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1926: Dresden

Nimzowitsch gewinnt Dresdner Schachturnier von 1926

Quelle: ChessBase – „A hundred years ago: The Dresden Chess Congress of 1926", veröffentlicht am 13. Mai 2026

Vor genau hundert Jahren richtete der Dresdner Schachklub von 1876 zu seinem 50. Jubiläum ein bedeutendes Turnier aus – und Aron Nimzowitsch sicherte sich den ersten Platz mit einem vollen Punkt Vorsprung. Das berichtet ChessBase. Besondere Aufmerksamkeit erhielt Nimzowitschs Partie gegen den Schweizer Paul Johner, in der er mit den schwarzen Figuren seine Blockadestrategie mustergültig demonstrierte und dafür den ersten Schönheitspreis erhielt.

Nimzowitsch wurde am 7. November 1886 in Riga als Kind wohlhabender deutschsprachiger jüdischer Eltern geboren. Er zog 1904 nach Berlin, gab ein Philosophiestudium zugunsten des Schachs auf und lebte fortan als Berufsspieler. Nach dem Ersten Weltkrieg übersiedelte er zunächst nach Schweden, dann nach Kopenhagen, wo er am 16. März 1935 starb. Laut den historischen Elo-Berechnungen des Statistikers Jeff Sonas zählte er in den späten 1920er und frühen 1930er Jahren zur Weltspitze und belegte zeitweise Rang drei – hinter Alexander Alekhine und José Raúl Capablanca.

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Turnierverlauf und Preisgelder

Das Jubiläumsturnier umfasste zehn Teilnehmer und war eingebettet in den Sächsischen Schachkongress von 1926. Neben Nimzowitsch und Alekhine gehörten auch Akiba Rubinstein und Savielly Tartakower zur Weltklasse des Feldes. Alekhine, der damals noch nicht Weltmeister war, belegte den zweiten Platz, Rubinstein den dritten. In den letzten Runden verlor Alekhine den Anschluss, als er gegen Frederick Yates und Walther von Holzhausen nur Remisen erzielte.

Den ersten Preis von 1.000 Mark erhielt Nimzowitsch, gestiftet von der Haus Bergmann Zigarettenfabrik AG. Der erste Schönheitspreis bestand aus 5.000 Gildehof-Zigaretten derselben Dresdner Tabakfabrik – eine pikante Auszeichnung für Nimzowitsch, der das Rauchen aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben hatte und dem Tabakgeruch seitdem stark abgeneigt war. Alekhine und Nimzowitsch teilten sich den zweiten Schönheitspreis für ihre Partien gegen Rubinstein und erhielten je 2.500 Zigaretten.

Eine bekannte Anekdote überliefert, dass Nimzowitsch bei einem Turnier beim Schiedsrichter protestierte, weil sein Gegner sich eine Zigarette in den Mund gesteckt hatte – ohne sie anzuzünden. Als der Schiedsrichter darauf hinwies, soll Nimzowitsch geantwortet haben: „Die Drohung ist stärker als ihre Ausführung."

Automatisch KI-generierter Beitrag

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