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Anatol Vitouch im Standard
Zitat von Conrad Schormann am 22. Dezember 2025, 15:37 UhrWiener Ladies Cup bringt Frauenschach ins Zentrum der Stadt
Quelle: Der Standard – „Wiener Ladies brachte Schach-Spitzenspielerinnen ins Rathaus“, Anatol Vitouch (für Abonnenten)Der Beitrag von Anatol Vitouch ordnet den Vienna Ladies Cup in einen größeren Kontext ein: Trotz einzelner Fortschritte spielen im Turnierschach weiterhin deutlich weniger Frauen als Männer, ihr Anteil liegt je nach Verband nur bei etwa zehn bis 15 Prozent. Seit dem Rückzug von Judit Polgár und Hou Yifan findet sich zudem keine Frau mehr unter den Top 100 der offenen Elo-Liste. Einfache Erklärungen – etwa eine „gläserne Decke“ oder rein statistische Effekte – greifen laut Vitouch zu kurz.
Gleichzeitig hebt der Autor hervor, dass die Sichtbarkeit von Frauen im Schach zuletzt gewachsen ist. Initiativen wie das von der FIDE ausgerufene „Jahr der Frau im Schach“, der Einfluss von Streaming und Popkultur sowie lokale Projekte wie die Wiener Initiative „Frau Schach“ haben neue Aufmerksamkeit erzeugt.
Vor diesem Hintergrund bewertet Vitouch den Vienna Ladies Cup als positives Signal. Beim Turnier traten sechs internationale Spitzenspielerinnen in Schnell- und Blitzschach gegeneinander an, teilweise im Wiener Rathaus. Siegerin wurde Dinara Wagner, die sich vor den favorisierten ukrainischen Schwestern Marija und Anna Musytschuk durchsetzte. Die für Österreich spielende Olga Badelka belegte den letzten Platz, was angesichts der starken Besetzung nicht negativ gewertet wird. Weitere Teilnehmerinnen waren Eline Roebers und Laura Unuk.
Auch organisatorisch sieht Vitouch Rückenwind: Der Österreichische Schachförderverein, ein neuer Hauptsponsor und prominente Besucher aus Politik und Verbandsspitze unterstreichen den Stellenwert des Events. Eine Neuauflage 2026 ist geplant.
Wiener Ladies Cup bringt Frauenschach ins Zentrum der Stadt
Quelle: Der Standard – „Wiener Ladies brachte Schach-Spitzenspielerinnen ins Rathaus“, Anatol Vitouch (für Abonnenten)
Der Beitrag von Anatol Vitouch ordnet den Vienna Ladies Cup in einen größeren Kontext ein: Trotz einzelner Fortschritte spielen im Turnierschach weiterhin deutlich weniger Frauen als Männer, ihr Anteil liegt je nach Verband nur bei etwa zehn bis 15 Prozent. Seit dem Rückzug von Judit Polgár und Hou Yifan findet sich zudem keine Frau mehr unter den Top 100 der offenen Elo-Liste. Einfache Erklärungen – etwa eine „gläserne Decke“ oder rein statistische Effekte – greifen laut Vitouch zu kurz.
Gleichzeitig hebt der Autor hervor, dass die Sichtbarkeit von Frauen im Schach zuletzt gewachsen ist. Initiativen wie das von der FIDE ausgerufene „Jahr der Frau im Schach“, der Einfluss von Streaming und Popkultur sowie lokale Projekte wie die Wiener Initiative „Frau Schach“ haben neue Aufmerksamkeit erzeugt.
Vor diesem Hintergrund bewertet Vitouch den Vienna Ladies Cup als positives Signal. Beim Turnier traten sechs internationale Spitzenspielerinnen in Schnell- und Blitzschach gegeneinander an, teilweise im Wiener Rathaus. Siegerin wurde Dinara Wagner, die sich vor den favorisierten ukrainischen Schwestern Marija und Anna Musytschuk durchsetzte. Die für Österreich spielende Olga Badelka belegte den letzten Platz, was angesichts der starken Besetzung nicht negativ gewertet wird. Weitere Teilnehmerinnen waren Eline Roebers und Laura Unuk.
