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Arjun Erigaisi

Tata Steel Chess: Carlsen gewinnt das Masters, Erigaisi das Challengers – der Ticker zum Superturnier in Wijk an Zee

Voller Selbstvertrauen

Riesensponsordeal für Erjun Erigaisi:

Arjun Erigaisi alles fragen. "Ask me anything" auf Reddit:

Hi this is Indian Chess Grandmaster Arjun Erigaisi. I am currently playing the FIDE World Cup in Baku and also I've recently gotten into Anime. Ask me Anything.
by u/ArjunErigaisi in chess

Ziel Kandidatenturnier, Kramnik verrückt. Arjun Erigaisi im Interview:

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https://www.newindianexpress.com/sport/other/2024/Jun/10/maybe-if-i-cared-less-would-have-qualified-for-candidates-arjun-erigaisi

Zusammenfassung (AI):

Arjun Erigaisi hat sich trotz Herausforderungen wie begrenzter Einladungen zu Elite-Veranstaltungen zu einer bemerkenswerten Position als Welt Nr. 4 hochgearbeitet. Er sagt: "Es ist am besten, an geschlossenen Veranstaltungen teilzunehmen, aber unter den gegebenen Umständen war das Spielen in offenen Turnieren der Weg für mich." Trotz seines Karrierehochs von 2771 Punkten hat er knapp die Qualifikation für das Kandidatenturnier verpasst. Er gesteht ein, dass es besser gewesen wäre, weniger auf Ergebnisse zu achten: "Früher habe ich auf meine Wertungen und Platzierungen geachtet. Vielleicht hätte ich es in die Kandidaten geschafft, wenn ich weniger darauf geachtet hätte."

Erigaisi sieht das FIDE Circuit-Konzept als eine Möglichkeit, mehr Chancen für Spieler zu schaffen, obwohl er Verständnis für Bedenken hinsichtlich der finanziellen Belohnungen für starke Spieler zeigt. Er bleibt auf die Qualifikation für zukünftige Kandidatenturniere fokussiert. Trotz seiner Leistungen bemerkt er den Mangel an Unterstützung von der Regierung von Telangana im Vergleich zu Bundesstaaten wie Tamil Nadu und bleibt auf mögliche zukünftige Unterstützung hoffnungsvoll.

Erigaisi weist Vorwürfe des Betrugs im Schach, insbesondere von Vladimir Kramnik gegen Spieler wie Nihal Sarin, als unbegründet zurück, und sagt: "Ich denke, die meisten indischen Spieler sind legitim." Erigaisis aggressiver Spielstil hat ihm Anerkennung eingebracht, wobei Magnus Carlsen ihn sogar als "vollkommenen Verrückten" bezeichnet hat. Erigaisi akzeptiert diesen Stil und erklärt: "Mein Stil ist es, auf den Sieg zu gehen."

Arjung Erigaisi kümmert sich nicht mehr um Ergebnisse. Das mag ihm leicht fallen, weil eben diese Ergebnisse so gut sind. Oder sind die Ergebnisse so gut, weil sie ihn nicht mehr tangieren?

Arjun Erigaisi bei Greg Mustreader:

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Zusammenfassung (AI):

In einem aktuellen Podcast mit dem indischen Schachgroßmeister Arjun Erigaisi gab der erst 20-jährige Spieler Einblicke in seinen Aufstieg in die Weltelite und seine mentale Herangehensweise ans Schach. Arjun, der aktuell die Nummer 4 der Weltrangliste ist, beschrieb, wie ein Wandel in seiner Einstellung ihm zu dieser beeindruckenden Leistung verhalf: „Ich bin jetzt glücklicher, egal was passiert. Früher war ich nach einem schlechten Ergebnis tagelang traurig, jetzt bleibt mein Glücklichsein konstant.“ Dieser mentale Wandel sei maßgeblich auf die „Inner Engineering“-Kurse von Sadhguru zurückzuführen, die ihm geholfen hätten, emotionale Distanz zu entwickeln und sich weniger von Ergebnissen abhängig zu machen.

Ein weiterer Schlüssel zu Arjuns Erfolg liegt in seiner Arbeit an körperlicher Fitness. Lange Zeit ignorierte er Ratschläge, seine körperliche Ausdauer zu trainieren, bis ihn eine schmerzliche Niederlage 2021 gegen Onischuk dazu brachte, dies zu ändern: „Ich konnte einfach nicht mehr klar denken, obwohl ich noch viel Zeit auf der Uhr hatte.“ Seitdem setzt Arjun auf regelmäßiges Ausdauertraining, um auch in langen Partien auf höchstem Niveau konzentriert bleiben zu können.

Auf die Frage nach seiner Schachvorbereitung verriet Arjun, dass er täglich sechs bis acht Stunden an Schach arbeitet, mit einem besonderen Fokus auf Taktiktraining: „Es gab eine Zeit, da habe ich grundlegende Taktiken verpasst. Jetzt mache ich täglich Taktikaufgaben, sogar an Reisetagen.“ Puzzles seien für ihn ein unverzichtbares Element seines Trainings, um scharf zu bleiben.

Arjun sprach auch über die psychologischen Herausforderungen des Schachspiels und betonte, wie wichtig es sei, während einer Partie nicht zu sehr an vorangegangenen Fehlern zu hängen: „Wenn etwas schief geht, sage ich mir, dass ich mich nach der Partie darüber ärgern kann. Aber jetzt konzentriere ich mich auf die aktuelle Stellung.“ Dieser mentale Trick habe ihm geholfen, in entscheidenden Momenten fokussiert zu bleiben.

