Forum

Bitte oder Registrieren, um Beiträge und Themen zu erstellen.

Badischer Schachverband

VorherigeSeite 2 von 2

Schach in Baden 6/2026 erschienen

Die neue Ausgabe von Schach in Baden, dem Mitteilungsorgan des Badischen Schachverbands, liegt vor. Auf 57 Seiten dokumentiert das Heft den Saisonabschluss, das Bundesligafinale in Berlin und die anstehende Fusionsentscheidung zwischen Baden und Württemberg.

Titelthemen

SC Viernheim ist Deutscher Meister 2026 — mit makellosen 30:0 Mannschaftspunkten und sieben Zählern Vorsprung auf Vizemeister OSG Baden-Baden. Topscorer der Saison war Bassem Amin mit 11½ Punkten aus 15 Runden, einziger Spieler, der in allen Partien dabei war. Das türkische Talent Yagiz Kaan Erdogdu knackte in dieser Saison die 2700-Elo-Marke. Die Titelverteidigung der OSG scheiterte auch daran, dass die Mannschaft in Runde drei nur mit sieben statt acht Spielern antreten konnte. Für die kommende Saison hat OSG-Vorsitzender Patrick Bittner eine Neuausrichtung angekündigt und verpflichtet die Nationalspieler Matthias Blübaum und Dmitrij Kollars, die bisher für die aus der Bundesliga zurückgezogenen Schachfreunde Deizisau gespielt hatten. Die SG Rochade Kuppenheim gewann die Oberliga Baden und steigt in die Baden-Württemberg-Liga auf.

Verbandspolitik

Am 20. Juni findet in Neumühl der BSV-Verbandstag statt. Die Mitglieder entscheiden über den Fusionsauftrag mit dem Schachverband Württemberg — ein Termin, den das Heft als vorentscheidend bezeichnet: Scheitert die erforderliche Mehrheit, ist das Thema nach eigener Einschätzung des Verbands auf absehbare Zeit erledigt. Vorgestellt wird außerdem Paul Meyer-Dunker als neuer DSB-Präsident, gewählt mit der denkbar knappsten Mehrheit von 116:114 Stimmen gegen Niklas Rickmann.

Berichte und Hintergründe

Ausführlich behandelt wird der Mitropa-Cup 2026 in St. Veit an der Glan. Das deutsche Frauenteam ging mit WGM Josefine Safarli als Spielertrainerin an den Start, herausragende Einzelleistung zeigte Tamila Trunz mit 6,5 Punkten aus neun Partien. Die Deutsche Ärztemeisterschaft in Bad Homburg kommentiert GM Dr. Helmut Pfleger; Turniersieger wurde Dr. Hans-Joachim Hofstetter aus Bad Kissingen. In der Jugendbundesliga Süd schlossen die Stuttgarter Schachfreunde als Sieger ab, die Karlsruher SF 1853 belegten Rang zwei und qualifizierten sich für die Deutsche Vereinsmeisterschaft der U20. Berichte aus allen elf BSV-Bezirken dokumentieren das regionale Turnier- und Vereinsleben.

Badischer Schachverband hält an Fusion fest

Quelle: BSV – „Präsidium beschließt Fortsetzung des Fusionsprozesses", veröffentlicht am 30.06.2026

Das Präsidium des Badischen Schachverbandes hat beschlossen, den Fusionsprozess mit dem Württembergischen Schachverband fortzusetzen. Das berichtet BSV. Ziel ist die Zustimmung zum Fusionsvertrag am 25. April 2027, sofern auch der Württembergische Schachverband auf seiner Erweiterten Präsidiumssitzung zustimmt.

Hintergrund ist ein Meinungsbild auf dem Verbandstag in Neumühl, bei dem die erforderliche Dreiviertelmehrheit um eine einzige Stimme verfehlt wurde. Das Präsidium zeigte sich nach Gesprächen und Beratungen überzeugt, dass diese Mehrheit beim formellen Abstimmungstermin erreicht werden kann. Zur rechtlichen Absicherung soll ein externes Rechtsgutachten eingeholt werden.