Auch organisatorisch sieht Vitouch Rückenwind: Der Österreichische Schachförderverein, ein neuer Hauptsponsor und prominente Besucher aus Politik und Verbandsspitze unterstreichen den Stellenwert des Events. Eine Neuauflage 2026 ist geplant.
Zitat von Conrad Schormann am 4. Januar 2026, 14:45 UhrBlitzschach ist heute Sport – früher war es Beiläufigkeit
Warum Schnell- und Blitzschach vom Kneipen- und Kaffeehausspiel zur anerkannten Disziplin wurden
Der STANDARD-Autor Anatol Vitouch zeichnet nach, wie sich Blitzschach vom lange belächelten Zeitvertreib zur festen Säule des modernen Schachs entwickelt hat. Auslöser sind die jährlichen Schnell- und Blitz-Weltmeisterschaften zum Jahresende, zuletzt in Doha, bei denen Magnus Carlsen erneut dominierte – und die sich dank Streaming, Kameranähe und Zeitnot-Drama als rares Fernsehspektakel eignen. Historisch galt Blitzschach als Randerscheinung: selbst Legenden wie Bobby Fischer spielten es zwar exzessiv, doch erst spät erhielt es offiziellen Status (Blitz-WM ab 2006). Der Wendepunkt kam mit der Digitalisierung: Online-Plattformen speichern Millionen Partien, Engine-Analysen machen auch flüchtige Fehler messbar. Diese „Vermessung“ hat Blitzschach professionalisiert – heute ist es eine seriöse Disziplin, nicht mehr Laster oder Nebenbei-Spiel.
Quelle: DER STANDARD – „Blitzschach: Sport oder Laster?“, Anatol Vitouch (Abo)
Blitzschach ist heute Sport – früher war es Beiläufigkeit
Warum Schnell- und Blitzschach vom Kneipen- und Kaffeehausspiel zur anerkannten Disziplin wurden
Der STANDARD-Autor Anatol Vitouch zeichnet nach, wie sich Blitzschach vom lange belächelten Zeitvertreib zur festen Säule des modernen Schachs entwickelt hat. Auslöser sind die jährlichen Schnell- und Blitz-Weltmeisterschaften zum Jahresende, zuletzt in Doha, bei denen Magnus Carlsen erneut dominierte – und die sich dank Streaming, Kameranähe und Zeitnot-Drama als rares Fernsehspektakel eignen. Historisch galt Blitzschach als Randerscheinung: selbst Legenden wie Bobby Fischer spielten es zwar exzessiv, doch erst spät erhielt es offiziellen Status (Blitz-WM ab 2006). Der Wendepunkt kam mit der Digitalisierung: Online-Plattformen speichern Millionen Partien, Engine-Analysen machen auch flüchtige Fehler messbar. Diese „Vermessung“ hat Blitzschach professionalisiert – heute ist es eine seriöse Disziplin, nicht mehr Laster oder Nebenbei-Spiel.
Quelle: DER STANDARD – „Blitzschach: Sport oder Laster?“, Anatol Vitouch (Abo)
Zitat von Conrad Schormann am 23. Januar 2026, 13:00 UhrWarum Schach gerade jetzt boomt
Quelle: derStandard.at – „Warum ist Schach eigentlich so verdammt populär?“, Kolumne von Anatol Vitouch, 18. Januar 2026
Anatol Vitouch geht in seiner Kolumne der Frage nach, warum ausgerechnet Schach in einer überdrehten, digitalisierten Gegenwart so viele junge Menschen anzieht. Ausgangspunkt ist ein Gespräch mit einem KI-Entwickler, der nicht versteht, weshalb Jugendliche lieber Schachstreams schauen, statt moderne Videospiele zu spielen. Vitouch liefert keine einfache Erklärung, sondern tastet sich über Beobachtungen heran.
