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Arkady Dvorkovich

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Dvorkovich vor der Wiederwahl: Sanktionsrisiko als entscheidende Unbekannte

Chessbase India, 11. April 2026, Sagar Shah

Arkady Dvorkovich regiert die FIDE seit 2018. Im Herbst 2026 stehen erneut Präsidentschaftswahlen an – und zum ersten Mal seit Jahren ist das Feld der Herausforderer unübersichtlich. Das berichtet Chessbase India.

Laut der Plattform World Chess sollen neben Dvorkovich auch der frühere Langzeitpräsident Kirsan Ilyumzhinov sowie der deutsche Unternehmer Wadim Rosenstein kandidieren. Dvorkovich reagiert auf die Prognosen kühl: Er habe die entsprechende Website kurz überflogen, mehr nicht. Politische Spekulationen interessierten ihn nicht.

Sanktionen als Zünglein an der Waage

Die entscheidende Variable benennt Dvorkovich selbst: das Risiko westlicher Sanktionen gegen seine Person. Seine Antwort ist bemerkenswert direkt – wer dieses Risiko bei null ansetze, dem erschienen seine Wiederwahlchancen gut; wer es bei fünfzig Prozent ansetze, bekomme auch für seine Chancen fünfzig Prozent. Eine Garantie gibt er nicht.

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Zu Ilyumzhinov, der die FIDE 23 Jahre geführt hatte, sagt Dvorkovich lediglich, zwei russische Kandidaten gleichzeitig erschienen ihm wenig klug. Rosenstein bescheinigt er immerhin taktisches Gespür: Wer davon ausgehe, dass Dvorkovich unter Sanktionen falle, handle vernünftig, wenn er jetzt Kontakte knüpfe.

Vier Jahre Bilanz

Auf die vergangenen vier Jahre angesprochen, nennt Dvorkovich als größten Fortschritt nicht ein einzelnes Projekt, sondern die strukturelle Arbeitsfähigkeit des FIDE-Apparats. Beim Frauenschach lobt er die Richtung, beklagt aber das Tempo. Im Bereich Online-Schach arbeite die FIDE derzeit an einer Gesamtstrategie, die bis zum Kongress im September vorliegen soll.

Als größtes Bedauern seiner Amtszeit nennt er keinen konkreten Beschluss, sondern einen Charakterzug: zu wenig Entschlossenheit in manchen Situationen, zu viel Zögern, wo Klarheit gefragt gewesen wäre.

Ein Name fehlt

Auffällig ist, wen Dvorkovich nicht erwähnt: Timur Turlov, Gründer und Chef der Freedom Group und in Schachkreisen als möglicher FIDE-Präsidentschaftskandidat gehandelt, kommt im gesamten Interview nicht vor. 

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