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1946: Groningen
Zitat von Conrad Schormann am 12. September 2026, 17:56 UhrEin Sowjetspieler zu viel – und der Niederländer flog aus dem Turnier
Quelle: ChessBase – „Das erste große Turnier nach dem Zweiten Weltkrieg: Staunton Memorial 1946", 12. September 2026, André Schulz
Statt vier sowjetischer Spieler reisten fünf an. Damit hatten die Organisatoren des Groninger Jubiläumsturniers im August 1946 einen Teilnehmer zu viel – und der Kürzeste war der einheimische Lodewijk Prins. Das berichtet ChessBase. Einen aus dem Ausland angereisten Gast wieder auszuladen, kam nicht infrage. Man bot Prins 1000 Gulden und freie Kost und Logis für einen Verzicht. Er lehnte ab, wurde trotzdem gestrichen und verklagte den ausrichtenden Staunton-Klub auf 2500 Gulden.
https://www.youtube.com/watch?v=OaSzS6kUXRo
Das Turnier vom 13. August bis 7. September, das erste große internationale nach dem Krieg, brachte zwanzig Spieler in den Großen Saal des Harmoniegebouw. Für die zehnte Runde zählten die Veranstalter tausend Zuschauer.
Zwei Niederlagen in der Schlussrunde
Max Euwe und Mikhail Botvinnik starteten beide mit vier Siegen und blieben Kopf an Kopf. Nach 17 Runden lagen sie mit je 13,5 Punkten gleichauf. In der vorletzten Runde gab Euwe gegen Tartakower remis, Botvinnik gewann und führte mit einem halben Punkt.
Dann verlor Botvinnik die letzte Partie gegen Miguel Najdorf. Doch Euwe unterlag am selben Tag Alexander Kotov – und so blieb dem Russen der Turniersieg. Kotov, der beide Spitzenreiter geschlagen hatte, verlor gegen den Rest des Feldes zu oft und landete im Mittelfeld.
Der Klub selbst ging beschädigt aus dem Jubiläum hervor: Sein Schatzmeister, zugleich Turnierleiter, hatte die Vereinsgelder auf seinem Privatkonto verwaltet und ging bankrott.
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Ein Sowjetspieler zu viel – und der Niederländer flog aus dem Turnier
Quelle: ChessBase – „Das erste große Turnier nach dem Zweiten Weltkrieg: Staunton Memorial 1946", 12. September 2026, André Schulz
Statt vier sowjetischer Spieler reisten fünf an. Damit hatten die Organisatoren des Groninger Jubiläumsturniers im August 1946 einen Teilnehmer zu viel – und der Kürzeste war der einheimische Lodewijk Prins. Das berichtet ChessBase. Einen aus dem Ausland angereisten Gast wieder auszuladen, kam nicht infrage. Man bot Prins 1000 Gulden und freie Kost und Logis für einen Verzicht. Er lehnte ab, wurde trotzdem gestrichen und verklagte den ausrichtenden Staunton-Klub auf 2500 Gulden.
Das Turnier vom 13. August bis 7. September, das erste große internationale nach dem Krieg, brachte zwanzig Spieler in den Großen Saal des Harmoniegebouw. Für die zehnte Runde zählten die Veranstalter tausend Zuschauer.
Zwei Niederlagen in der Schlussrunde
Max Euwe und Mikhail Botvinnik starteten beide mit vier Siegen und blieben Kopf an Kopf. Nach 17 Runden lagen sie mit je 13,5 Punkten gleichauf. In der vorletzten Runde gab Euwe gegen Tartakower remis, Botvinnik gewann und führte mit einem halben Punkt.
Dann verlor Botvinnik die letzte Partie gegen Miguel Najdorf. Doch Euwe unterlag am selben Tag Alexander Kotov – und so blieb dem Russen der Turniersieg. Kotov, der beide Spitzenreiter geschlagen hatte, verlor gegen den Rest des Feldes zu oft und landete im Mittelfeld.
Der Klub selbst ging beschädigt aus dem Jubiläum hervor: Sein Schatzmeister, zugleich Turnierleiter, hatte die Vereinsgelder auf seinem Privatkonto verwaltet und ging bankrott.
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