Ein zentraler Punkt: Schach passt perfekt ins Internet. Liveübertragungen, Streams, Analysevideos und Onlinepartien lassen sich flexibel konsumieren. Niemand muss sechs Stunden zuschauen, alles ist jederzeit abrufbar. Genau das hat Schach im Fernsehen nie geschafft. Gleichzeitig bietet das Spiel etwas, das der digitalen Dauerreizung entgegensteht: das analoge Brett, Zeit, Ruhe, Konzentration. Schach wird so zum bewussten Gegenprogramm – ein „Detox“ für den Kopf.
Vitouch beschreibt zudem seine eigene Verwunderung darüber, dass Schach plötzlich Bewunderung auslöst, wo es früher eher belächelt wurde. Der Boom erscheint ihm am Ende fast logisch: draußen Chaos und Beschleunigung, drinnen Ordnung, Logik und Langsamkeit. Symbolisch dafür steht das Turnier in Wijk aan Zee: Sturm draußen, Ruhe am Brett – heute wie vor Jahrzehnten, nur nun weltweit live übertragen.
Warum Schach gerade jetzt boomt
Quelle: derStandard.at – „Warum ist Schach eigentlich so verdammt populär?“, Kolumne von Anatol Vitouch, 18. Januar 2026
Anatol Vitouch geht in seiner Kolumne der Frage nach, warum ausgerechnet Schach in einer überdrehten, digitalisierten Gegenwart so viele junge Menschen anzieht. Ausgangspunkt ist ein Gespräch mit einem KI-Entwickler, der nicht versteht, weshalb Jugendliche lieber Schachstreams schauen, statt moderne Videospiele zu spielen. Vitouch liefert keine einfache Erklärung, sondern tastet sich über Beobachtungen heran.
Ein zentraler Punkt: Schach passt perfekt ins Internet. Liveübertragungen, Streams, Analysevideos und Onlinepartien lassen sich flexibel konsumieren. Niemand muss sechs Stunden zuschauen, alles ist jederzeit abrufbar. Genau das hat Schach im Fernsehen nie geschafft. Gleichzeitig bietet das Spiel etwas, das der digitalen Dauerreizung entgegensteht: das analoge Brett, Zeit, Ruhe, Konzentration. Schach wird so zum bewussten Gegenprogramm – ein „Detox“ für den Kopf.
Vitouch beschreibt zudem seine eigene Verwunderung darüber, dass Schach plötzlich Bewunderung auslöst, wo es früher eher belächelt wurde. Der Boom erscheint ihm am Ende fast logisch: draußen Chaos und Beschleunigung, drinnen Ordnung, Logik und Langsamkeit. Symbolisch dafür steht das Turnier in Wijk aan Zee: Sturm draußen, Ruhe am Brett – heute wie vor Jahrzehnten, nur nun weltweit live übertragen.
Zitat von Conrad Schormann am 2. März 2026, 12:17 UhrSchach bleibt unlösbar – selbst wenn Computer immer näher an Perfektion rücken
Quelle: Der Standard – „Das Ende des Spiels: Ist Schach lösbar?“, 1. März 2026, Anatol Vitouch
Computer spielen nicht perfekt Schach – jedenfalls nicht in einem Sinn, der für Menschen praktisch relevant wäre. Das schreibt Der Standard. Zwar liefern Programme wie Stockfish oder Leela heute in Sekunden Einschätzungen, für die man früher stundenlange Rechenzeit brauchte. Doch die Frage, ob das Spiel damit an sein Ende kommt, verneint Anatol Vitouch klar.
https://perlenvombodensee.de/2026/02/07/spielen-wie-gott-mit-acht-steinen/
Viele Nicht-Schachspieler fragten ihn, ob Computer inzwischen perfekte Züge kennen. Technisch näherten sie sich diesem Ideal stark an. Praktisch ändere das jedoch wenig. Während Turniere mit strengen Kontrollen Betrug am Brett weitgehend verhinderten, gehöre die Analyse mit dem Handy nach der Partie inzwischen zum Alltag. Wo früher am Brett diskutiert wurde, zeige heute die Engine sofort, an welcher Stelle ein Fehler passierte.
