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Bayastan Sydykov

Bayastan Sydykov – 13-jähriges Schachtalent aus Gießen mit großen Zielen
Quelle: Gießener Anzeiger plus eigene Informationen

FM Bayastan Sydykov ist mit seinen 13 Jahren eines der größten Nachwuchstalente des hessischen Schachs. Der Schüler des Landgraf-Ludwig-Gymnasiums in Gießen hat kirgisische Wurzeln, besucht die neunte Klasse und bringt es bereits auf 62 gespielte Turniere. Sein Talent für logisches Denken und strategisches Planen fiel früh auf: Schon als Vier- oder Fünfjähriger löste er hunderteilige Puzzles in Rekordzeit. Den Weg zum Schach fand er mit sieben bis acht Jahren in einer Schul-AG – zunächst mit bescheidenen Kenntnissen, doch schnell wuchs sein Ehrgeiz.


Foto via Gießener SK

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Seinen großen Entwicklungsschub erlebte Sydykov während der Corona-Zeit. Als das Vereinsleben ruhte, nutzte er intensiv Online-Plattformen und Schachcomputer, um theoretische Grundlagen zu erarbeiten und von den besten Zügen zu lernen. Dabei profitierte er von der Möglichkeit, online auch gegen Weltklassespieler wie Magnus Carlsen antreten zu können. An seiner Seite steht Trainer Arvin Manutschehr, mit dem er jede Partie gründlich analysiert.

2024 war für ihn ein Erfolgsjahr: Mit der hessischen Auswahl gewann er den deutschen Ländermeistertitel, zudem holte er in Bielefeld den Titel des deutschen Schnellschach-Amateurmeisters – sein bislang größter Einzelerfolg. In beiden Formaten überzeugte er mit schneller Auffassungsgabe und der Fähigkeit, unter Zeitdruck präzise zu spielen. Für 2025 hat er sich vorgenommen, deutscher Meister in seiner Altersklasse zu werden, nachdem er im Vorjahr in der entscheidenden Partie einen Fehler machte und Zweiter wurde.

Sydykov beschreibt Schach als Sport, der höchste Konzentration über Stunden hinweg erfordert. Lange Partien mit zweimal drei Stunden Spielzeit empfindet er als physisch und mental anspruchsvoll, schätzt jedoch die Möglichkeit, zwischendurch aufzustehen, andere Partien zu beobachten und neue Energie zu sammeln.

Zur Saison 2025/26 schlägt Sydykov ein neues Kapitel auf: Er wechselt zum amtierenden Deutschen Vizemeister SC Viernheim und wird damit Teil einer der stärksten Vereinsmannschaften Deutschlands.

Sein Ziel ist klar: sich Schritt für Schritt vom FIDE-Meister zum Internationalen Meister und schließlich zum Großmeister zu entwickeln. Ehrgeiz, Disziplin und Talent bringt er dafür mit – und sein Weg an die Spitze hat gerade erst begonnen.

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