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Bankräuber im Schachfernsehen

Neben Größen aus der Schachwelt war jetzt eine Größe der Unterwelt zur Wijk-an-Zee-Übertragung im norwegischen Sender TV2 zu Gast, Bankräuber David Toska. Das hat dem Sender neben viel Kritik ("geschmacklos") den Verlust eines Sponsors eingebracht.

Toska gilt als Drahtzieher des größten Bankraubs, den es jemals in Norwegen gegeben hat. Seine schwer bewaffnete Bande hatte 2004 in Stavanger den Nokas Cash Handling überfallen und um rund acht Millionen Euro erleichtert. Vor dem Überfall hatten das Dutzend Räuber die Garage der Polizei mit einem brennenden Lastwagen und Rauchgranaten blockiert. Am Tator kam es zu einer Schießerei, ein Polizist verlor sein Leben. Toska ging den Ermittlern ein Jahr später in Spanien ins Netz. 2018 kam er auf Bewährung frei.

Als Jugendlicher galt Toska als talentierter Schachspieler. Seine 12-jährige Haft hat er nach eigenen Angaben unter anderem genutzt, um besser im Schach zu werden. Und prompt eine TV-Einladung bekommen - die mittlerweile nicht mehr nur in Norwegen Schlagzeilen macht:

https://orf.at/stories/3244054/

https://www.rtl.de/cms/schwerverbrecher-als-tv-experte-schach-skandal-in-norwegen-4901867.html

https://www.sport.de/news/ne4770110/schach-skandal-in-norwegen-tv-sender-sorgt-fuer-eklat---schwerverbrecher-als-experte-engagiert/

https://www.n-tv.de/sport/Ex-Haeftling-sorgt-fuer-Wut-im-Schach-article23065854.html

Der "Fall Toska" aus der Sicht des norwegischen Journalisten und Schachexperten Tarjei Svensen:

https://chess24.com/en/read/news/controversy-as-mastermind-bank-robber-joins-chess-broadcast?ref=bodenseeperlen

 

 

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