Wissen ersetzt kein Verständnis
Der Zugriff auf nahezu perfekte Analysen habe das Spiel nicht nivelliert. Auch wenn heute jeder Spieler billig auf Eröffnungsdatenbanken und Computeranalysen zugreifen könne, setze sich der stärkere Spieler weiterhin meist durch. Wer tieferes Spielverständnis besitze, weiche ausanalysierten Varianten aus oder wähle bewusst weniger forcierte Abspiele.
Vitouch vergleicht Schachstärke mit Sprachbeherrschung. Man könne Standardfloskeln auswendig lernen, erreiche damit aber nicht das Niveau eines Muttersprachlers. Ähnlich bleibe Schach trotz technischer Hilfsmittel ein Spiel des Verständnisses.
Tablebases und ihre Grenzen
Neue Entwicklungen wie die von Lichess veröffentlichte Teillösung aller Endspiele mit bis zu acht Steinen änderten daran wenig. In diesen sogenannten Tablebases lässt sich für jede Stellung exakt ablesen, ob sie gewonnen oder remis ist und welche Züge optimal sind. In manchen Konstellationen erzwinge korrektes Spiel erst nach mehr als 500 Zügen ein Matt.
Für die Praxis sei das jedoch bedeutungslos. Niemand könne solche Varianten memorieren oder wirklich nachvollziehen. Der niederländische Schriftsteller und Schachmeister Tim Krabbé beschrieb die Erfahrung so: „Es ist, als würde einem der Sinn des Lebens offenbart – aber auf Estnisch.“
Die Illusion einer Komplettlösung
Eine vollständige Lösung des Schachspiels mit allen 32 Figuren halten Informatiker für unmöglich, allein wegen der dafür nötigen Speicherkapazität. Selbst wenn es eines Tages anders käme, bliebe die vom Computer errechnete Wahrheit für Menschen abstrakt und unverständlich. Sie würde sie in einer praktischen Partie nicht automatisch stärker machen.
Am Ende verweist Vitouch auf ein kleines Matt-in-drei-Rätsel. Zwar ließe sich die Lösung sofort in einer Engine nachschlagen. Befriedigender sei es jedoch, selbst nachzudenken. Damit kehrt er zur Ausgangsthese zurück: Der Wert des Spiels liegt nicht in der abrufbaren Lösung, sondern im Prozess des Suchens.
Schach bleibt unlösbar – selbst wenn Computer immer näher an Perfektion rücken
Quelle: Der Standard – „Das Ende des Spiels: Ist Schach lösbar?“, 1. März 2026, Anatol Vitouch
Computer spielen nicht perfekt Schach – jedenfalls nicht in einem Sinn, der für Menschen praktisch relevant wäre. Das schreibt Der Standard. Zwar liefern Programme wie Stockfish oder Leela heute in Sekunden Einschätzungen, für die man früher stundenlange Rechenzeit brauchte. Doch die Frage, ob das Spiel damit an sein Ende kommt, verneint Anatol Vitouch klar.
Viele Nicht-Schachspieler fragten ihn, ob Computer inzwischen perfekte Züge kennen. Technisch näherten sie sich diesem Ideal stark an. Praktisch ändere das jedoch wenig. Während Turniere mit strengen Kontrollen Betrug am Brett weitgehend verhinderten, gehöre die Analyse mit dem Handy nach der Partie inzwischen zum Alltag. Wo früher am Brett diskutiert wurde, zeige heute die Engine sofort, an welcher Stelle ein Fehler passierte.
Wissen ersetzt kein Verständnis
Der Zugriff auf nahezu perfekte Analysen habe das Spiel nicht nivelliert. Auch wenn heute jeder Spieler billig auf Eröffnungsdatenbanken und Computeranalysen zugreifen könne, setze sich der stärkere Spieler weiterhin meist durch. Wer tieferes Spielverständnis besitze, weiche ausanalysierten Varianten aus oder wähle bewusst weniger forcierte Abspiele.
Vitouch vergleicht Schachstärke mit Sprachbeherrschung. Man könne Standardfloskeln auswendig lernen, erreiche damit aber nicht das Niveau eines Muttersprachlers. Ähnlich bleibe Schach trotz technischer Hilfsmittel ein Spiel des Verständnisses.
