Am Mondsüdpol sind die Parkplätze knapp. China will sie besetzen.
Ein Astronaut steigt die Leiter hinab, live und in Farbe an Milliarden Menschen übertragen. Die Flagge an seinem Raumanzug ist nicht die amerikanische. Dieses Bild will Jared Isaacman verhindern. Aber das zweite Wettrennen zwischen den USA und China zum Mond werde knapper als nötig, erklärte der Nasa-Chef jetzt im All-In Podcast. China wolle 2030 Astronauten auf dem Mond landen und steuere 2027 mit Robotersonden den Shackleton-Krater am Südpol an.
Der Platz dort ist knapp. Die Mondoberfläche sei so groß wie Afrika, der Südpol so groß wie Washington, D.C. Wenige Krater böten Wassereis in dauerhaft beschatteten Zonen und zugleich nahezu ewiges Sonnenlicht an den Kraterrändern. Dort planten China und Russland eine Basis mit Kernreaktor.

Mondmissionen im Monatstakt
Auf amerikanischer Seite werde Artemis 3 bereits montiert. Noch vor Jahresende solle die Rakete für einen Betankungstest zum Startkomplex rollen. Im Sommer 2027 folge das Rendezvous mit Landerprototypen von Blue Origin und SpaceX, 2028 mit Artemis 4 die Landung, diesmal zum Bleiben. Danach sollen Missionen in nahezu monatlichem Takt eine Mondbasis aufbauen.
Mit Kernkraft zum Mars
Gewinnen will Isaacman das Rennen mit Technik, die sonst niemand baut: 2028 soll SR1 Freedom starten, ein 100-Kilowatt-Spaltreaktor, der am Mars vorbeifliegt und drei Hubschrauber aussetzt. Die NASA habe kein Budgetproblem, sagte Isaacman, sondern eines der Mittelverwendung: „We are bad capital allocators.“ Auch deswegen seien Jahre verloren gegangen.






