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Aus dem Handgelenk: Warum ich Weltmeisterin im Tischkickern werden musste

„Aus dem Handgelenk“: Von der Schachspielerin zur Tischkicker-Weltmeisterin

Quelle: Chess Tigers – „Aus dem Handgelenk“: Von der Schachspielerin zur Tischkicker-Weltmeisterin, 26. August 2026

Am 2. September 2026 erscheint die Autobiografie "Aus dem Handgelenk" von Linh Tran, Deutsche U16-Vizemeisterin im Schach und fünffache Weltmeisterin im Tischkickern. Darin erzählt sie von einer jungen Frau, die zwischen Deutschland und Vietnam, familiären Erwartungen und eigenen Träumen lange nach ihrem Platz sucht – und ihn zunächst am Schachbrett findet. Das schreibt Chess Tigers.

Variantenberechnung, Vorausdenken und mentale Disziplin lernt sie beim Schach; später analysiert sie Videos ihrer Gegnerinnen so akribisch, wie ein Schachspieler Partien vorbereitet. Sie berichtet auch von Ausgrenzung: Nach einem Sieg bei einer Jugend-Bezirksmeisterschaft hört sie, wie Jungen ihren Gegner verspotten, weil er gegen ein Mädchen verloren habe. Ebenso ausführlich schildert sie die Unterstützung ihres Trainers Klaus-Dieter Fuchs-Bischoff, der sie zu Turnieren fährt, Startgelder zahlt und Spenden für die Weltmeisterschaft 2011 in Brasilien sammelt.

Kein beiläufiges Vorspiel

Für Schachfreunde ist vor allem ihre Zeit am Brett interessant: Das Spiel erhält ein eigenes, 22 Seiten starkes Kapitel und zieht sich als roter Faden durch den Band. Nach anfänglichen Einlesehürden entwickelt der Text Sog; einzelne Szenen gehen nahe. Weinerlich wirkt das Buch nicht – es zeigt vielmehr, wie stark ein Mensch werden kann und wie wichtig dafür andere Menschen sind.

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My Linh Tran: Vom Schachbrett zum Tischkicker-Weltmeistertitel

Quelle: Hamburger SK – „Literaturtipp: Autobiografie vom unserem ehemaligen Vereinsmitglied My Linh Tran", 28. August 2026

Ein Drittel ihres Lebens widmete My Linh Tran dem Schach als Leistungssport, als Deutsche Vizemeisterin. Inzwischen ist sie fünffache Weltmeisterin im Tischkickern. Am 2. September erscheint ihre Autobiografie. Das schreibt Hamburger SK. Tran schildert eine komplizierte Beziehung zu den Eltern, Leistungsdruck und mentale Tiefpunkte, dazu ihren Weg zur ersten deutschen Profi-Tischkickerin und besten Spielerin der Welt. Bedeutende Schachgeschichten spielen dabei eine Rolle. Der Band richtet sich an alle, die Sport und Wettkampf mögen, die mentale Seite erkunden wollen oder eine Geschichte über die Suche nach Identität und Selbstwert.

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Die Weltmeisterin, die einmal Schachtalent war

Quelle: Deutscher Schachbund – „Wie doof bist du denn, Junge?" – Was Linh Trans neues Buch mit dem Schachgipfel zu tun hat, 3. September 2026, Finn Engesser

Linh Tran ist heute fünffache Tischfußball-Weltmeisterin und eine laute Stimme für Frauen im Sport. Fast zehn Jahre lang war sie etwas anderes: eine der stärksten Nachwuchsspielerinnen Hessens, Deutsche Vizemeisterin U16, mit einer Elo über 2100. Das schreibt Finn Engesser. Beim Schachgipfel in Dresden diskutierte sie am 17. Juli über Mädchen- und Frauenschach und sammelte bei einem Kicker-Charity-Event 1.300 Euro für dessen Förderung.

Eine Szene vom Jugendturnier

In ihrer am 2. September erschienenen Autobiografie „Aus dem Handgelenk" erinnert sie sich an eine Partie bei einem Jugendturnier. Sie gewinnt, ihr Gegner starrt stur an ihr vorbei, seine Freunde johlen: Wie könne er sich von einem Mädchen schlagen lassen. Beim Aufstehen spürt sie die Blicke „wie kleine Feuermale auf der Haut". Eine Erklärung findet sie auf der Heimfahrt nicht, wohl aber einen Entschluss: Sie kann es solchen Jungs nur zeigen, indem sie weiter gewinnt.

Bekannt bis heute

Nationalspielerin Lara Schulze kennt vergleichbare Momente. Ein Schiedsrichter habe bei ihr selbstverständlich angenommen, sie spiele als Frau an den hinteren Brettern des B-Turniers statt vorn im A-Turnier. Wer Leistung bringe und dabei den Spaß behalte, könne es allen zeigen, sagt sie. Tran formuliert es so: Wer die Einzige am Brett sei, solle es den anderen zeigen – damit sie es bald nicht mehr sei.

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