter, wo noch Plätze frei sind – das Potsdamer Weihnachtsturnier startet ein Comeback! Es handelt sich trotz längerer Pause schon um das 38.Potsdamer Weihnachtsturnier. Dabei gibt es gegenüber früher nicht nur eine Änderung des Spielortes, sondern auch eine interessante Modifikation. Denn das Turnier wird in zwei Gruppen ausgetragen: Gruppe A mit DWZ- und ELO-Auswertung (Startgeld 60 €) und Gruppe B mit DWZ-Auswertung (keine ELO-Auswertung) mit kleinerem Startgeld: 45 €.

Informationen zum Turnier (und Hinweise zu weiteren Turnieren im Zeitraum vom 19.12.25 bis 4.1.26)
gibt es hier: weihnachtsopen-potsdam.de

https://www.berlinerschachverband.de/entry/comeback-des-potsdamer-weihnachtsopens.html

via Berliner Schachverband:

24.12.2025

Weihnachtsgrüße des Präsidenten

Liebe Schachfreundinnen und Schachfreunde,

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ein weiteres Jahr geht dem Ende zu. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, unseren vielen Ehrenamtlichen in den Vereinen, meinen Kolleginnen und Kollegen im Präsidium des Berliner Schachverbandes sowie unseren Referent*innen und Beautragten sowie dem Jugendausschuss und den Ehrenamtlichen der Schachjugend in Berlin für Ihre Arbeit, ihr Herzblut und ihr Engagement zu danken. All die Aktivitäten, Turniere, die zahlreiche Arbeit im Kinder- und Jugendbereich und auch die vielen Erfolge, die wir im Berliner Schachsport erneut feiern durften, wären ohne euch nicht möglich.

Wie jedes Jahr würde ich kurz auf die Highlights des vergangenen Jahres zurückblicken. Und ebenfalls wie inzwischen nahezu jedes Jahr ging es bereits „zwischen den Jahren“ erfolgreich los. Bei den Deutschen Vereinsmeisterschaften am Jahresende vom 26. bis 30. Dezember 2024 präsentierten sich die Berliner Vereine und unsere Jugend wieder einmal von ihrer besten Seite.

Am erfolgreichsten war die u20-weiblich des SV Königsjäger Süd-West. Sie holten den Titel in der höchsten weiblichen Altersklasse! Es sollte nicht der letzte Erfolg des Vereins im Frauenbereich bleiben.

Außerdem gingen noch drei weitere Medaillen nach Berlin, bzw. genauer alle drei an die TSG Oberschöneweide: Silber in der u12w, sowie Bronze in der u12 und u20! Mit 15 qualifizierten Teams aus fünf Berliner Schachvereinen war das Berliner Jugendschach zudem auch in der Breite gut vertreten.

Auch im Spielbetrieb der Erwachsenen gab es einige Highlights zu feiern. Der überraschende Erfolg der 1. Mannschaft des SC Kreuzberg mit dem Aufstieg in die zweite Bundesliga konnte mit einer Nominierung für den Berliner Amateursportpreis gewürdigt werden. Noch einen Schritt weiter ging es allerdings für die Frauen des SC Kreuzberg: Sie setzten sich in einem spannenden Aufstiegsrennen durch und stiegen dieses Jahr in die Frauenbundesliga auf! Nachdem sie erst 2022 in der Frauenregionalliga Ost in Spielbetrieb der Frauen eingestiegen waren, gelang ihnen innerhalb von drei Jahren damit der Marsch bis in die höchste Spielklasse – ein toller Erfolg, der auch von den Berliner Medien bemerkt und gewürdigt wurde!

„Endlich wieder Bundesligaschach in Berlin“ sollte sich dann sogar doppelt verwirklichen. Denn im April zogen die Schachfreunde Berlin nach. In einem nervenaufreibenden Aufstiegsstichkampf gegen SV 1920 Hofheim setzten sie sich ganz knapp durch und konnten den Aufstieg in die Schachbundesliga feiern.