Tablebases und ihre Grenzen
Neue Entwicklungen wie die von Lichess veröffentlichte Teillösung aller Endspiele mit bis zu acht Steinen änderten daran wenig. In diesen sogenannten Tablebases lässt sich für jede Stellung exakt ablesen, ob sie gewonnen oder remis ist und welche Züge optimal sind. In manchen Konstellationen erzwinge korrektes Spiel erst nach mehr als 500 Zügen ein Matt.
Für die Praxis sei das jedoch bedeutungslos. Niemand könne solche Varianten memorieren oder wirklich nachvollziehen. Der niederländische Schriftsteller und Schachmeister Tim Krabbé beschrieb die Erfahrung so: „Es ist, als würde einem der Sinn des Lebens offenbart – aber auf Estnisch.“
Die Illusion einer Komplettlösung
Eine vollständige Lösung des Schachspiels mit allen 32 Figuren halten Informatiker für unmöglich, allein wegen der dafür nötigen Speicherkapazität. Selbst wenn es eines Tages anders käme, bliebe die vom Computer errechnete Wahrheit für Menschen abstrakt und unverständlich. Sie würde sie in einer praktischen Partie nicht automatisch stärker machen.
Am Ende verweist Vitouch auf ein kleines Matt-in-drei-Rätsel. Zwar ließe sich die Lösung sofort in einer Engine nachschlagen. Befriedigender sei es jedoch, selbst nachzudenken. Damit kehrt er zur Ausgangsthese zurück: Der Wert des Spiels liegt nicht in der abrufbaren Lösung, sondern im Prozess des Suchens.
Zitat von Conrad Schormann am 22. März 2026, 11:35 UhrHaaland investiert in neue Schach-Tour, Eze besiegt Carlsen im Werbeclip
Quelle: Der Standard – „Haaland investiert in Schach, Eze setzt Carlsen matt“, 22. März 2026, Anatol Vitouch (Abo)
Der norwegische Fußballprofi Erling Haaland investiert in eine neue Schach-Turnierserie mit einem jährlichen Preisfonds von rund 2,7 Millionen US-Dollar. Das berichtet Der Standard. Die „Total Chess World Championship Tour“ soll im Herbst starten und in vier Turnieren pro Jahr einen Gesamtsieger ermitteln, der sich in Blitz, Rapid und einem Schnellschachformat mit 45 Minuten Bedenkzeit plus Zeitbonus durchsetzt.
Der Stürmer von Manchester City gehört zu den bestbezahlten Sportlern weltweit und will den Schachsport finanziell stärken. Während Haaland laut Bericht ein Jahresgehalt von rund 30 Millionen Euro bezieht, verdient sein Landsmann Magnus Carlsen im Vergleich deutlich weniger direkt mit Schach. Die neue Turnierserie erhält Unterstützung vom Weltschachverband FIDE. Haaland betont in einer Stellungnahme Parallelen zwischen Schach und Fußball: Beide verlangten schnelle Entscheidungen, strategisches Denken und das Vorausplanen von Zügen.
Neue Turnierformate und bekannte Dynamiken
Die geplante Tour soll verschiedene Zeitformate kombinieren und einen Gesamtsieger küren. Der Ansatz zielt darauf ab, ein alternatives Titelkonzept zu etablieren, das nicht an klassische Weltmeisterschaftskämpfe gebunden ist. Die Struktur erinnert an Versuche, das Format des Schachsports flexibler und attraktiver zu gestalten.
Fußball und Schach als Werbekombination
Parallel zu Haalands Einstieg sorgt eine Werbekampagne für Aufmerksamkeit: Der Arsenal-Spieler Eberechi Eze besiegt in einem Video Magnus Carlsen am Schachbrett. Die Inszenierung greift eine historische Partie aus dem Jahr 1858 auf, in der Paul Morphy gegen den Herzog von Braunschweig und Graf Isoard spielte. Eze übernimmt dabei die Rolle Morphys, während Carlsen die Gegenseite spielt.