Auch seine Schachkarriere habe sich durch eine Veränderung seines Spielstils gewandelt. Früher war Arjun ein eher technischer Spieler, doch durch das Training mit Shyam Sundar und intensive Arbeit an seiner Selbsteinschätzung entwickelte er eine aggressive und ambitionierte Spielweise: „Von Unsicherheit entwickelte ich mich zu jemandem, der selbst in leicht schlechteren Stellungen auf Gewinn spielt.“

Erigaisi hob hervor, dass psychologische Faktoren etwa 60 bis 70 Prozent seines Erfolgs ausmachten, während der Rest auf seine schachlichen Fähigkeiten zurückzuführen sei. Diese mentale Stärke, kombiniert mit einer soliden Intuition und herausragender Kalkulationsfähigkeit, machen ihn zu einem der gefährlichsten Spieler im Spitzenschach.

Als er nach seinen Konkurrenten im indischen Schach gefragt wurde, beschrieb Arjun die Unterschiede zu Spielern wie Gukesh und Praggnanandhaa: Während Gukesh besser in klassischen Partien sei, spiele Praggnanandhaa eher technisch und sei besonders im Angriff stark. Arjun selbst sieht sich jedoch nicht in Konkurrenz zu seinen Landsleuten, sondern verfolgt das übergeordnete Ziel, seine eigenen Fähigkeiten stetig zu verbessern.

Im Hinblick auf seine Zukunft ist der Kandidatentitel 2026 eines seiner Hauptziele, doch für das Jahr 2023 hat Arjun bewusst darauf verzichtet, konkrete Ziele zu setzen. „Mein Ziel ist es, in jedem Turnier mein bestes Schach zu spielen“, betont er. Arjun zeigt sich optimistisch, die nächsten Schritte in seiner Karriere erfolgreich zu gehen, und betrachtet das Schach als „etwas, das ich liebe“, das für ihn Spaß und Erfüllung bringt.

Arjun Erigaisi gewinnt drittes Freestyle Friday in Folge

GM Arjun Erigaisi hat zum dritten Mal in Folge das Freestyle Friday-Turnier für sich entschieden. Er gewann das Turnier mit 10 Punkten aus 11 Partien und sicherte sich diesmal einen vollen Punkt Vorsprung.

Vor der letzten Runde lag Denis Lazavik noch gleichauf mit Erigaisi, doch eine unerwartete Damen-Einsteller entschied das direkte Duell zugunsten des Inders. Lazavik belegte am Ende Platz zwei, unter anderem dank eines Sieges gegen GM Alexander Grischuk in Runde acht.

Drei weitere Spieler erreichten neun Punkte: GMs Christopher Yoo und Vugar Rasulov, die sich über Preisgeld freuen konnten. Erigaisi verlor nur eine Partie gegen Grischuk in Runde sechs und gewann alle übrigen. In der vorletzten Runde entschied er eine Partie gegen den klassischen Weltmeister GM Gukesh Dommaraju auf Zeit für sich.

GM Magnus Carlsen, der das Turnier live streamte, belegte den 14. Platz. Christopher Yoo, der das Podium erreichte, besiegte ihn in einem direkten Duell.

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Den Preis für die beste weibliche Teilnehmerin sicherte sich IM Nataliya Buksa, die IM Karina Ambartsumova knapp hinter sich ließ.

Arjun Erigaisi: Double-Bronze – und trotzdem ein Thema
Quelle: The Indian Express – „How lack of invitations in elite events is holding back Arjun Erigaisi, India’s top ranked player in all formats“ (Abo), Mayank Chaudhary, aktualisiert 2. Januar 2026

Arjun Erigaisi holte bei der Rapid- und Blitz-WM 2025 in Doha jeweils Bronze. Laut seinem Ex-Trainer Srinath Narayan war das ein historischer Durchbruch für Indien – und zugleich „enttäuschend“, weil mehr drin gewesen sei.

Der Kern der Kritik: Erigaisi bekomme zu selten Einladungen zu geschlossenen Super-Elite-Turnieren. Narayan sagt, genau diese Praxis gegen die 2750+-Gruppe entscheide auf diesem Niveau über Entwicklung und Medaillenfarben. Erigaisi habe 2025 zwar Tata Steel und Norway Chess gespielt, im Vergleich zu direkten Konkurrenten aber insgesamt zu wenig Turniere auf höchstem Level – besonders auffällig: kein Start bei der Grand Chess Tour.

Der Text greift ein gängiges Bild auf, das Magnus Carlsen mitgeprägt habe: Indische Topspieler seien starke Rechner, hätten in kurzen Bedenkzeiten aber Nachteile bei Intuition. Erigaisis Auftritt in Doha soll dieses Klischee angekratzt haben. In Rapid stoppte er Carlsens Siegesserie am ersten Tag mit einem Remis und beendete das Turnier punktgleich auf Rang zwei – Silber verpasste er laut Bericht nur wegen Feinwertung hinter Wladislaw Artemjew. Im Blitz führte Erigaisi nach 19 Runden die Tabelle mit 15/19 an und schlug Carlsen in einer Partie, nach der Carlsen wütend reagierte. Im anschließenden K.-o.-Teil endete Erigaisis Lauf im Halbfinale gegen Nodirbek Abdusattorov.

Warum die Einladungen ausbleiben, erklärt Narayan mit „Sichtbarkeit“: Organisatoren bevorzugten Namen, die Medien und Publikum ziehen – in Indien vor allem D. Gukesh und R. Praggnanandhaa. Erigaisi selbst wird zitiert mit dem Hinweis, dass er deshalb Risiken eingehen müsse, indem er mehr Opens spiele, statt regelmäßig in Invitationals zu sitzen. Narayan ergänzt noch ein Argument: Für Line-ups mit „Diversität“ würden Spieler wie Vincent Keymer oder Abdusattorov eher gewählt – Erigaisi leide unter der Konkurrenz aus dem eigenen Land.

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