Aber nicht nur unsere Vereine waren dieses Jahr wieder extrem aktiv, auch im Verband gab es einige Highlights. Unsere Reihe an IM-Turnieren setzten wir Ende Februar fort, dieses Mal mit einem GM- und einem IM-Turnier, das erste GM-Turnier in Berlin seit 2009. Eine tolle Gelegenheit für unsere Berliner Spieler, sich gegen richtig harte Konkurrenz zu messen und an ihr zu wachsen.

Die Berliner Einzel-Meisterschaft war wie die letzten Jahre auch wieder enorm stark besetzt. Vier GMs, vier IMs und insgesamt 18 Titelträger wird man wohl sonst nirgendwo bei einer Landesmeisterschaft an die Bretter kriegen. Maxim Vavulin von den Schachfreunden Berlin lieferte eine Machtdemonstration ab und konnte sich den Titel nach vielen knappen Entscheidungen der letzten Jahre dieses unangefochten und mit 1,5 Punkten Vorsprung holen. Eine tolle Begleiterscheinung der Meisterschaft: Mit der IM-Norm von Tymon Czernek konnten wir die erste Titelnorm bei einer Berliner Meisterschaft ausstellen, auch ein Ausweis der Qualität des Turnieres und vielleicht ja auch noch einmal zusätzliche Motivation für den einen oder anderen ambitionierten Teilnehmer im nächsten Jahr.

Dank der finanziellen Unterstützung durch WR Chess und die organisatorische Leitung durch Bernhard Riess konnten wir ein Team zur Rapid- und Blitz-Team-Weltmeisterschaft nach London entsenden. Für alle Beteiligten natürlich ein ganz besonderes Erlebnis, neben der versammelten Weltelite um die Punkte zu kämpfen!

Zwei Highlights gab es dann noch einmal im November. Zuerst brachten wir den Schachsport zusammen mit dem SV Königsjäger Süd-West sowie dem Deutschen Schachbund ein ganzes Wochenende lang in das Olympiastadion. Das Berliner U25-Open sowie die 2. Deutsche Meisterschaft im Schach960 fanden so in einem ganz besonderen Rahmen statt.

Und anschließend fand – erstmals wieder offiziell anerkannt durch den allgemeinem deutschen Hochschulsportverband (adH) – die Deutsche Hochschulmeisterschaft in Berlin statt. Christoph Barth hat gemeinsam mit seinem großen Team an Helferinnen und Helfern eine erfolgreiche Meisterschaft auf die Beine gestellt. Mit über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus über 80 Universitäten und einem starken Niveau in der Spitze war es ein voller Erfolg. Und die gute Nachricht: Der adH hat die Meisterschaft 2026 bereits wieder nach Berlin vergeben. Wir können also genau daran anknüpfen!

Seht mir bitte nach, dass sich nicht alles angemessen würdigen lässt, ohne dass es ein viel zu langer Text wird. Ich bin dankbar für die vielen Aktivitäten, die vielen finanziellen und tatkräftigen Unterstützerinnen und Unterstützer sowie die vielen Opens und Turnierangebote unserer Vereine, die die Schachlandschaft in Berlin bereichern. Bitte bleibt so engagiert und unterstützt eure Vereine und Ehrenamtlichen weiterhin so tatkräftig!

Ich möchte einen kurzen Hinweis mit Blick auf 2026 geben: Vom 24. bis 26. April haben wir die Schachelite der Welt zu Gast in Berlin. Gemeinsam mit den Schachfreunden Berlin richten wir die Bundesliga-Endrunde im Willy-Brandt-Haus aus. Den Termin sollten sich alle Schachfans dick markieren. Und im Rahmen dieser Endrunde werden wir im Willy-Brandt-Haus am Samstag, den 25. April unser 125-jähriges Verbandsjubiläum (rein-)feiern. Der Berliner Schachverband wurde am 26. April 1901 gegründet und wir möchten die Gelegenheit nutzen, um nicht nur zurückzublicken, sondern vor allem unsere Ehrenamtlichen zu ehren, ohne die all das nicht so funktionieren würde.

Ich wünsche euch ein frohes Weihnachtsfest, dass ihr alle gut und gesund ins neue Jahr kommt und freue mich mit euch auf hoffentlich aufregendes Jubiläumsjahr mit vielen tollen Schachaktivitäten und Gründen zum Feiern!

