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1926: Semmering

Spielmanns Triumph am Semmering

Quelle: ChessBase – „100 Jahre Turnier am Semmering: Spielmanns großer Erfolg“, 13.03.2026

Im März 1926 verwandelt sich das Grandhotel Panhans am Semmering in einen Treffpunkt der Schachwelt. Morgens um zehn beginnen die Partien, am Abend setzen die Spieler ihre Duelle fort. Darüber schreibt jetzt Johannes Fischer, der 100 Jahre danach dem Superturnier am Semering einen ausführlichen Chessbase-Beitrag widmet. In dem mondänen Kurort, der seit dem Bau der spektakulären Semmeringbahn als Rückzugsort der Wiener Gesellschaft gilt, versammeln sich 18 Meister zu einem der stärksten Turniere ihrer Zeit.

Im Teilnehmerfeld stehen Größen wie Alexander Aljechin, Siegbert Tarrasch, Akiba Rubinstein, Aron Nimzowitsch, Savielly Tartakower, Milan Vidmar sowie die Österreicher Rudolf Spielmann, Ernst Grünfeld und Richard Reti. Als klarer Favorit gilt Aljechin, doch der spätere Weltmeister startet schwach: Nimzowitsch besiegt ihn in der ersten Runde, später verliert er auch gegen den sudetendeutschen Lehrer Karl Gilg.

Aljechin kämpft sich mit einer Serie von Siegen zurück und teilt nach zwölf Runden die Spitze mit Spielmann und Tartakower. Doch eine Niederlage gegen Milan Vidmar bringt ihn erneut ins Hintertreffen. Spielmann gewinnt das Spitzenspiel gegen Tartakower und behauptet bis zur Schlussrunde einen knappen Vorsprung.

In der letzten Partie trifft Spielmann direkt auf Aljechin. Der Favorit braucht einen Sieg, doch die Begegnung endet remis. Damit sichert sich Rudolf Spielmann den Turniersieg – ein Erfolg, der als Höhepunkt seiner Karriere gilt und dem Turnier am Semmering einen festen Platz in der Schachgeschichte verschafft.

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