Schachbezirk Karlsruhe ausgenommen

Da im Schachbezirk Karlsruhe nach einem Meinungsbild auf dem dortigen Bezirkstag keine qualifizierte Mehrheit für die Fusion erwartet wird, soll dieser Bezirk nicht in den Fusionsvertrag einbezogen werden. Die Vereine des Bezirks bleiben jedoch als Mitglieder des Badischen Schachverbandes über diesen Teil des neuen Verbandes.

Aus der Verbandstagsaussprache hat das Präsidium nach eigenen Angaben Anregungen und Bedenken aufgenommen, insbesondere zu Regelungen zum Festspielen in höheren Mannschaften. Diese sollen in Abstimmung mit Vertretern Württembergs berücksichtigt werden. Dr. Christoph Mährlein, der den Beitrag verfasste, rief Fusionsgegner auf, sich konstruktiv in die weiteren Schritte einzubringen.

Automatisch KI-generierter Beitrag

BSV-Präsident Mährlein widerspricht Vergleich der Baden-Württemberg-Fusion mit Elsass-Reform

Quelle: Badischer Schachverband, Präsidiumsmitteilung, 26.07.2026, Dr. Christoph Mährlein

Christoph Mährlein, Präsident des Badischen Schachverbands, weist in einem Memorandum Kritik an der geplanten Fusion der Schachverbände von Baden und Württemberg zurück, die sich auf angeblich schlechte Erfahrungen mit der Auflösung des Elsässer Schachverbandes berufen hatte. Kritiker hätten argumentiert, durch die Eingliederung des Elsass in die französische Region Grand Est seien die Wege für Schachspieler bis fast nach Paris deutlich länger geworden.

Unterschiedliche Verwaltungslogik in Frankreich und Deutschland

Mährlein legt dar, dass der Französische Schachverband die Verwaltungsreform von 2016 nachvollzogen habe, bei der aus Elsass, Lothringen und Champagne die Region Grand Est entstand. Organisatorisch angebunden seien Vereine und Meisterschaften dort aber weiterhin auf Ebene der Départements, während die Region im Wesentlichen den Ligabetrieb organisiere. Frankreich bleibe trotz der Reform ein Zentralstaat, auch im Schach: Der nationale Verband werde von einer jährlichen Vollversammlung aller 964 Vereine geführt, die ein großes Präsidium nach einem Ticketsystem ähnlich der FIDE wähle. Warum sich dadurch die Wege für Spieler verlängert haben sollen, sei ihm unklar – Mannschaftskämpfe seien schon immer überregional gewesen. Zudem habe das Präsidium im Elsass schon vor der Reform Besetzungsprobleme gehabt, ebenso die traditionellen badisch-elsässischen Vergleichskämpfe auf französischer Seite.

Reformbedarf und Vorgehen in Baden

Auch Kritiker der Fusion räumten einen Reformstau in Baden ein: Die Bezirke seien in Größe und Leistungsfähigkeit zu unterschiedlich, die Vereinsstrukturen uneinheitlich. Besonders in der Coronakrise sei die unklare Abgrenzung zwischen Turnierordnungsausschuss und Präsidium bei kurzfristigen Entscheidungen zum Problem geworden. Anders als in Frankreich sei die Baden-Württemberg-Reform von einer kleinen, aus gewählten Vorständen bestehenden Fusionskommission erarbeitet worden, in der die Präsidien selbst mitgearbeitet hätten – nicht von einer externen Expertengruppe. Die Selbstbestimmung der Bezirke solle dabei gestärkt werden, etwa in Spielbetrieb, Jugendarbeit und Finanzausstattung. Das Präsidium selbst bleibe klein, um auch Berufstätigen eine sachkundige Mitwirkung zu ermöglichen. Die Grundentscheidungen der Reform seien von einer breiten Mehrheit getragen. Ein Vergleich mit den französischen Erfahrungen sei daher nicht gerechtfertigt, da Systeme, Prozesse und Ergebnisse nicht vergleichbar seien.