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via Berliner Schachverband:

Rücktritt als Leistungssportreferent

Liebe Schachfreundinnen und Schachfreunde,

leider muss ich mitteilen, dass ich meine Aufgabe als Leistungssportreferent aus persönlichen Gründen derzeit nicht mehr wahrnehmen kann und daher von diesem Posten hiermit zurücktrete.

Schon vor Übernahme dieser Aufgabe stand fest, dass mir leider nur wenig Zeit dafür zur Verfügung stehen wird. Das wenige an Zeit habe ich stets nach bestem Wissen und Gewissen dafür eingesetzt, den Leistungssport in Berlin insbesondere auf Ebene der Schachjugend zumindest Schritt für Schritt ein wenig zu verbessern. Mit der Gewinnung der erfahrenen Großmeister und erfolgreichen Trainer Robert Rabiega und Michael Richter als Landestrainer konnte aus meiner Sicht auch der Erfolg verzeichnet werden, das Berliner Kadertrainingsangebot weiter zu verbessern.

Ich möchte mich daher auch ausdrücklich beim gesamten Trainerteam für die sehr gute Zusammenarbeit bedanken und auch für ihren Einsatz für das Berliner Schach.  

Mein Dank gilt ferner dem gesamten Vorstand und nicht zuletzt Bettina Bensch, die mir die zum Teil umfangreiche Aufgabe als Leistungssportreferent durch großartige Zuarbeit und ihren großen Einsatz für das Berliner Schach erheblich erleichtert hat.

Zum Schluss möchte ich jedoch auch an die Vereinsvertreterinnen und Vereinsvertreter appellieren, bei allem verständlichen Einsatz für die Interessen des eigenen Vereins und der eigenen Spielerinnen und Spieler nie aus den Augen zu verlieren, dass wir alle im Schachverband von funktionierenden Strukturen und Angeboten auf Verbandsebene profitieren und dabei wie jeder Schachverein auf den großen Einsatz von ehrenamtlich tätigen Personen angewiesen sind, die neben Beruf, Familie und dem sonstigem Privatleben ihr Bestes für unsere gemeinsame Leidenschaft des Schachsports geben. Ich hoffe, dass wir im Jubiläumsjahr des Schachverbandes wieder zu mehr Einigkeit innerhalb des Schachverbandes zurückfinden und dass die vertrauensvolle Zusammenarbeit wieder das Misstrauen und die Missgunst überwiegen wird.

Liebe Grüße

Fabian Jahnz

Berliner Einzelmeisterschaft 2026 ausgeschrieben

Ostern in Lichtenrade: Bei M-Klasse oder Qualifikationsturnier dabei sein

Liebe Berliner Schachspielerinnen und Schachspieler,

soeben habe ich die Ausschreibung für die M-Klasse sowie das Qualifikationsturnier der Berliner Einzelmeisterschaft 2026 veröffentlicht.

Details und die Ausschreibung findet ihr auf der Turnierhomepage BEM.

Neu in diesem Jahr Das Qualifikationsturnier wird regulär über 9 Runden ausgetragen. Ein einmaliges Aussetzen (BYE, 0,5 Punkte) in Runde zwei bis acht ist nach vorheriger Anmeldung möglich – ungeachtet dessen, dass 9 selbstverständlich 9 bleiben sollte.

Alle Jahre wieder Auch in diesem Jahr baut sich das Turnier weder von selbst auf noch ab. Für den Aufbau (Fr., 3.4., 17:00 Uhr), den Abbau (So., 12.4., ab 15:00 Uhr) sowie den Transport des Spielmaterials werden erneut verlässliche Hände gesucht. Eine Aufwandsentschädigung von 25 Euro sowie ehrlicher Dank sind selbstverständlich.

Ich freue mich darauf, möglichst viele von Euch in Lichtenrade zu sehen.

Viele Grüße, Kai
 

(via Berliner Schachverband)

Stellungnahme von Paul Meyer Dunker via Berliner Schachverband:

Zurückweisung der unerhörten Angriffe auf und Solidarisierung mit Hajo Seppelt

Die Familie Seppelt hat sich generationenübergreifend um den Sport verdient gemacht. Alfred Seppelt u.a. 20 Jahre als Präsident des Berliner Schachverbandes und anschließend als unser Ehrenpräsident, sein Sohn Hajo Seppelt u.a. als hoch anerkannter Sportjournalist.

