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Badischer Schachverband

57 Seiten, Schach in Baden, Dezemberausgabe:

https://www.badischer-schachverband.de/offizielles/pdf/bsv-953.pdf

Tabellen, Ausschreibungen, Dankesworte, Protokollteile, Ergebnisse. Keine Szenen oder Erzählungen, kaum Zitate von Menschen, aber eine ganze Menge Partieverläufe.

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Wer die Protagonisten sind:

Familie Hund / Nele Arnold

Warum: Top-Ergebnis, 12 von 14 Punkten – stärkste Leistung im Feld.

Familie Ascheid

Warum: Gewinn des „Marco-Polo-Preises“ für die weiteste Anreise.

Nadjafi (Jahrgang 1946)

Warum: Ältester Teilnehmer – „Highlander-Preis“.

Levin Uyar (U16)

Warum: Rückkehrer und „starker Spieler“, im Text eigens hervorgehoben.

Yusuf Amini

Warum: Spektakulärer Damenopfer-Sieg im A-Open.

Sarah Veelders / Wiebke Veelders

Warum: Perfekte 5/5 für Wiebke; Sarah mit Angriffssieg + Figurenopfer, Doppel-Erfolg der Familie im B-Open.

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Niels Dettmer, Bregje Roebers, Edward Bundan, Sebastian Wernke-Schmiesing, André Juraschek

Warum: Jüngste Teilnehmende, ziehen ChessBase-Gutscheine.

Selbsternannte Bezirksmeister und neue Technik: Stand der Badischen Blitzmeisterschaften

Quelle: Badischer Schachverband – Meldung von Thomas Batton vom 22. Januar 2026

In den Online-Anmeldungen zu den Badischen Blitzmeisterschaften erklärten sich Spieler kurzerhand zu Bezirksmeistern – mit Folgen für das zu entrichtende Startgeld, das für Bezirksmeister entfällt. Dieser kuriose Effekt hat beim Badischen Schachverband nun einen technischen Umbau ausgelöst.

Die Badischen Blitzmeisterschaften 2026 finden am 7. und 8. März in Ettlingenweier statt. Gespielt wird erstmals in der größeren Bürgerhalle, näher an der Innenstadt und mit mehr Platz als zuletzt. Samstag ist das Blitzeinzel, Sonntag die Blitzmannschaft. Beide Turniere sind Qualifikationen für die Deutschen Meisterschaften, beim Einzel voraussichtlich auch für die Frauen.

Die Ausschreibungen sind online, alle relevanten Gruppen für die Blitz-ELO gemeldet. Anmeldungen sind offen – regulär bis zum Spieltag, ganz spät mit kleinem Aufschlag. Ziel ist diesmal eine Rundenzahl von 20 bis 25 Runden, nachdem 13 im Einzel als zu wenig und 29 bei der Mannschaft als zu viel empfunden wurden.

Technisch arbeitet der Verband an zwei Punkten. Erstens: Die Selbstanmeldung zur Qualifikation wird überarbeitet. Vorqualifizierte sollen künftig vorerfasst werden, damit sich niemand mehr fälschlich als Bezirksmeister einträgt und falsche Bestätigungsmails erhält. Zweitens entsteht eine neue User-Konsole, die Anmeldung, Bestätigung, Abmeldung und Check-in bündelt. Das verzögert einzelne Schritte noch um wenige Tage.

Zu beachten ist der Landtagswahl-Sonntag am 8. März. Für die Teilnahme am Mannschaftsblitz empfiehlt der Verband rechtzeitig Briefwahl zu beantragen. Die Halle selbst wird nicht als Wahllokal genutzt.

Für das Mannschaftsturnier ist außerdem eine Regeländerung geplant: Der Bretttausch soll entfallen, sofern bis dahin keine bessere IT-Lösung verfügbar ist. Der bisherige Modus gilt als zu aufwendig in der Ergebniserfassung.

