Hauptamtliche DSAM-Chefin ab August: Sandra Schmidt kehrt zum Deutschen Schachbund zurück
Sandra Schmidt wechselt zurück zum Deutschen Schachbund (DSB). Zum 15. August beendet sie ihre Tätigkeit als Generalsekretärin des Österreichischen Schachbunds (ÖSB). Beim DSB übernimmt sie künftig hauptamtlich die Projekt- und Veranstaltungsorganisation. Im Zentrum ihrer Tätigkeit wird die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft (DSAM) stehen, die Turnierserie, die Schmidt zuvor jahrelang ehrenamtlich leitete. DSB-Präsident Paul Meyer-Dunker freut sich auf die Zusammenarbeit. „Ich bin außerordentlich glücklich, dass wir mit Sandra eine erfahrene Mitarbeiterin für die Projekt- und Veranstaltungsorganisation gewinnen konnten“, sagt Meyer-Dunker auf Anfrage dieser Seite.
Schmidt hatte das ÖSB-Generalsekretariat im November 2025 angetreten, als potenzielle Nachfolgerin des langjährigen Generalsekretärs Walter Kastner. Geplant war eine einjährige Übergabephase bis zu Kastners Ruhestand im Dezember 2026, in der er sein Wissen und seine Kontakte an Schmidt weitergeben sollte. Nun endet die Zusammenarbeit schon dreieinhalb Monate früher. Der ÖSB muss die Position der Generalsekretärin bzw. des Generalsekretärs neu ausschreiben.
Als Grund für ihren Weggang nennt der ÖSB das Angebot des DSB, das die DSAM-Organisation erstmals hauptberuflich statt ehrenamtlich ermöglicht. Eine Vollzeitstelle in Österreich habe sich damit nicht mehr vereinbaren lassen. Schmidts familiärer und sozialer Lebensmittelpunkt sei ohnehin durchgehend in Deutschland geblieben.
ÖSB-Präsident Michael Stöttinger: „Wir danken Sandra herzlich für ihren Einsatz und ihr Engagement in den vergangenen Monaten und wünschen ihr für ihren weiteren beruflichen und privaten Lebensweg viel Erfolg, Gesundheit und alles Gute.“ Der ÖSB verliere damit zwar eine engagierte Mitarbeiterin, freue sich aber zugleich, dass sich für Schmidt eine berufliche Möglichkeit mit Lebensmittelpunkt in Deutschland ergeben habe.
Schmidt dankte Stöttinger, dem ÖSB-Präsidium und besonders Kastner, der ihr „ein großartiger Mentor“ gewesen sei. Sie habe die österreichische Schachszene als „sehr aktiv, engagiert und motivierend“ erlebt, insbesondere die Nachwuchsarbeit. Erst vergangene Woche seien bei der Jugend-Europameisterschaft im Schnellschach zwei Vize-Europameistertitel gefeiert worden. Dem ÖSB werde sie sich „stets verbunden fühlen“.

Die DSAM, 2001 gegründet, hat eine belastete Vorgeschichte hinter sich: Bis 2018 organisierte sie Dirk Jordan, gegen den ein Gerichtsmarathon wegen Bestechlichkeit und Untreue im Zusammenhang mit DSAM-Hotelprovisionen im April 2026 endete. Unter Schmidts Regie hat sich die Serie seither zum größten Turnierformat des DSB entwickelt. 2026 wurde in Magdeburg der 50.000. Teilnehmer seit 2002 begrüßt. „Die Zahl ist gigantisch“, sagte Schmidt dazu im April.
DSAM-Finale ab dem 23. Juli in Dresden
Mehrere Qualifikationsturniere verzeichneten zuletzt über 700 Anmeldungen und teils Wartelisten. DSB-Vizepräsident Jürgen Klüners bezifferte das jährliche Sponsoring-Volumen der Serie zuletzt auf rund 50.000 Euro. Das Finale der DSAM 2025/26 wird vom 23. bis 25. Juli im Rahmen des Schachgipfels in Dresden ausgetragen.



Ein erfreulicher Paukenschlag!
Mit den besten Wünschen für die Zukunft
des DSAM-Projekts, Ingo.
Super !!!
Gute Nachricht(en) und kein Genörgel !
Glückwunsch !!!
Eine gute Entscheidung. Sandra Schmidt hat in der Vergangenheit bewiesen, dass sie große Schachveranstaltungen professionell organisieren und erfolgreich weiterentwickeln kann. Gerade die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft trägt deutlich ihre Handschrift. Es ist erfreulich, dass diese Erfahrung nun wieder dem Deutschen Schachbund zugutekommt. Für den DSB ist das eine klare Verstärkung – ich wünsche ihr für die neue Aufgabe viel Erfolg.