Die Angriffe des Präsidenten der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft, Matthias Große, der Hajo Seppelt u.a. abspricht, ein Journalist zu sein, und ihn aufs übelste persönlich beschimpft hat, lassen mich fassungslos zurück. Und das nur, weil er seine Arbeit gemacht und eine unliebsame Recherche durchgeführt hat.

Anders als beim #Schach geht es bei olympischen Sportarten um Millionen aus der Staatskasse. Warum hier Doping, Korruption und mangelhafte Transparenz in einigen Verbänden offenbar von der öffentlichen Hand geduldet werden, ist mir unverständlich.

Seitenschach (@seitenschach.bsky.social) 2026-02-26T23:12:01.643Z

Der Berliner Schachverband und ich persönlich als Präsident des Berliner Schachverbandes weisen diese Angriffe aufs entschiedenste zurück. Für so ein Verhalten, Angriffe auf die Pressefreiheit sowie solch persönlichen Angriffe auf verdiente Persönlichkeiten wie heute durch Herrn Große, dafür darf es keinen Platz im organisierten Sport geben. Unsere Solidarität gilt Hajo Seppelt, dem wir die breite Solidarität des organisierten Sports wünschen sowie viel Kraft für die Verteidigung gegen diese Angriffe.

Kontext:

Bewerbung für das Amt des BSV-Präsidenten

Kevin Högy bewirbt sich für das Amt des Präsidenten des Berliner Schachverbandes.

Zu seinem Bewerbungsschreiben im PDF-Format geht es hier.

via Berliner Schachverband:

Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann eröffnet BEM 2026

 
Bezirksbürgermeister J Oltmann führt den 1. Zug aus

Am gestrigen Nachmittag ist die Berliner Einzelmeisterschaft 2026 planmäßig um 17 Uhr eröffnet worden. Insgesamt nehmen in diesem Jahr 147 Spielerinnen und Spieler teil. Die Meisterklasse ist mit 30 Teilnehmern besetzt, im Qualifikationsturnier gehen 117 Teilnehmende an den Start.

Zur offiziellen Eröffnung begrüßte der Bezirksbürgermeister von Tempelhof-SchönebergJörn Oltmann (Bündnis 90/Die Grünen), die Anwesenden mit einem Grußwort und unterstrich dabei die Bedeutung des Schachs als verbindendes Element im sportlichen und gesellschaftlichen Leben der Stadt.

Im Anschluss führte er am Spitzenbrett der Meisterklasse – in der Partie zwischen FM J. Brustkern und GM M. Vavulin – den symbolischen ersten Zug aus und gab damit das Turnier offiziell frei.

Wir wünschen allen Teilnehmenden ein erfolgreiches Turnier und spannende Partien.

chess-results Meisterklasse | chess-results Qualifikationsturnier

Live auf LiChess | Live bei chessbase

Turnierhomepage BEM 2026

Vavulin verteidigt Berliner Schachtitel erfolgreich

Quelle: Deutscher Schachbund – „Maxim Vavulin gewinnt die Berliner Einzelmeisterschaft 2026", veröffentlicht am 14. April 2026

Maxim Vavulin hat die Berliner Einzelmeisterschaft 2026 gewonnen und damit seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigt. Das berichtet Deutscher Schachbund. Der 27-jährige Großmeister, in Moskau geboren und Schnellschach-Europameister von 2017, setzte sich im Turnier durch, das am 12. April im Gemeinschaftshaus Berlin-Lichtenrade zu Ende ging.

Der Titelverteidiger hatte keinen reibungslosen Start: In Runde drei musste er sich seinem Klubkameraden Johannes Florstedt (Schachfreunde Berlin) geschlagen geben. Anschließend gewann Vavulin vier Partien in Serie und führte das Feld nach sieben von neun Runden klar an. Zwei Remisen in den abschließenden Runden genügten, um den ersten Platz zu sichern.