Haaland investiert in neue Schach-Tour, Eze besiegt Carlsen im Werbeclip
Quelle: Der Standard – „Haaland investiert in Schach, Eze setzt Carlsen matt“, 22. März 2026, Anatol Vitouch (Abo)
Der norwegische Fußballprofi Erling Haaland investiert in eine neue Schach-Turnierserie mit einem jährlichen Preisfonds von rund 2,7 Millionen US-Dollar. Das berichtet Der Standard. Die „Total Chess World Championship Tour“ soll im Herbst starten und in vier Turnieren pro Jahr einen Gesamtsieger ermitteln, der sich in Blitz, Rapid und einem Schnellschachformat mit 45 Minuten Bedenkzeit plus Zeitbonus durchsetzt.
Der Stürmer von Manchester City gehört zu den bestbezahlten Sportlern weltweit und will den Schachsport finanziell stärken. Während Haaland laut Bericht ein Jahresgehalt von rund 30 Millionen Euro bezieht, verdient sein Landsmann Magnus Carlsen im Vergleich deutlich weniger direkt mit Schach. Die neue Turnierserie erhält Unterstützung vom Weltschachverband FIDE. Haaland betont in einer Stellungnahme Parallelen zwischen Schach und Fußball: Beide verlangten schnelle Entscheidungen, strategisches Denken und das Vorausplanen von Zügen.
Neue Turnierformate und bekannte Dynamiken
Die geplante Tour soll verschiedene Zeitformate kombinieren und einen Gesamtsieger küren. Der Ansatz zielt darauf ab, ein alternatives Titelkonzept zu etablieren, das nicht an klassische Weltmeisterschaftskämpfe gebunden ist. Die Struktur erinnert an Versuche, das Format des Schachsports flexibler und attraktiver zu gestalten.
Fußball und Schach als Werbekombination
Parallel zu Haalands Einstieg sorgt eine Werbekampagne für Aufmerksamkeit: Der Arsenal-Spieler Eberechi Eze besiegt in einem Video Magnus Carlsen am Schachbrett. Die Inszenierung greift eine historische Partie aus dem Jahr 1858 auf, in der Paul Morphy gegen den Herzog von Braunschweig und Graf Isoard spielte. Eze übernimmt dabei die Rolle Morphys, während Carlsen die Gegenseite spielt.
Zitat von Conrad Schormann am 13. April 2026, 11:27 UhrSchach-Kandidatenturnier im Schatten reicher Russen
Quelle: Der Standard – „Kandidatenturnier auf Zypern: Unter reichen Russen", veröffentlicht am 11. April 2026
Das laufende Schach-Kandidatenturnier im zypriotischen Pegeia wirft neben sportlichen auch demokratiepolitische Fragen auf. Das berichtet Der Standard. Ausgetragen wird das Turnier im Cap St. Georges an der zyprischen Südwestküste – einem Ambiente mit Meerblick, Easy-Listening-Jazz und gehobener Ausstattung.
Sportlich dominiert derzeit Javohir Sindarov, der sich durch das Teilnehmerfeld arbeitet. Abseits der Bretter bietet das Turnier jedoch ebenfalls Gesprächsstoff, der über das rein Schachliche hinausgeht.
Automatisch KI-generierter Beitrag
Schach-Kandidatenturnier im Schatten reicher Russen
Quelle: Der Standard – „Kandidatenturnier auf Zypern: Unter reichen Russen", veröffentlicht am 11. April 2026
Das laufende Schach-Kandidatenturnier im zypriotischen Pegeia wirft neben sportlichen auch demokratiepolitische Fragen auf. Das berichtet Der Standard. Ausgetragen wird das Turnier im Cap St. Georges an der zyprischen Südwestküste – einem Ambiente mit Meerblick, Easy-Listening-Jazz und gehobener Ausstattung.
Sportlich dominiert derzeit Javohir Sindarov, der sich durch das Teilnehmerfeld arbeitet. Abseits der Bretter bietet das Turnier jedoch ebenfalls Gesprächsstoff, der über das rein Schachliche hinausgeht.