Kurz: Termin, Ort und Format stehen. Die Anmeldungen laufen. Und die selbsternannten Bezirksmeister werden bald wieder vom System eingefangen.

DSB im Dauerstreit: Baden blickt mit Sorge nach Berlin
Quelle: Badischer Schachverband e.V., Präsidiumssitzung (November 2025)

Zwei Monate nach der Sitzung seines erweiterten Präsidiums hat der Verband nun das Protokoll veröffentlicht. Unter anderem warfen die Badener einen Blick auf Berlin, genauer: auf den Deutschen Schachbund (DSB) – und der fiel ernüchternd aus. Jürgen Gersinska, der Baden beim DSB-Hauptausschuss in Hofgeismar vertreten hatte, schilderte ein „toxisches Klima“ im Bundesverband. Hintergrund ist die knappe Präsidentinnenwahl beim Bundeskongress in Paderborn zwischen Ingrid Lauterbach und Paul Meyer-Dunker, deren Nachwirkungen den DSB bis heute belasten. Inzwischen haben sechs Landesverbände einen Abwahlantrag unterstützt, wodurch ein außerordentlicher Verbandstag nötig wird. Gersinska bewertete diese Entwicklung als schädlich für das öffentliche Bild des Schachs: Während der Sport sportlich Aufmerksamkeit erzeuge, wirke der Verband nach innen zerstritten und instabil.

Im selben Zusammenhang wurde auch das Thema Transgender angesprochen. Aus den Berichten aus Hofgeismar ging hervor, dass bei kleineren Veranstaltungen ein großzügiger Umgang empfohlen wird, während bei Titelkämpfen mit besonderem Augenmaß vorgegangen werden soll. Eine einheitliche Linie auf Bundesebene ist damit weiter offen – ein weiteres Beispiel für die ungelösten Konflikte im DSB.

Eng verknüpft mit der Bundesebene ist für Baden die geplante Fusion von Baden und Württemberg. Im DSB-Kontext wurde klargestellt, dass ein gemeinsamer Antrag beider Verbände Erfolg hatte: Im Falle einer Fusion bleibt die bisherige Zahl der Qualifikationsplätze zunächst für zwei Jahre erhalten. Unterstützung kam dabei auch aus Bayern. Zugleich wurde deutlich, dass das gesamte System der Qualifikationsplätze mittelfristig neu geregelt werden soll – ein Thema, das den künftigen Großverband Baden-Württemberg unmittelbar betreffen wird.

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Neben dem DSB-Schwerpunkt behandelte die Sitzung weitere Punkte: Die Einführung von Nu-Liga und Nu-Sport läuft nach badischer Einschätzung weitgehend stabil, auch wenn technische Einschränkungen bestehen. Finanzielle Themen spielten ebenfalls eine Rolle: Für 2025 wird ein leichtes Minus erwartet, der Haushalt 2026 ist mit rund 232.000 Euro veranschlagt, Einsparungen sollen den Spielbetrieb jedoch nicht treffen.

Breiten Raum nahm erneut die Fusion Baden/Württemberg ein. Der Fahrplan sieht vor, 2026 Entwürfe für Satzung und Ordnungen in die Vereine zu geben, 2027 einen außerordentlichen Verbandstag durchzuführen und Mitte 2027 den neuen Verband zu gründen. Der Spielbetrieb soll in einer Übergangssaison 2027/28 angepasst und ab 2028/29 vollständig neu organisiert werden.

Die neue "Schach in Baden" ist da.

PerlenGPT hat gescannt, ob darin Stücke stehen, die schon etwas sind oder aus denen sich etwas machen lässt, und nach Erzählpotenzial bewertet: Konflikt, Fallhöhe, Besonderheit, Mensch.


1. Joachim Braun – vom Pflichtremis zum Turniersieg

42. Untergrombach-Open 2026
klassische Turnier-Erzählung

  • Start mit Remis gegen deutlich schwächeren Gegner – mentaler Knick.