Badischer und Württemberger Schachverband planen Verschmelzung

Quelle: Badischer Schachverband – „Fusion oder Verschmelzung? Was ist beabsichtigt?", veröffentlicht am 31.07.2026

Der Badische Schachverband und der Württembergische Schachverband planen eine rechtliche Verschmelzung zu einem neuen gemeinsamen Verband. Das berichtet der Badische Schachverband. Die Verschmelzung ist in den Paragrafen 99 ff. des Umwandlungsgesetzes geregelt und sieht vor, dass ein neu gegründeter Verband Rechtsnachfolger aller eingeschmolzenen Vereine wird.

Für den Vorgang wird derzeit ein Verschmelzungsvertrag von einem Notar erstellt, dem der Entwurf der neuen Satzung beigefügt wird. Dieser Vertrag muss anschließend von Vorstand und außerordentlicher Hauptversammlung beider Vereine notariell beurkundet und genehmigt werden. Der entsprechende Termin ist für den 25. April 2027 vorgesehen.

Begriffliche Klarstellung

Dr. Christoph Mährlein, Autor des Beitrags, erläutert, dass die Begriffe „Fusion" und „Verschmelzung" inhaltlich dasselbe meinen, juristisch jedoch unterschiedlich verwendet werden. „Fusion" werde im Recht vor allem im Zusammenhang mit der Fusionskontrolle durch das Bundeskartellamt gebraucht, die in diesem Fall keine Rolle spiele. Eine im Internet erwähnte „Fusion nach dem BGB" existiere rechtlich nicht. Das beschriebene Verfahren aus Auflösung und Neugründung werde von Fachleuten nicht als Fusion bezeichnet und sei in der Praxis nicht gebräuchlich.

Automatisch KI-generierter Beitrag

Vierter Titel in Folge: Badens 65er bleiben Deutscher Meister

Quelle: Baden – „BSV", 20. September 2026, Frank Schmidt

Das badische Quartett hat bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft der Senioren in der Altersklasse 65+ den Titel verteidigt. Es ist der vierte Meistertitel nacheinander. Für den Badischen Schachverband spielten Clemens Werner, Thomas Raupp, Bernd Schneider und Hans-Joachim Vatter.

In der Altersklasse 50+ wurde Baden erneut Deutscher Vizemeister. Diesen Platz erspielten Christoph Pfrommer, Vladimir Podat, Stefan Doll und Erich Müller.

Automatisch generierter Beitrag

Badens 65+ bleiben deutscher Meister – Raupp mit 6½ aus 7

Quelle: Badischer Schachverband – „Jedes Jahr ist Murmeltierjahr", 22. September 2026, Holger Moritz

Die badische Mannschaft der Altersklasse 65+ hat bei der Deutschen Senioren-Mannschaftsmeisterschaft der Landesverbände erneut den Titel geholt. Mit 12 Mannschaftspunkten belegte sie den alleinigen ersten Platz vor Bayern und Württemberg. Es war der vierte Erfolg in Folge.

Den Ausschlag gab das Ergebnis an Brett 2: Thomas Raupp erreichte 6½ aus 7 und damit eine Elo-Leistung von annähernd 2500 – das beste Resultat des gesamten Turniers. An Brett 3 sicherte sich Bernd Schneider mit 5 Punkten den Brettpreis, punktgleich mit Robert Vogel aus Bayern.

50+ erneut hinter Württemberg

In der Klasse 50+ führte Baden lange, wurde kurz vor Turnierende aber von Württemberg abgefangen und beendete das Turnier als Vizemeister. Bester badischer Spieler war Vladimir Podat, der an Brett 2 mit 5½ Punkten und 1½ Zählern Vorsprung auf den Nächstplatzierten das zweitbeste Einzelergebnis seiner Gruppe erzielte.

Beide Mannschaften kamen ohne Auswechselspieler aus. Die vollständigen Resultate stehen bei Chess-Results, nahezu alle Partien sind online abrufbar; in der Gruppe 50+ fehlten sechs elektronische Bretter.

Automatisch generierter Beitrag

VorherigeSeite 2 von 2