Automatisch KI-generierter Beitrag
Zitat von Conrad Schormann am 7. Juni 2026, 19:49 UhrDie komplizierteste Eröffnung des Schachs — und warum man sie trotzdem spielen sollte
Der Standard, 7. Juni 2026, Anatol Vitouch (Abo)
Die Königsindische Verteidigung gilt als anrüchig, nicht ganz korrekt und bei richtigem weißen Spiel ohne Ausgleich für Schwarz. Das schreibt Der Standard. Anatol Vitouch hat sich dennoch in sie verliebt — spät und nach eigenem Bekunden unerwartet.
Ein Klassiker aus dem Jahr 1953
Als Einstieg dient die Mar-del-Plata-Variante, benannt nach dem argentinischen Seebad, wo der jugoslawische Großmeister Svetozar Gligorić 1953 eine der berühmtesten Partien der Schachgeschichte gegen Miguel Najdorf gewann. Gligorić soll sich die wesentlichen Elemente der Variante erst wenige Minuten vor Spielbeginn überlegt und den Rest am Brett improvisiert haben. Najdorf, der mit Weiß einen massiven Raumvorteil besaß und nicht begreifen konnte, wie das nicht zum Sieg reichte, bekam von einem schwächeren Spieler die Antwort: „Am Damenflügel hast du gewonnen. Aber der König ist leider wichtiger."
Das Vorurteil hält sich — trotz allem
In den mehr als siebzig Jahren seither sind zahllose Weißspieler am Königsinder gescheitert, der Ruf der Eröffnung blieb dennoch schlecht. Einen Anteil daran haben Computerprogramme, die Raumvorteil und Damenflügelangriff ähnlich bewerten wie Najdorf 1953. Der englische Großmeister Gawain Jones, Autor eines zweibändigen Werks über die Königsindische, hält dagegen: Gegen Computer sei man mit korrekten Verteidigungen ebenso chancenlos. Unter Menschen aber bleibt die Königsindische die größte Herausforderung, vor die man seinen Gegner — und sich selbst — stellen kann.
Die komplizierteste Eröffnung des Schachs — und warum man sie trotzdem spielen sollte
Der Standard, 7. Juni 2026, Anatol Vitouch (Abo)
Die Königsindische Verteidigung gilt als anrüchig, nicht ganz korrekt und bei richtigem weißen Spiel ohne Ausgleich für Schwarz. Das schreibt Der Standard. Anatol Vitouch hat sich dennoch in sie verliebt — spät und nach eigenem Bekunden unerwartet.
Ein Klassiker aus dem Jahr 1953
Als Einstieg dient die Mar-del-Plata-Variante, benannt nach dem argentinischen Seebad, wo der jugoslawische Großmeister Svetozar Gligorić 1953 eine der berühmtesten Partien der Schachgeschichte gegen Miguel Najdorf gewann. Gligorić soll sich die wesentlichen Elemente der Variante erst wenige Minuten vor Spielbeginn überlegt und den Rest am Brett improvisiert haben. Najdorf, der mit Weiß einen massiven Raumvorteil besaß und nicht begreifen konnte, wie das nicht zum Sieg reichte, bekam von einem schwächeren Spieler die Antwort: „Am Damenflügel hast du gewonnen. Aber der König ist leider wichtiger."
Das Vorurteil hält sich — trotz allem
In den mehr als siebzig Jahren seither sind zahllose Weißspieler am Königsinder gescheitert, der Ruf der Eröffnung blieb dennoch schlecht. Einen Anteil daran haben Computerprogramme, die Raumvorteil und Damenflügelangriff ähnlich bewerten wie Najdorf 1953. Der englische Großmeister Gawain Jones, Autor eines zweibändigen Werks über die Königsindische, hält dagegen: Gegen Computer sei man mit korrekten Verteidigungen ebenso chancenlos. Unter Menschen aber bleibt die Königsindische die größte Herausforderung, vor die man seinen Gegner — und sich selbst — stellen kann.