  • Danach Steigerung Runde für Runde, fünf Stunden Kampfpartien.

  • Sieg gegen IM Upadhyaya (Elo 2405) in der Schlussrunde.

  • Geteilter Turniersieg, Elo-Performance 2350.

➡️ Stoff für eine ganze Seite: Erfahrung, Zähigkeit, späte Belohnung.
(Seiten ca. 30–35)

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2. Michael Güttler – der Einzige, der den Meister schlug

Badische Jugend-EM U16

  • Besiegt in Runde 1 den späteren Badischen Meister.

  • Bleibt der einzige Spieler, der ihn im Turnier bezwingt.

  • Endet dennoch nur auf Rang 4 – Zweitwertung.

➡️ Klassische Tragik-Geschichte: das eine Ergebnis zählt nicht genug.
(Seite ca. 46–47)

bsv-971


3. Nikolai Franke – Hobbyspieler, kein Anfänger

Untergrombach-Open, B-Turnier

  • Kommt über ein Hobbyturnier zum Verein.

  • Erstes offizielles Turnier.

  • 4½/7, Platz 18 von ~100.

  • Schlägt erfahrene Spieler, Elo-Performance 1683.

➡️ Porträtwert: Einstieg in den organisierten Schachbetrieb.
(Seite ca. 29–30)

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4. Timo Köllner – Sprung von Rang 72 auf Rang 7

Frankenthaler Weihnachtsopen

  • U16-Spieler.

  • Startplatz 72.

  • 5 Punkte, ungeschlagen.

  • Gegner im Schnitt 255 DWZ stärker.

➡️ Kurzporträt mit Zahlen – ideal für Nachwuchs-Rubrik.
(Seite ca. 25)

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5. Paula Wiesner & Mara – ein stilles Langzeit-Porträt

Karlsruher Schachfreunde

  • Trainerin begleitet Spielerin seit den ersten Schritten.

  • Neun Jahre später sportliche Erfolge auf Bundesebene.

  • Kontinuität statt Wunderkind-Narrativ.

➡️ Sehr gute Vereins- und Fördergeschichte.
(Seite ca. 36)

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6. „Matt in zwei – Slapstick entscheidet den Pokal“

SC Untergrombach – Pokalspiel

  • Gegner tappt in einfache Falle.

  • Partie endet abrupt.

  • Entscheidend fürs Weiterkommen.

➡️ Kurios, leicht, gut für Kolumne oder Randspalte.
(Seite ca. 57)

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7. Harald Mayer – Seniorenmeister als Nebenergebnis

Ohlsbacher Silvesterturnier

  • Platz 10 gesamt.

  • Reicht für Seniorenmeister-Titel.

  • Unspektakulär erzählt – aber erzählbar.

➡️ Kurzstück über Erfahrung und Konstanz.
(Seite ca. 51)

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8. Oliver Brennenstuhl (†52) – Nachruf mit Substanz

Schachklub Lahr

  • Spieler, Erzähler, Historiker.

  • Keine Funktionärsfloskeln.

  • Sehr persönlich.

➡️ Einer der besseren Nachrufe im Heft.
(Seite ca. 51)

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9. Das unterschätzte Thema: Problemschach

Wolfgang A. Bruder

  • Historischer Abriss.

  • Verbindung Deutschland – Problemschach.

  • Babson Task nach 141 Jahren gelöst.

➡️ Kein Tagesjournalismus, aber Hintergrund-Stoff für Perlen-Leser.
(Seiten 10–13)

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Kurzfazit (ohne Pathos)

Diese Ausgabe taugt nicht als News-Sampler, aber sehr wohl als Fundgrube.
Die stärksten Stücke sind:

  • Joachim Braun

  • Michael Güttler

  • Nachwuchs-Aufsteiger (Franke, Köllner)

  • Leise Förder-Geschichten (Wiesner)

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