Eilenberg und Hesse auf den Plätzen zwei und drei

Den zweiten Platz belegte Jonas Eilenberg (SK König Tegel), ehemaliger DC-Kaderspieler, der im gesamten Turnier lediglich gegen Vavulin verloren hatte. Henrik Hesse (SV Mattnetz) sicherte sich trotz zweier wertungsloser Partien in den Runden fünf und sechs noch den dritten Rang.

In der Meisterklasse gingen 30 Spieler an den Start, im parallel ausgetragenen Qualifikationsturnier waren es 117 Teilnehmer. Dort siegte Luca Mankel (SC Friesen) und war der einzige Spieler, der sich für die Meisterklasse qualifizierte.

Automatisch KI-generierter Beitrag

Festveranstaltung 125 Jahre Berliner Schachverband

Am 26. April 1901 wurde der Berliner Schachverband gegründet. Aus diesem Anlass haben wir am Wochenende gemeinsam mit den Schachfreunden Berlin die Schachbundesliga-Endrunde ausgerichtet und wir haben uns sehr gefreut, dass viele von euch die Möglichkeit genutzt haben, dieses ganz besondere Event zu besuchen.

Aber natürlich gehört zu so einem Jubiläum auch eine kleine Festveranstaltung. Vertreterinnen und Vertreter der Vereine, des Deutschen Schachbundes, der Landes- und Mitgliedsorganisationen des DSB sowie der Landessportbund Berlin kamen auf unsere Einladung am Samstag während der 14. Runde der Schachbundesliga im Casino des Willy-Brandt-Hauses zusammen, um unser Verbandsjubiläum zu begehen. Alle Bilder von Finn Engesser, Deutscher Schachbund.

Den festlichen Rahmen der Veranstaltung bildeten unsere drei Ehrenpräsidenten, die in ihren Festreden verschiedene Perioden des Berliner Schachverbandes launisch Revue passieren ließen. Bevor es damit losging sprach Sophie Lehsnau, Vizepräsidentin des Landessportbundes Berlin, zur Festgesellschaft. Sie dankte den Ehrenamtlichen des Berliner Schachs für ihre Arbeit und würdigte das merkliche Mitgliederwachstum des Berliner Schachverbandes der letzten Jahre insbesondere auch im Kinder- und Jugendbereich. Abschließend betonte Sie, dass der Berliner Schachverband auch anderen Stellen vorbildliche in der Sportgemeinschaft Berlins mitwirkt. So war der BSV einer der ersten Verbände mit Kinderschutzsiegel im LSB Berlin und der BSV bringe sich personell mit Carsten Schmidt im Landesausschuss für Ausbildung und Paul Meyer-Dunker im Landesausschuss für Sport- und Vereinsentwicklung in zwei inhaltlichen Ausschüssen des LSB ein, während viele der 80 Mitgliedsverbände in keinem mitwirken würde.

Anschließend gehört der Emmanuel-Lasker-Gesellschaft als enger Partner des BSV die Bühne. Thomas Weischede verlieh dem Großmeister Peter Leko für seine Verdienste um den Schachsport den Lasker der ELG - Peter bedankte sich für die Ehrung mit einer launigen Rede durch verschiedene Episoden seiner Schachkarriere. Ein spannender Einblick, persönlich vorgetragen von einer Legende unseres Sportes!

Im Anschluss startete Gerhard Mietzelfeldt dann den Blick auf die BSV-Geschichte mit einem Rückblick auf den Vereinigungsprozess zwischen West- und Ostberlin und in welchem rasenden Tempo dies im Berliner Schach vollzogen wurde - nicht ohne dabei die zahlreichen Herausforderungen auszusparen, sei es bei den Unterschiedenen in den Spielbetrieben, den unterschiedlichen Systemen zur Messung der Spielstärken und Einordnung der Schachspielerinnen und Schachspieler (Ingo-Zahl vs. Klassensystem) sowie den völlig verschiedenen Einstellungen zum Thema Geld.

Carsten Schmidt blickte auf seine Wirkenszeit im Präsidium des BSV von 1994 bis 2020 zurück. Dabei schilderte unterhaltsam, wie er Anfangs in seiner Zeit als Jugendwart auch mit vielen Herausforderungen der Wiedervereinigungszeit zu tun hatte, aber auch wie fundamental sich sein Blick auf den Verband wandelte, als er nicht mehr durch die Brille des Jugendwartes sondern als Vizepräsident und später als Präsident auf die Verbandsarbeit blickte. Ausführlich würdigte er das Wirken unseres verstorbenen Ehrenpräsidenten Alfred Seppelt und führte aus, warum er eine herausragende Persönlichkeit in der Geschichte des Verbandes war.