Zitat von Conrad Schormann am 12. Juli 2026, 10:53 UhrDas Elo-System erobert den Sport – nur im Schach hakt es gerade
Quelle: Anatol Vitouch, „Schacheck", Der Standard, 12. Juli 2026 (Abo)
Immer mehr Sportarten verlassen sich auf das Elo-System – ausgerechnet dort, wo es seinen Ursprung hat, gerät es derzeit ins Stocken. Das schreibt Anatol Vitouch.
Seit den 1970er Jahren bestimmt die Berechnungsmethode des Physikers Arpad Emmerich Elo die Spielstärke von Schachspielern. Seit 2018 folgt auch die FIFA einem ähnlichen System für die Fußball-Weltrangliste, ebenso Tischtennis und mehrere E-Sport-Disziplinen. Elo selbst berechnete die Werte für die FIDE nach deren Übernahme 1971 ein Jahrzehnt lang eigenhändig – sprach aber auch davon, mit seiner Erfindung „Frankensteins Monster" geschaffen zu haben, weil sich junge Spieler bald mehr für ihre Zahl als für das Spiel selbst interessierten.
Der Boom als Ursache der Deflation
Genau dieses Gewicht der Elo-Zahl trifft nun auf ein Problem: Der Schachboom der vergangenen Jahre hat zahlreiche junge Spieler in den Turnierbetrieb gebracht, die sich rasant verbessern und dabei die Werte etablierter Spieler nach unten ziehen. Die Folge ist eine Elo-Deflation, die zehntausenden Amateuren Rating-Verluste beschert und Schwellenwerte wie die 2300 Punkte für den FIDE-Meister-Titel schwerer erreichbar macht. 2024 hob die FIDE mit Statistiker Jeff Sonas sämtliche Werte unter 2000 an – ob das reicht, wird weiter diskutiert.
Im Fußball dagegen läuft das System rund: Zum Zeitpunkt der Fertigstellung lag es im Bereich des Möglichen, dass die WM-Halbfinali von den vier Erstplatzierten der Fußball-Elo-Rangliste bestritten werden.
Das Elo-System erobert den Sport – nur im Schach hakt es gerade
Quelle: Anatol Vitouch, „Schacheck", Der Standard, 12. Juli 2026 (Abo)
Immer mehr Sportarten verlassen sich auf das Elo-System – ausgerechnet dort, wo es seinen Ursprung hat, gerät es derzeit ins Stocken. Das schreibt Anatol Vitouch.
Seit den 1970er Jahren bestimmt die Berechnungsmethode des Physikers Arpad Emmerich Elo die Spielstärke von Schachspielern. Seit 2018 folgt auch die FIFA einem ähnlichen System für die Fußball-Weltrangliste, ebenso Tischtennis und mehrere E-Sport-Disziplinen. Elo selbst berechnete die Werte für die FIDE nach deren Übernahme 1971 ein Jahrzehnt lang eigenhändig – sprach aber auch davon, mit seiner Erfindung „Frankensteins Monster" geschaffen zu haben, weil sich junge Spieler bald mehr für ihre Zahl als für das Spiel selbst interessierten.
Der Boom als Ursache der Deflation
Genau dieses Gewicht der Elo-Zahl trifft nun auf ein Problem: Der Schachboom der vergangenen Jahre hat zahlreiche junge Spieler in den Turnierbetrieb gebracht, die sich rasant verbessern und dabei die Werte etablierter Spieler nach unten ziehen. Die Folge ist eine Elo-Deflation, die zehntausenden Amateuren Rating-Verluste beschert und Schwellenwerte wie die 2300 Punkte für den FIDE-Meister-Titel schwerer erreichbar macht. 2024 hob die FIDE mit Statistiker Jeff Sonas sämtliche Werte unter 2000 an – ob das reicht, wird weiter diskutiert.
Im Fußball dagegen läuft das System rund: Zum Zeitpunkt der Fertigstellung lag es im Bereich des Möglichen, dass die WM-Halbfinali von den vier Erstplatzierten der Fußball-Elo-Rangliste bestritten werden.