Emotional wurde es im Anschluss, als sein Sohn Hajo Seppelt zur Versammlung sprach. Aus der Perspektive der Familie schilderte er sichtlich bewegt, welche Entbehrungen und Herausforderungen solch ein Ehrenamt für die Familien mit sich bringen kann, aber auch wie sein Vater für unseren Sport gelebt und gearbeitet hat. Dabei warf er auch ein Schlaglicht auf das unermüdliche Wirken seiner Mutter Katherina Seppelt, die durch ihre (zu) häufig ungesehene Arbeit im Hintergrund vieles erst möglich gemacht hat. Danke Hajo für diesen sehr persönlichen Einblick!

Unser Ehrenpräsident Matthias Kribben ließ vor allem drei Großereignisse seiner Amtszeit Revue passieren. Das Großmeisterturnier im Jahr 2009, die riesige zentrale BMM-Abschlussrunde im Estrel mit allen Teams aller Staffeln sowie die Großveranstaltungen im jüdischen Museum. Alles für sich herausragende Veranstaltungen, an die sich alle die dabei waren sehr gerne zurückerinnern.

Zwischen den Festreden unserer Ehrenpräsidenten gratulierten unsere Gäste in ihren Grußworten zu 125 Jahren BSV. Jürgen Klüners gratulierte im Namen des Deutschen Schachbundes zu 125 Jahren BSV. Insbesondere dankte er dem BSV und auch Christoph Barth und Paul Meyer-Dunker persönlich dafür, dass es gelungen ist die Deutschen Hochschulmeisterschaften wiederzubeleben und Schach wieder offiziell zum Teil des allgemeinen deutschen Hochschulsportverbandes zu machen.

Thomas Weischede würdigte die gemeinsame Arbeit an verschiedensten Projekten und gratulierte mit der Überreichung eines speziell gestalteten Jubiläumsturms der ELG. Michael Fuhr vom Landesschachbund Brandenburg betonte die enge Zusammenarbeit und überreichte einen speziell gravierten Glaspokal. Vom Präsidenten des Bayerischen Schachbundes Ingo Thorn gab es neben freundschaftlichen Grußworten nicht nur 200 Euro für die Berliner Schachjugend sondern auch ein persönliches Weingeschenk für den Präsidenten. Und Michael Langer vom Niedersächsischen Schachverband gratulierte "dem zweitbesten Landesverband des Deutschen Schachbundes" sehr herzlich und brauchte einen Goldtopf mit 125 ein-Euro-Münzen als Gastgeschenk. Vielen Dank an alle Gäste für die schönen, würdigenden Worte und Geschenke!

Nach vielen Reden ging es dann an das Jubiläumsquiz. Zehn Fragen zum Berliner Schachverband konnte von allen anwesenden Nico Franic von der Schachjugend am besten beantworten. Als verdienten Lohn gab es den "Schachbooster" von Michael Busse. Wer das Quiz selber nachspielen möchte, alle Fragen findet ihr hier.

Marcus Gretzer und sein Helferteam sorgten dafür, dass niemand verdurstete und verhungerte und so fand der Nachmittag nach 2,5 Stunden Festakt seinen Abschluss bei letzten Gesprächen und dem Besuch der Zeitnotphase der Schachbundesliga. Dort gelang den Schachfreunden Berlin ein 5,5 zu 2,5 Sieg gegen Kirchweyhe, mit dem sie den Grundstein für den Klassenerhalt legten. Ein rundum gelungener Nachmittag!

Abschließend möchte ich auch noch einmal ganz persönlich allen Gästen danken, die die Veranstaltung erst so schön gemacht haben. Ich habe mich gefreut, so viele Weggefährten, Förderer und Engagierte unseres Sportes zu sehen und mit euch gemeinsam die Verbandsgeschichte Revue passieren zu lassen. Es war mir ein Fest. Bis bald, auf und neben den Brettern!

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